Louisa Lippmann zieht es zum Beach

Foto: Conny Kurth Foto: Conny Kurth Louisa Lippmann hat sich entschieden: Ihre Karriere in der Halle hatte die 162-fache Nationalspielerin unlängst beendet, dem Volleyball bleibt sie aber erhalten. Mit ihrem Wechsel zum Beachvolleyball entspricht sie dem eigenen Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und Individualität.

Dieser Entscheidung ist ein längerer Prozess voraus gegangen, wie Louisa selbst beschreibt. Angefangen hat es bereits in 2020. Die Enttäuschung nach der verpassten Olympia-Qualifikation; die Strapazen in der Corona-Zeit mit ihren Engagements in China, Russland und Italien. „Ich kam mental an meine Grenzen und damit dann auch körperlich“, beschreibt die 27-Jährige. Aber ganz mit dem Leistungssport aufhören möchte sie nach reiflicher Überlegung dann doch nicht.

Die neue Herausforderung im Beachvolleyball motiviert sie, wohlwissend dass sie einen langen Weg vor sich hat, um ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden: „Für mich geht es erst einmal darum, Beachvolleyball zu lernen.“ Dafür geht sie an den Bundestützpunkt nach Hamburg und nimmt auch ein gewisses Risiko in Kauf – nicht nur finanziell, da sie für die sportliche Betreuung eigenes Geld in die Hand nehmen muss.

Während sie in der Halle zu den Besten zählte, fängt sie nun etwas weitestgehend Neues an. Aber, auch wenn die nächste Zeit ein wenig ungewiss und sicher sehr intensiv wird, Louisa ist glücklich mit der Entscheidung und was ihr dabei noch wichtiger ist: Es war ihre.

Niclas Hildebrand, DVV-Sportdirektor Beachvolleyball: „Louisas Entscheidung kam für uns, vor allem zu diesem Zeitpunkt, überraschend. Sie war eine überragende Hallen-Volleyballspielerin, wird aber jetzt im Beachbereich praktisch eine neue Sportart erlernen müssen. Es wird spannend zu sehen sein, wie sie sich entwickelt und wo die Reise endet.“

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