Thole/Wickler verlieren Viertelfinale - 5. Platz in Tokio

Foto FIVB: Julius Thole/Clemens Wickler haben das Halbfinale knapp verpasst. Foto FIVB: Julius Thole/Clemens Wickler haben das Halbfinale knapp verpasst. Julius Thole/Clemens Wickler haben ihre ersten Olympischen Spiele auf dem 5. Platz beendet. Im Viertelfinale mussten sie sich in einer Neuauflage des WM-Finals von 2019 den Russen Viacheslav Krasilnikov/Oleg Stoyanovskiy mit 0:2 (16-21, 19-21) geschlagen geben. Nächster Stopp des DVV-Duos im Turnierplan ist die Europameisterschaft in Wien (11.-15. August), bevor sie zum „King of the Court“ Heimspiel nach Hamburg (19.-22. August) kommen.

Auch im fünften Anlauf hat es für Thole/Wickler nicht für einen Sieg gegen Krasilnikov/Stoyanovskiy gereicht. Dabei schienen die Voraussetzungen wie geschaffen. Während die deutschen Vize-Weltmeister ihr Niveau stetig steigern konnten, kämpften sich die Weltmeister durch das Turnier und mussten in drei der vier vorhergehenden Partien über die volle Distanz gehen. Pünktlich zum Viertelfinale fanden sie ihre Top-Form.

Satz eins verlief zu Beginn ausgeglichen. Ein Ass von Stoyanovskiy zum 6-9 aus deutscher Sicht glich Thole mit einem Block zum 11-11 aus. Es folgte die erste größere Schwächephase, in der erst ein Block von Stoyanovskiy und im Anschluss zwei deutsche Fehler im Angriff, teils durch Probleme im Zuspiel ausgelöst, dass russische Team auf 15-19 davonziehen ließen. Nach einem deutschen Fehlaufschlag hatten Krasilnikov/Stoyanovskiy vier Satzbälle (16-20), von denen sie nur einen zur Satzführung benötigten.

Foto FIVB: Krasilnikov/Stoyanovskiy freuen sich über ihren Halbfinaleinzug in Tokio. Foto FIVB: Krasilnikov/Stoyanovskiy freuen sich über ihren Halbfinaleinzug in Tokio.

Ähnlich auch der Verlauf im zweiten Durchgang. Nach der technischen Auszeit, in die Thole/Wickler mit einem Punkt Rückstand (10-11) gingen, profitierten die Russen von ihrem starken Aufschlag, über den sie im Viertelfinale insgesamt drei Asse erzielten, und deutschen Fehlern im Angriff (12-15). Es war Wickler, der sich zu diesem Zeitpunkt ein Herz fasste und den Druck im Aufschlag deutlich erhöhte. Mit Erfolg: Deutschland schaffte den Ausgleich (18-18) und schien dem Satzgewinn nah.

Doch die Weltmeister hielten dem Druck stand und hatten beim Stand von 19-20 den ersten Matchball, bei dem Stoyanovskiy, der heute auf vier Blocks kam, seine Höhe am Netz ausspielte. Nach Problemen in der Annahme musste Wickler knapp drei Meter weg vom Netz angreifen. Der 2,07m große Stoyanovskiy erwischte den Ball im Block mit seinen Fingerspitzen, was sich als perfekte Vorlage für ihn selbst erwies.

Den herunterkommenden Ball schloss er direkt zum Matchgewinn ab und beendete damit den deutschen Medaillentraum im Beach-Volleyball.

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