Deutsche Meisterinnen Ittlinger/Laboureur gehen getrennte Wege

Foto Conny Kurth: Gehen in Zukunft getrennte Wege: Sandra Ittlinger (Hintergrund) und Chantal Laboureur. Foto Conny Kurth: Gehen in Zukunft getrennte Wege: Sandra Ittlinger (Hintergrund) und Chantal Laboureur. Trotz des Gewinns der Deutschen Meisterschaft haben Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur ihre Partnerschaft beendet und werden in Zukunft getrennte Wege im Sand gehen.

2020 ist ein Jahr voller ungeplanter Ereignisse, auch für das Beachvolleyball Duo Sandra Ittlinger (26) und Chantal Laboureur (30). Im März wurden sie, kurz vor dem Saisonstart, durch die Corona-Pandemie ausgebremst. Wie bei allen anderen Teams auch, stellte sich für sie die großen Frage, wann gemeinsame Trainingseinheiten, geschweige denn Turniere wieder möglich sind.

Gold in Timmendorfer Strand

Als es dann wieder los ging mit den Wettkämpfen im Sand, kam das Power-Duo gut in die Saison und holte sich bei der comdirect beach tour in Düsseldorf und Hamburg drei Mal den dritten Platz. Bei den Deutschen Meisterschaften Anfang September krönten Ittlinger/Laboureur ihre Leistungen in dieser außergewöhnlichen Saison mit dem Titelgewinn.

Nach der Europameisterschaft (9. Platz) in Lettland ging es für beide Spielerinnen dann erstmal in die wohlverdiente Pause, um sich von den vielen Ereignissen dieser Beachvolleyball Saison zu erholen. Während dieser Zeit reifte in Sandra Ittlinger der Entschluss, sich zukünftig auf die Olympischen Spiele 2024 zu konzentrieren, da für sie die Chance an einer gemeinsamen Olympia-Teilnahme 2021 nicht mehr realistisch erschien.

"Traum für Olympia 2024 weiterhin verfolgen"

Dazu sagt Ittlinger: „In den letzten zwei Jahren an Chantals Seite zu spielen habe ich sehr genossen und dabei auch sehr viel gelernt. Anfang 2019 haben wir uns zusammengetan, um 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio dabei zu sein. Leider konnten wir nicht konstant genug unser bestes Spiel zeigen und das hat dazu geführt, dass wir unsere gesteckten sportlichen Ziele nicht ausreichend erfüllt haben. Die aktuell ungewisse Turniersituation hat weitere Fragen aufgeworfen. Aus diesem Grund werden wir ab 2021, jede für sich, neue Wege einschlagen", erklärt sie und ergänzt:

"Es bleiben tolle Erinnerungen an eine einmalige Zeit mit Chantal: das Eröffnungsspiel bei der Heim-WM, das Finale beim Olympic Qualification Turnier in China und natürlich der Deutsche Meistertitel 2020! Das werde ich nie vergessen und wünsche mir, für uns beide, dass wir einen spannenden und erfolgreichen Plan für die Zukunft finden. Meinen Traum von den Olympischen Spielen 2024 in Paris werde ich weiterhin mit aller Kraft verfolgen. Der nächste Schritt auf diesem Weg ist es auf jeden Fall bereits in der kommenden Saison zu allen Höhepunkten bestmöglich vorbereitet zu sein. Wie genau und in welcher Konstellation werde ich bald bekannt geben.“

"Respektieren die Entscheidung"

Chantal Laboureur bedauert die Entscheidung ihrer Partnerin sehr: „Dass Sandra sich dazu entschlossen hat die Partnerschaft nicht fortzuführen, finde ich sehr schade. Insofern die von der FIVB angedachten Turniere tatsächlich stattfinden, bin ich mir sicher, dass gute Platzierungen für uns möglich gewesen wären. Es nicht probiert und durchgezogen zu haben erscheint mir „unvollendet“, da ich weiß, was in unserer Sportart alles möglich ist. Nach später Teamfindung und Verletzung in 2019, hätten wir nun die Möglichkeit gehabt, die Saison unter deutlich besseren Voraussetzungen anzugehen, als in den vergangenen eineinhalb Jahren. Wenn der Partner nicht mehr an gemeinsame Ziele glaubt, muss man ihn ziehen lassen. Ich werde sehen, welche Möglichkeiten sich nun für mich ergeben.“

DVV Beach-Volleyball Sportdirektor Niclas Hildebrand äußert sich zur Trennung: „Wir bedauern die Entscheidung, weil sie als Nationalteam mehrmals bewiesen haben, dass sie zur erweiterten Weltspitze gehören können. Natürlich respektieren wir diese und werden uns mit ihnen über die zukünftigen Perspektiven austauschen. Wir wollen, dass sowohl Sandra als auch Chantal dem deutschen Beach-Volleyball erhalten bleiben.“

(Mitteilung Schwabensport/DVV)

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