EM: DVV-Männer feiern Auftaktsieg gegen Estland

(Foto: CEV) (Foto: CEV) Die deutsche Männer-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der Europameisterschaft einen überzeugenden 3:0-Sieg (25:22, 25:19, 25:19) gegen Estland gefeiert. Kapitän Lukas Kampa zeigte sich mit der Leistung seines Teams zufrieden.

Im ersten Satz taten sich die Deutschen zunächst noch schwer. Erst zum Ende konnten sie sich absetzen und den Satz nach Hause bringen. Michal Winiarski hatte dafür eine einfache Erklärung: „Es war der erste Satz im Turnier, da spielen die Emotionen immer mit.“ Das bestätigte auch Anton Brehme: „Wir waren am Anfang sehr nervös und brauchten ein bisschen Zeit, um reinzukommen.“

Das taten sie dann auch, die Deutschen erhöhten den Aufschlagdruck und waren in Annahme und Block präsent, sodass der zweite Satz deutlich an die DVV-Männer ging. Auch in Durchgang drei behielten sie die Oberhand. Die Statistik sprach ebenfalls für Team Deutschland: insgesamt erzielten sie acht Blocks sowie sechs Asse und zwangen die Esten zu zahlreichen Eigenfehlern. Georg Grozer war mit 15 Punkten der Topscorer, gefolgt von Moritz Reichert (14).

(Foto: CEV)
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„Ich bin sehr zufrieden“, sagte Kapitän Lukas Kampa. „Es war keine Topleistung von uns und wir haben sicher noch Luft nach oben, aber wir hatten sie von Anfang an unter Kontrolle und haben sie nie wirklich ins Spiel kommen lassen.“ Auch Georg Grozer zeigte sich trotz des deutlichen Sieges noch nicht ganz zufrieden: „Wir können noch besser spielen.“ Gerade in der schweren Gruppe sei jeder Punkt und jedes Spiel wichtig. „Wir müssen uns auf jeden Fall von Spiel zu Spiel steigern“, sagte Anton Brehme.

Als nächstes wartet die Schweiz am Freitag (18 Uhr) auf das deutsche Team. „Wir müssen genauso konstant auftreten und noch besser Spielen“, fordert Lukas Kampa gegen den „etwas unbekannten“ Gegner.

Spielbericht

Michal Winiarski startete mit Kapitän Lukas Kampa, Georg Grozer, Moritz Reichert, Ruben Schott, Anton Brehme, Tobias Krick sowie Julian Zenger. Direkt der erste Ballwechsel war umkämpft, nach starken Abwehraktionen sorgte der deutsche Block für den ersten Punkt. Es folgte direkt ein Ass von Reichert. Doch es ging ausgeglichen weiter, die Esten glichen zum 4:4 aus und gingen direkt in Führung. Anschließend konnte sich kein Team absetzen (12:12). Erst nach einem Fehler der Esten führten die Deutschen erstmals wieder mit zwei Punkten (19:17). Mit einem Angriff und einem Ass baute Ruben Schott die Führung aus (22:19). Mit einem Ass ihrerseits kamen die Esten wieder auf 23:22 ran. Doch der anschließende Aufschlag landete im Netz, sodass Deutschland Satzball hatte, denn sie dank eines weiteren Fehlers der Esten direkt verwandelten.

(Foto: CEV)
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Mit dem Satzgewinn im Rücken drehten die DVV-Männer auf. Mit einem Block von Anton Brehme einem weiteren von Georg Grozer und einem Angriffspunkt des Diagonalangreifers führten die Deutschen schnell mit 5:1. Doch die Esten konterten direkt mit zwei Blocks (5:3). Mit starken Aufschlägen von Anton Brehme und zwei Blocks von Georg Grozer und Ruben Schott erhöhte das deutsche Team wieder auf 9:3. Dann waren die deutschen Angriffe jedoch nicht mehr so konsequent. Nach einem Block gegen Georg Grozer nahm Michal Winiarski die Auszeit (13:11). Tobias Krick punktete direkt, anschließend hielten die DVV-Männer den Vorsprung (17:13). Mit einem weiteren Ass erhöhte Anton Brehme wieder auf 20:13. Georg Grozer sorgte für den ersten Satzball, den die Esten noch abwehrten. Doch beim zweiten landete deren Aufschlag im Netz.

Bundestrainer Michal Winiarski zeigte sich in der Satzpause zufrieden. Der erste Satz sei noch schwierig gewesen, weil es der erste Satz im Turnier war. Doch seine Mannschaft sei immer besser reingekommen. „Wir haben einen guten Job im Aufschlag und Sideout gemacht und die Esten vom Netz weggehalten, was es uns einfacher macht“, sagte Michal Winiarski. Nun müssten sie ihr Level halten.

Und das taten die Deutschen. Mit starken Aufschlägen führten sie schnell mit 7:3. Mit einem Netzroller-Ass kamen die Esten wieder auf 9:7 heran. Brehme baute die Führung aber direkt wieder mit einem Angriffspunkt und einem Block aus (11:7). Die Deutschen hielten die Führung, allerdings gaben sich die Esten noch nicht geschlagen und blieben dran (17:15). Doch die DVV-Männer ließen sich davon nicht beirren. Mit einem starken Aufschlag bereitete Georg Grozer seinen Punkt zum 21:16 vor. Ruben Schott servierte anschließend sein drittes Ass (23:17). Moritz Reichert sorgte für Matchbälle und verwandelte selbst den zweiten.

Die deutschen Gruppenspiele in Italien

Tag Datum Uhrzeit Spiel
Mittwoch
  1. August 2023
18 Uhr Deutschland vs. Estland
Freitag
  1. September 2023
18 Uhr Deutschland vs. Schweiz
Sonntag
  1. September 2023
21 Uhr Deutschland vs. Belgien
Dienstag
  1. September 2023
21 Uhr Deutschland vs. Serbien
Mittwoch
  1. September 2023
21 Uhr Deutschland vs. Italien

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14er-Kader EuroVolley 2023

Nr. Name Position Verein Länderspiele (Stand 25.8.23)
1 Christian Fromm Außenangriff Rapid Bucuresti 215
2 Johannes Tille Zuspiel Berlin Recycling Volleys 37
3 Denys Kaliberda Libero Top Volley Cisterna 198
5 Moritz Reichert Außenangriff Montpellier Volley 121
9 Georg Grozer Diagonalangriff Arkas Spor 184
10 Julian Zenger Libero Pallavolo Padova 118
11 Lukas Kampa (C) Zuspiel Trefl Gdánsk 221
12 Anton Brehme Mittelblock Valsa Group Modena 53
13 Ruben Schott Außenangriff Berlin Recycling Volleys 134
14 Moritz Karlitzek Außenangriff Indykpol AZS Olsztyn 35
18 Florian Krage Mittelblock Spacer's Toulouse Volley 50
19 Erik Röhrs Außenangriff SVG Lüneburg 15
21 Tobias Krick Mittelblock Valsa Group Modena 112
25 Lukas Maase Mittelblock Paris Volley 32
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