Wiedereinstieg in das vereinsbasierte Sporttreiben

Wie kann sich der organisierte Sport eine Übergangsphase nach dem Ende der aktuellen Kontakteinschränkungen vorstellen? Der DOSB unterbreitet in seiner Funktion als Dachverband der Politik ein Angebot zur Wiederaufnahme des organisierten und vereinsbasierten Sporttreibens in Deutschland.

Bereits am 14. April 2020 hat der DOSB den politischen Entscheidungsträger*innen in Bund und Ländern ein Angebot zur Wiederaufnahme des organisierten und vereinsbasierten Sporttreibens in Deutschland gemacht: Positionspapier.

Dies verdeutlicht, dass man in der Lage ist, mithilfe eines angepassten Spiel- und Sport-, Trainings- und ggf. Wettkampfbetriebs das Infektionsrisiko zu minimieren und unter dieser Maßgabe die zahlreichen Vorteile des Sporttreibens für die Gesellschaft zu ermöglichen. Nachdem sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Bundesländer am 15. April 2020 entschieden haben, die bestehenden Kontaktbeschränkungen quasi unverändert bestehen zu lassen, strebt der DOSB nun Ausnahmeregeln für den Sport für die Zeit ab dem 4. Mai 2020 an.   

Reaktion zu den Beschlüssen vom 15. April 2020

DOSB: Der unter dem Dach des DOSB organisierte Sport trägt die Beschlüsse verantwortungsbewusst mit und wird auch weiterhin seinen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Gleichzeitig bereiten wir uns in Sportdeutschland aber auch intensiv und professionell auf eine Öffnung des vereinsbasierten Sporttreibens vor. 

Alfons Hörmann, Präsident des DOSB: „Wie wertvoll der Sport in unserem Leben ist und wie stark der Verzicht darauf schmerzt, erleben und spüren wir alle von Tag zu Tag deutlicher. Daher werden wir seitens des DOSB den offenen Dialog mit der Politik konsequent fortsetzen. Wir wollen uns für eine verantwortungsbewusste Öffnung der Sportanlagen einsetzen, weil unser Land damit zum richtigen und wichtigen Zeitpunkt organisierte Beweglichkeit erfahren kann.“ 

Angebot an die Politik:

Der Vorschlag des Sports an die Politik beinhaltet folgendes mehrstufige Verfahren:

Schritt 1: Der DOSB hat mit Medizinern die Leitplanken des DOSB deutlich stärker konkretisiert.

Schritt 2: Aufbauend auf diesen Leitplanken sind wir als Sportfachverband nun um mögliche konkrete Festlegungen von Übergangsregeln für den Spiel- und Sport-, Trainings- und ggf. Wettkampfbetrieb gebeten worden.

Schritt 3: Im Anschluss daran gilt es, in einer weiteren Phase die Diskussion über das Angebot des Sports durch die Landessportbünde in die Landesregierungen zu tragen.

Schritt 4: In der letzten Stufe steht im Mittelpunkt, unter Einbeziehung der Landesfachverbände die Umsetzung vor Ort durch die Vereine zu gewährleisten.

In dieser Woche steht für den DVV die zweite Stufe auf dem Programm. Aktuell werden mit Unterstützung unserer Verbandsärzte spezifische Übergangsregeln für unseren Sport ausgearbeitet, die konkrete Empfehlungen für den Spiel- und Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb beinhalten und die die DOSB Leitplanken berücksichtigen.

 

Sportministerinnen und Minister erörtern Lockerungen

Die Pressemitteilung der Sportminister-Konferenz vom 20. April 2020 zum Thema Stufenplan Sport – mögliche Einstiegsszenarien für den Breiten- und Leistungssport. 

Die SMK hält eine koordinierte und schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebs unter klaren Regeln für dringend erforderlich. Auftrag und Ziel der SMK ist es, ein konkretes Einstiegsszenario zu erarbeiten, das die Grundlage für die am 30. April geplante Diskussion der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident*innen bildet.

 

DOSB-Leitplanken
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