Titel und Medaillenflut: Beach-Senior*innen trumpfen bei WM groß auf

Titel und Medaillenflut: Beach-Senior*innen trumpfen bei WM groß auf Doppel-Gold für El Berins / Schaefermeyer. Foto: privat Gold, Silber und zweimal Bronze: Die deutschen Beach-Volleyball-Seniorinnen und -Senioren haben bei der Weltmeisterschaft der International Association of Veteran Volleyball (IVVA) im spanischen Benidorm überzeugt. Besonders erfolgreich waren Carola El Berins und Carola Schaefermeyer, die sich in der Altersklasse Frauen 45+ sowohl im Sand als auch in der Halle den Weltmeistertitel sicherten.

El Berins und Schaefermeyer feiern Doppel-Gold

Carola El Berins und Carola Schaefermeyer haben bei der WM in Benidorm gleich doppelt triumphiert. Im Beach-Volleyball der Frauen 45+ blieb das deutsche Duo ungeschlagen und sicherte sich mit sechs Siegen den Weltmeistertitel. Nach drei souveränen Erfolgen in der Gruppenphase setzten sich die beiden auch im Viertelfinale mit 2:0 durch. Das anschließende Halbfinale gegen Deutschlands Trio „sun & fun“ entwickelte sich zur spannendsten Begegnung des Turniers. Erstmals mussten El Berins/Schaefermeyer einen Satz abgeben. Am Ende behielten sie jedoch die Nerven und sicherten sich mit einem umkämpften 2:1-Sieg den Einzug ins Finale, welches sie anschließend gegen ein tschechisches Duo klar mit 2:0 gewannen. Sechs Spiele, sechs Siege und nur ein verlorener Satz - eine hervorragende Bilanz, die mit dem Weltmeistertitel belohnt wurde. Eine besondere Auszeichnung erhielt Schaefermeyer, die als wertvollste Spielerin des Turniers (MVP) geehrt wurde.

Auch in der Halle waren El Berins und Schaefermeyer erfolgreich: Gemeinsam mit der deutschen Ü50-Nationalmannschaft holten sie ebenfalls Gold und machten damit ihren doppelten Weltmeistertitel perfekt.

Hager und Bierwirth sind Vizeweltmeister

Für Axel Hager und Jeffrey Bierwirth endete die erste gemeinsame WM-Teilnahme im Sand direkt mit dem Finaleinzug. In der Altersklasse Ü50 startete das deutsche Duo mit drei 2:0-Siegen gegen Schweden, Polen und die Niederlande in das Turnier. Nach einer Niederlage gegen die Slowakei in der letzten Gruppenpartie ging es in der K.-o.-Runde weiter. Dort bezwangen Hager und Bierwirth zunächst Norwegen mit 2:0. Im Halbfinale wartete mit Polen 1 der bis dahin ungeschlagene Sieger der Parallelgruppe. In einem hochklassigen Spiel setzte sich das deutsche Team durch und zog ins Finale ein. Dort kam es zur Neuauflage des Gruppenduells mit der Slowakei. Gegen das eingespielte Duo mit 30 Jahren gemeinsamer Felderfahrung mussten sich Hager/Bierwirth erneut geschlagen geben und gewannen damit die Silbermedaille. Unterstützt wurden die beiden von Axel Hagers ehemaligem Partner Jörg Ahmann, der als Coach und Ersatzmann dabei war. Der erfolgreiche gemeinsame Auftritt zeigte, dass auch nach längerer Pause neue sportliche Kapitel möglich sind. Bemerkenswert war ebenso der Support innerhalb der deutschen Teams egal ob Halle oder Beach bzw. männlich oder weiblich, so lebt der Sport und „Age is no limit“.

Zwei deutsche Teams gewinnen Bronze

Auch Julia Kopf und Wiebke Kotthoff standen in der Altersklasse Ü35 auf dem Podium. Nach dem Gruppensieg gegen Lettland und einer Niederlage gegen die späteren Weltmeisterinnen aus Polen steigerten sich die beiden im Turnierverlauf. Sie gewannen ihr erstes K.-o.-Spiel gegen ein weiteres polnisches Team und setzten sich im Viertelfinale gegen Tschechien nach drei Sätzen durch. Im Halbfinale mussten sie sich erneut Polen geschlagen geben. Im Spiel um Platz drei gegen die Ukraine entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch. Nach einem deutlichen ersten Satz und dem Ausgleich der Gegnerinnen fiel die Entscheidung im Tiebreak. Mit 15:13 sicherten sich Kopf und Kotthoff die Bronzemedaille. Für Kopf war es bereits die zweite WM-Medaille in Benidorm: Mit dem Hallen-Team der Altersklasse Ü40 gewann sie zusätzlich Gold.

Ebenfalls Bronze holte das Trio „sun & fun“ mit Bianca Westphalen, Ilka Schott und Britta Lagenmann. Die drei Spielerinnen hatten sich erstmals gemeinsam für die WM angemeldet und sich in der Altersklasse Ü45 bis Ü55 bis ins Halbfinale vorgekämpft. Dort unterlagen sie den späteren Titelträgerinnen El Berins/Schaefermeyer knapp mit 12:15 im Tiebreak. Im Spiel um Platz drei gelang ihnen anschließend gegen ein tschechisches Team der entscheidende Erfolg: Mit 15:9 im dritten Satz machten sie den Medaillengewinn perfekt.

Foto: privat
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