Drei WM-Titel für Deutschlands Senioren-Volleyballer
Ü55 gewinnt alle Spiele ohne Satzverlust
Sechs Spiele, sechs Siege, kein Satzverlust: Die deutschen Senioren der Altersklasse Ü55 haben bei der Weltmeisterschaft in Benidorm eine makellose Bilanz hingelegt. In der Vorrunde setzte sich die Mannschaft gegen die Swiss Volley Masters 55+, Großbritannien und Slowenien jeweils mit 2:0 durch und zog als Gruppensieger in die K.-o.-Runde ein. Auch dort ließ Deutschland nichts anbrennen. Nach Erfolgen gegen Italien im Viertelfinale und Spanien im Halbfinale wartete im Endspiel die Ukraine. Doch auch im Finale behielt die deutsche Mannschaft die Kontrolle und gewann erneut mit 2:0.
Der Schlüssel zum Erfolg lag in einer geschlossenen Mannschaftsleistung, taktischer Disziplin und druckvollen Aufschlägen. Besonders die starke Block- und Feldabwehr stellte die Gegner immer wieder vor Probleme. Zudem kam jeder Spieler im Verlauf der Weltmeisterschaft zum Einsatz und konnte seinen Beitrag zum Titelgewinn leisten. Die nächste internationale Herausforderung wartet bereits: Im Juni 2027 stehen in Prag die Europameisterschaften an.
Ü65 macht das Titel-Double perfekt
Auch die deutschen Senioren der Altersklasse Ü65 krönten ihre Saison mit dem Weltmeistertitel. Nach dem Gewinn der Europameisterschaft in Prag Ende Mai setzte sich das Team in Benidorm erneut gegen die internationale Konkurrenz durch. Bereits im Auftaktspiel wartete mit Vizeeuropameister Polen eine große Herausforderung. Deutschland gewann die Partie mit 2:1 und legte damit den Grundstein für ein erfolgreiches Turnier. Die weiteren Begegnungen, unter anderem gegen Slowenien und Tschechien, entschied die Mannschaft souverän mit jeweils 2:0 für sich.
Im Finale gegen Polen zeigte Deutschland seine beste Turnierleistung. Mit druckvollen Aufschlägen, variablen Angriffen und einer starken Block- und Feldabwehr gewann die Mannschaft und machte den zweiten großen Titel innerhalb weniger Monate perfekt. Vor allem der zweite Satz fiel deutlich aus, den Deutschland mit 25:8 für sich entschied.
Besondere Umstände machten den Erfolg zusätzlich bemerkenswert: Kurz vor der WM fiel der etatmäßige Libero Uwe Burkard verletzungsbedingt aus, weitere Spieler standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Das Team fand dennoch schnell zusammen. Da kein fester Trainer mitgereist war, übernahmen Kapitän Karl Schumann, MVP Jörg Hinsken und Andreas Pakszies gemeinsam die Verantwortung für Aufstellung, Taktik und Coaching.
Ü70 holt Bronze
Auch die Ü70 durfte sich über eine Medaille freuen. Das Team trat erstmals als eigenständige Mannschaft im Feld der Ü65 an, da es bislang keinen separaten Wettbewerb für diese Altersklasse gibt. Trotz kurzfristiger Ausfälle und einer dünnen Personaldecke kämpfte sich die Mannschaft von Kapitän Uwe Schlittenhardt bis ins Halbfinale vor. Dort unterlag Deutschland der eigenen Ü65-Auswahl. Im Spiel um Platz drei setzte sich das Team anschließend in einem spannenden Duell gegen Slowenien im Tiebreak durch und sicherte sich die Bronzemedaille.