Deutsche Seniorinnen holen zwei WM-Titel

Deutsche Seniorinnen holen zwei WM-Titel Foto: ©Mikuláš Celta, IVVA Foto: IVVA Die deutschen Volleyball-Seniorinnen haben bei der Weltmeisterschaft im spanischen Benidorm gleich doppelt triumphiert. Sowohl in der Altersklasse Ü35 als auch in der Ü45 sicherten sich die deutschen Teams den Weltmeistertitel. Während die jüngeren Seniorinnen ohne Satzverlust durch das Turnier marschierten, bewiesen die Ü45-Frauen nach einem schwierigen Start große Nervenstärke.
Verdiente Weltchampions - die deutsche Ü40-Nationalauswahl der Frauen. Foto: Schultz
Verdiente Weltchampions - die deutsche Ü40-Nationalauswahl der Frauen. Foto: Schultz

Ü40-Team dominiert die Konkurrenz

Das Frauen-Auswahlteam Germany 40+ hat bei der Weltmeisterschaft in Benidorm eine beeindruckende Vorstellung gezeigt. Die Mannschaft um Bundestrainerin Renate Riek-Bauer gewann in der Alterskategorie 35-44 sämtliche Spiele und blieb dabei ohne Satzverlust. Bereits in der Gruppenphase hatte Deutschland seine Störke mit klaren Siegen gegen die Ukraine, Bulgarien, Tschechien und Serbien unter Beweis gestellt, ehe sich das Team auch im Halbfinale gegen Tschechien souverän durchsetzte. Im Endspiel steigerten sich die deutschen Frauen nach einem Rückstand im ersten Satz und ließen ihren Gegnerinnen im zweiten Durchgang kaum noch Möglichkeiten. Mit dem 2:0-Erfolg (25:20, 25:8) machten sie den Titelgewinn perfekt.

Mannschaftsführerin Susi Maier (vorn) und ihr Team. Foto: Schultz
Mannschaftsführerin Susi Maier (vorn) und ihr Team. Foto: Schultz

„Wir konnten uns von Jahr zu Jahr weiter steigern“, sagte Riek-Bauer. Besonders die mannschaftliche Geschlossenheit und die Spielfreude hätten das Team ausgezeichnet. Auch die Neuzugänge Maren Fromm, Julia Kopf und Nadja Gallardo hätten sich schnell integriert und die Mannschaft um Kapitänin Susanne Maier hervorragend ergänzt. Zur wertvollsten Spielerin ihres Teams wurde die Berlinerin Alina Gottlebe-Fröhlich gewählt.

Germany 40+: Kristina Bognar, Christina Färber, Maren Fromm, Alina Gottlebe-Fröhlich, Julia Kopf, Kateryna Ligacheva, Susanne Maier, Sabine Nemitz, Katrin Plöhn, Yvonne Pretscheck, Corina Ssuschke-Voigt, Kathleen Weiß, Mercedes Zach, Nadja Gallardo fungierte bei der WM als Co-Trainerin

Die beiden besten Frauen-Teams der Ü45-WM '26 - Deutschland und Polen. Foto: IVVA
Die beiden besten Frauen-Teams der Ü45-WM '26 - Deutschland und Polen. Foto: IVVA

Ü45-Frauen krönen starke Aufholjagd

Auch Deutschlands Ü50-Nationalteam durfte bei der Weltmeisterschaft der International Association of Veteran Volleyball (IVVA) in Benidorm jubeln. Durch die Öffnung für drei jüngere Jahrgänge in der neu geschaffenen Altersklasse 45+ war die Konkurrenz groß und die deutschen Seniorinnen erwischten mit Polen, der Ukraine und Venezuela sowie Neuling Norwegen direkt eine schwere Gruppe.

In der Gruppenphase musste Deutschland neben der Niederlage gegen Polen auch eine knappe Dreisatzniederlage gegen die Ukraine hinnehmen. Ein Sieg gegen Venezuela sowie ein weiterer Erfolg gegen Norwegen brachten das Team als Gruppendritten ins Viertelfinale. Dort setzte sich Deutschland gegen Tschechien mit 2:0 durch. Im Halbfinale ließ die Mannschaft Venezuela ebenfalls keine Chance und zog mit einem deutlichen Erfolg ins Endspiel ein.

Foto: Schultz
Foto: Schultz

Im Finale kam es zur Neuauflage des Gruppenduells mit Polen. Diesmal präsentierten sich die deutschen Seniorinnen bestens eingespielt und gewannen das hochklassige Spiel mit 2:0 (25:17, 25:22). Bundestrainer Michael Wernitz hob insbesondere die mannschaftliche Geschlossenheit hervor. Zwei seiner Spielerinnen wollte er dennoch hervorheben: „Besonders auffällig agierten Johanna Thewes mit ihren wuchtigen Angriffsaktionen sowie Andrea Jany als zuverlässige Annahmespielerin.“ Kapitänin Johanna Thewes wurde auch als wertvollste Spielerin ihres Teams ausgezeichnet.

„In der Summe bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieses WM-Turniers und ebenfalls mit der Leistung des Teams, das mit jedem einzelnen Satz eingespielter auftrat. Erfreulich zudem, dass wir derzeit über einen so ausgeglichenen Kader verfügen mit flexibel einsetzbaren Spielerinnen, die zudem nicht nur auf dem Spielfeld prima miteinander harmonieren", zog Bundestrainer Wernitz sein WM-Fazit.