DVV-Frauen feiern ersten Sieg bei der Europameisterschaft

DVV-Frauen feiern ersten Sieg bei der Europameisterschaft Foto: CEV Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat sich bei der Europameisterschaft nach der Auftaktniederlage eindrucksvoll zurückgemeldet. Gegen Lettland gewann das Team von Bundestrainer Giulio Bregoli trotz einer kurzen Schwächephase letztlich souverän mit 3:1 (25:15, 25:18, 13:25, 25:15). Nun hat die DVV-Auswahl einen Tag Pause, bevor am Dienstag um 15 Uhr Ungarn wartet.

Nach dem ernüchternden 0:3 gegen Slowenien am Samstag haben die deutschen Volleyballerinnen am Sonntag in Istanbul eine starke Reaktion gezeigt. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung, mehr Druck und Entschlossenheit sicherten sie sich verdient den ersten Sieg in Gruppe A und wahren damit ihre Chance auf das Achtelfinale. Nur im dritten Durchgang lief bei den Deutschen wenig zusammen, während den Lettinnen – angeführt von einer überragenden Marta Levinska – nahezu alles gelang. Doch die DVV-Frauen fingen sich schnell und wurden am Ende ihrer Favoritenrolle gerecht. Beste Scorerinnen im deutschen Team waren Lina Alsmeier und Leana Grozer mit jeweils 17 Punkten.

„Es war sehr wichtig, dass wir nach der Niederlage gestern heute zurückkommen – für unser Gefühl und für uns als Team. Ich bin sehr glücklich und stolz auf die Mädels“, sagte Lina Alsmeier nach dem Sieg. „Wir haben heute gezeigt, dass wir deutlich besser spielen können als gestern.“ Natürlich sei nicht alles perfekt gewesen, „aber wir haben die Höhen und Tiefen deutlich besser gemanagt als gestern – das war ein Schlüssel zum Erfolg“, so die Außenangreiferin, die sich auf die nächsten Partien in „der schwersten Gruppe der EM“ freut: „Wir wollen mit jedem Spiel besser werden und werden einen großen Kampf liefern.“

Spielbericht

Bregoli startete mit Sarah Straube, Emilia Weske, Leana Grozer, Lina Alsmeier, Camilla Weitzel, Anastasia Cekulaev und Annie Cesar. Die Deutschen waren von Beginn an präsent. Cekulaev packte direkt zweimal im Block zu (7:3). Alsmeier, Weitzel und Grozer bauten den Vorsprung weiter aus (14:8). Die eingewechselte Hannah Kohn servierte ein Ass zum 17:9, Grozer legte mit einem starken Aufschlag nach (20:10). Alsmeier sorgte anschließend für zehn Satzbälle. Weske verwandelte den zweiten mit einem Tip.

Im zweiten Durchgang bäumte sich Lettland auf, doch die DVV-Frauen hielten dagegen – auch dank starker Abwehraktionen von Annie Cesar. Nach einem ausgeglichenen Start (6:6) punktete Alsmeier nach einem extrem langen und umkämpften Ballwechsel mit einem cleveren Tip. Cekulaev servierte anschließend ein Ass zur ersten kleinen Führung (9:7). Bei den Lettinnen schlichen sich einige Fehler ein, Weitzel servierte zudem ein weiteres Ass (15:10). Die Kapitänin punktete auch im Block und im Angriff (22:15). Nach einem Fehler der Lettinnen hatten die deutschen Frauen sieben Satzbälle. Diesmal war es Orthmann, die den zweiten verwandelte.

Anschließend drehte sich das Blatt: Im dritten Durchgang lief bei den Lettinnen plötzlich alles zusammen, während bei den Deutschen nicht mehr viel ging. Lettland, das erstmals seit 1997 bei einer EM dabei ist, war aufmerksam im Block (2:5) und machte deutlich mehr Druck mit dem Aufschlag (3:7). Bei den DVV-Frauen schlichen sich Fehler ein, zudem fehlte die letzte Konsequenz. Mit fünf Punkten in Folge – unter anderem einem Ass und einem Block gegen Grozer – setzten sich die Lettinnen deutlich ab (8:16). Gegen eine stark aufspielende Marta Levinska fanden die Deutschen keine Lösung mehr (10:20). Und so sicherte sich Lettland den dritten Satz letztlich deutlich und verdient.

Die DVV-Auswahl hakte den klaren Satzverlust jedoch schnell ab und startete im vierten Durchgang direkt mit einem Ass von Straube und einem Block von Cekulaev und Grozer (5:2). Doch der Vorsprung hielt nicht lange: Die Lettinnen glichen aus und gingen ihrerseits in Führung (8:10). Die Deutschen ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Weske punktete im Angriff, ebenso wie Alsmeier, die zudem gemeinsam mit Weitzel im Block zupackte. Die eingewechselte Monique Strubbe servierte zwei Asse zum 13:10. Kurz darauf hatten die Deutschen Glück, als die Challenge eine klare Blockberührung von Weitzel nicht erkannte (15:11). Orthmann packte noch einmal im Block zu (17:11), ebenso wie Grozer (21:13). Mit einem Ass erhöhte Weitzel auf 23:13. Grozer sorgte für zehn Matchbälle. Den zweiten verwandelte Straube mit einer Zuspielfinte.

Spielplan der DVV-Frauen

Samstag, 22. August, 15 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Slowenien

0:3 (22:25, 21:25, 20:25)

Sonntag, 23. August, 15 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Lettland

3:1 (25:15, 25:18, 13:25, 25:15)

Dienstag, 25. August, 15 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Ungarn

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Mittwoch, 26. August, 18 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Türkei

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Donnerstag, 27. August, 15 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Polen

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