25.000 Fans bei Dortmunder Premiere: Ehlers/Wüst holen DM-Titel
Ehlers/Wüst zeigten im Endspiel eine dominante Vorstellung und wurden ihrer Rolle als Turnierfavorit gerecht. Nach einem zunächst ausgeglichenen ersten Satz erspielten sie sich Mitte des ersten Satzes einen Vorsprung sicherten sich den Durchgang ungefährdet. Im zweiten Satz legten Ehlers/Wüst einen furiosen Start hin und führten schnell mit 5:1 und 10:4. Zwar kämpften sich Lorenz/Rietschel noch einmal heran, doch die Topgesetzten ließen sich den Titel nicht mehr nehmen.
„Wir hatten hier viele knappe Spiele und haben uns durchgekämpft. Irgendwann hat es Klick gemacht. Wenn man solche Momente schon erlebt hat und Satzbälle gegen sich hatte, kann man irgendwann befreiter aufspielen. Ich bin super stolz auf uns. Wir hatten einen absurd guten Saisonabschluss mit geilen Spielen und viel Spaß zusammen“, sagte Lui Wüst, der nach DM-Silber 2024 und 2025 nun erstmals Gold gewann. Für Ehlers ist es bereits der vierte DM-Titel nach den Erfolgen 2022, 2023 und 2024, die er jeweils an der Seite von Clemens Wickler gewann, der aktuell seine Schulterverletzung auskuriert.
„Dortmund, ihr wart unfassbar geil. Das ist ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Ich freue mich auf viele weitere Jahre hier mit euch“, sagte Ehlers nach dem Endspiel. Auch Wüst genoss die besondere Atmosphäre im ausverkauften Stadion vor 6500 Fans: „Ich hätte mir kein besseres Stadion vorstellen können, um Deutscher Meister zu werden. Die ganze Woche, bei Sonne, Wind und Regen, war immer gute Stimmung. Es hat unfassbar Spaß gemacht, hier als Spieler unterwegs zu sein. Man merkt, wie viele Leute hier Bock auf Beach-Volleyball haben.“
Für Momme Lorenz und Tilo Rietschel endete ein starkes Turnier mit Silber. Das an Position vier gesetzte Duo hatte zum Auftakt überraschend gegen die Youngster Bungert/Wüst verloren und sich anschließend durch den Loser-Baum bis ins Finale gekämpft. Für beide ist Silber das beste Ergebnis ihrer bisherigen DM-Karriere. Bronze sicherten sich Benedikt und Jonas Sagstetter. Die Brüder setzten sich im kleinen Finale mit 2:0 (21:19, 21:17) gegen das Überraschungsteam der DM, Colin Paszkiewicz und Charlie Peters, durch.
Erfolgreiche Premiere in Dortmund
Mit dem Finale der Männer endete eine erfolgreiche Premiere der Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften in Dortmund. Nach 33 Jahren in Timmendorfer Strand fand das Saisonhighlight erstmals im Ruhrgebiet statt. An den vier Wettkampftagen kamen insgesamt mehr als 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in den Revierpark Wischlingen, der Center Court mit 6.500 Plätzen war am Finaltag ausverkauft.
„Das Fazit fällt sehr positiv aus. Natürlich fehlt die Ostsee, keine Frage. Aber alle, die hier waren, sind begeistert. Hier haben wir mehr Platz, nicht nur das große Stadion, sondern auch das ganze Drumherum. Das Konzept, dass die Leute zwölf Stunden hier auf dem Gelände bleiben, geht auf“, sagte DVV-Präsident Markus Dieckmann. „Natürlich ist die emotionale Seite des Abschieds aus Timmendorf da. Aber insgesamt sind wir total happy, so eine Tour und so einen Saisonabschluss zu haben. Keine nationale Meisterschaft findet vor solch einer Kulisse statt.“
Auch Alexander Walkenhorst, Geschäftsführer des Veranstalters NBO, zog ein positives Fazit: „Danke, dass ihr uns im ersten Jahr hier so viel Vertrauen geschenkt habt. Nach 33 Jahren Timmendorf war das nicht selbstverständlich. Die Leute haben gesehen, was wir hier aufgebaut haben. Ich bekomme Nachrichten aus aller Welt – was wir hier abfeiern, ist einzigartig. Das bringt unsere Sportart weiter.“
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte bereits bei seinem Besuch am Freitag und der Verabschiedung von Karla Borger die Bedeutung des neuen Austragungsortes hervorgehoben: „Nach 33 Jahren am Timmendorfer Strand beginnt für das Saisonhighlight der nationalen Beach-Szene ein neues Kapitel, und zwar hier im Sportland Nummer 1. Die Entscheidung des Deutschen Volleyball-Verbands für Dortmund als neuen Austragungsort ist eine großartige Nachricht für den Sport im Land und die Stadt. Im Revierpark Wischlingen werden wir der ständig wachsenden Begeisterung für den Beachvolleyball und den immer größeren Anforderungen an die Meisterschaften gerecht: Wir bieten hier zunächst 6.000 und perspektivisch noch deutlich mehr Zuschauerinnen und Zuschauern Platz. Damit unterstreichen wir unseren Anspruch, den Athletinnen und Athleten bei Sportgroßveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen die größte Bühne für die größten Momente und die besten Bedingungen zu bieten. Ob Leichtathletik, die Reit-WM oder jetzt Beachvolleyball, in diesem Jahr bietet unser Land ein sportliches Highlight nach dem nächsten. Das zeigt einmal mehr, dass wir die größte Erfahrung mit der Ausrichtung von Sportgroßveranstaltung haben und wir bei Olympischen und Paralympischen Spielen KölnRheinRuhr die spektakulärsten Sportstätten bieten werden. Herzlich Willkommen im Sportland Nummer 1!“