DVV-Frauen: Mit Niederlage in die Olympia-Qualifikation – Pettke und Poll nicht dabei
Mit einer Abschlussniederlage haben die DVV-Frauen ihre Vorbereitung auf die Olympia-Qualifikation in Ankara (4.-9. Januar) beendet: In Schwerin hieß es im zweiten Trainingsmatch gegen Italien 1:4 (14-25, 27-29, 21-25, 27-25, 27-29), nachdem am Vortag die deutsche Mannschaft 3:2 gewonnen hatte. Unmittelbar nach der Partie gab Bundestrainer Felix Koslowski den 14-er Kader bekannt, Jennifer Pettke (VC Wiesbaden) und Jana-Franziska Poll (VT Aurubis Hamburg) sind nicht mehr dabei.
Der zweite Vergleich beider Teams war deutlich emotionaler und geprägt von harten Angriffsschlägen und umkämpften Abwehraktionen. Dabei zeigten sich die Italienerinnen zu Beginn deutlich besser in der Block-Abwehr, womit sie zahlreiche deutsche Angriffe entschärfen und dann im Gegenangriff verwandeln konnten. „Leider waren wir nicht so durchschlagskräftig wie gestern. Phasenweise haben wir uns sehr gut zurück gekämpft, aber leider hat uns dann doch die letzte Konsequenz gefehlt“, meinte Louisa Lippmann nach der Partie.
Dabei gelang es der DVV-Auswahl im zweiten Satz, besser in das Spiel zu finden und den Satz bis zum Ende eng zu gestalten, eine Punktchance bei eigenem Satzball konnte jedoch nicht verwertet werden. Auch der dritte Satz verlief trotz zahlreicher Wechsel auf deutscher Seite ähnlich. Einziger Kritikpunkt: trotz Führung über eine große Spielzeit konnte der Satz nicht gewonnen werden. Punktbeste deutsche Spielerinnen waren Anja Brandt (14) und Margareta Kozuch (13).
Koslowski war dennoch nicht unzufrieden: „Das war unser letzter Schritt vor dem Turnier in Ankara. Unser Ziel war, die Mädels nochmals intensiv zu fordern und fit für die Qualifikation zu machen. Somit hat heute erwartungsgemäß etwas die Spritzigkeit und Schnelligkeit gefehlt. Trotzdem waren wir wieder gut im Block und in der Feldabwehr und konnten - bis auf den ersten Satz - die Sätze auch immer knapp gestalten. Alle 16 Spielerinnen haben sich gut und motiviert präsentiert, es ist uns schwer gefallen, eine Entscheidung zu fällen. Aber es muss nun einmal sein.“
Auch Mittelblockerin Anja Brandt zog insgesamt ein positives Fazit der beiden Vorbereitungsspiele: „Die Spiele gegen Italien waren sehr wichtig und gut. Wir haben wieder viel ausprobieren und üben können. Leider war das Glück heute dann in den entscheidenden Momenten doch etwas mehr auf Seite der Italienerinnen.“
Bei der Olympia-Qualifikation trifft die deutsche Mannschaft in der Vorrunde auf die Niederlande (4.1. um 12.00 Uhr), die Türkei (5.1. um 17.30 Uhr) und Kroatien (6.1. um 14.30 Uhr). In der anderen Vorrundengruppe stehen sich Belgien, Italien, Polen und Russland gegenüber. Lediglich der Turniersieger qualifiziert sich für die Olympischen Spiele in Rio, der Zweit- und Drittplatzierte erhalten eine zweite Qualifikationschance bei einem Achter-Turnier in Japan (Mai/Juni 2016).
Folgende 14 Spielerinnen werden bei der Olympia-Qualifikation in Ankara dabei sein
Zuspiel: Mareen Apitz (Azeryol Baku/AZE), Kathleen Weiß (Prostejov/CZE)
Außenangriff: Maren Brinker (Montichiari/ITA), Heike Beier (Lodz/POL), Jennifer Geerties (Schweriner SC), Lisa Izquierdo (Dresdner SC)
Mittelblock: Christiane Fürst (Eczacibasi Istanbul/TUR), Corina Ssuschke-Voigt (NAWARO Straubing), Anja Brandt (Schweriner SC), Wiebke Silge (SC Potsdam)
Diagonalangriff: Margareta Kozuch (Casalmaggiore/ITA), Louisa Lippmann (Dresdner SC)
Libero: Lenka Dürr (Wroclaw/POL), Lisa Thomsen (Allianz MTV Stuttgart)