DVV-Frauen: Neue Ziele im Blick

DVV-Frauen: Neue Ziele im Blick Bundestrainer Giovanni Guidetti und sein Team haben nach dem Erreichen der EM-Zwischenrunde nun neue Ziele im Blick

Das Erreichen der Zwischenrunden war vom DVV-Team vor der EM als erstes Ziel ausgegeben worden. Ein anderes Abschneiden wäre auch mit einer großen Enttäuschung gleichzusetzen gewesen. Doch nach dem Sieg gestern gegen die Türkei haben die DVV-Frauen ihr ‚Minimalziel’ dieser EM erreicht und nun wird der Blick der deutschen Auswahl auf neue Ziele ausgerichtet.

„Unser nächstes Ziel ist mindestens der sechste Platz, denn damit wären wir direkt für die nächste EM qualifiziert“, blickt Bundestrainer Giovanni Guidetti auf die anstehende EM-Zwischenrunde. Die Betonung liegt bei diesem Kommentar des deutschen Coaches aber auf „mindestens“, denn mit dem Sieg gegen die Türkinnen steht das deutsche Team in der Zwischenrundentabelle momentan auf dem dritten Rang, mit allen Chancen noch weiter nach oben zu klettern. „Wir haben jetzt drei Spiele vor uns und wenn wir es schaffen Tschechien, Serbien und Aserbaidschan zu schlagen, können wir sogar ins Halbfinale einziehen. Das wäre natürlich ein riesiger Erfolg für uns“, schaut Guidetti auf das nächste, große Ziel bei diesen Europameisterschaften.

Das Erreichen der Runde der letzten vier Teams wäre in mehrfacher Hinsicht für die deutsche Auswahl ein großer Erfolg und ein zugleich auch ein gewaltige Chance. Denn in der Finalrunde in Lodz werden nicht nur die EM-Medaillen vergeben, sondern auch gleichzeitig die direkte Qualifikation für World Grand Prix 2010. Weil der internationale Terminkalender, unter anderem durch die WM-Qualifikationen, in diesem Jahr kein Grand Prix-Qualifikationsturnier mehr zuließ, sind nun die ersten drei Teams dieser EM für den nächsten Grand Prix direkt qualifiziert. Eine kleine Ausnahme dieser Regel gibt es allerdings: Sollte das polnische Team, das für den Grand Prix bereits eine Wildcard hat, unter den ersten drei Teams sein, ist auch der Vierte dieses EM beim Grand Prix nächstes Jahr dabei.

Diese Regelung wertet das Erreichen der EM-Finalrunde noch mal auf, was nach der derzeitigen guten Ausgangslage ‚Begehrlichkeiten’ im deutschen Team weckt. „Ich will jetzt unbedingt nach Lodz in die Finalrunde und dafür werde ich alles geben“, hatte Corina Ssuschke direkt nach dem ‚Krimi-Sieg’ gegen die Türkei als neues persönliches Ziel ausgegeben und dieser Wunsch ist nach dem bisherigen Turnierverlauf nun wirklich im Bereich des Möglichen.

Der deutsche EM-Kader:
Lisa Thomsen (Schweriner SC), Kerstin Tzscherlich (Dresdner SC), Anne Matthes (Forli/ITA), Sabrina Roß (Allianz Volley Stuttgart), Maren Brinker (USC Münster), Corina Ssuschke (Prostejov/CZE), Margareta Kozuch (Novara/ITA), Heike Beier (Piacenza/ITA), Kathleen Weiß (Perugia/ITA), Christiane Fürst (Bergamo/ITA), Lenka Dürr, Sarah Petrausch, Lena Möllers (Rote Raben Vilsbiburg), Kathy Radzuweit (VT Aurubis Hamburg)

Delegationsleiter: Han Abbing
Bundestrainer: Giovanni Guidetti
Co-Trainer: Felix Koslowski
Co-Trainer: Alessandro Beltrami
Teamarzt: Dr. Tobias Gotterbarm
Physiotherapeut: Götz von Richthofen
Scout: Carmelo Borruto
Team-Journalist: Matthias Willnat

Info
Kurz vor der EM hat sich Kathleen Weiß für einen neuen Verein in der nächsten Saison entschieden. Die deutsche Zuspielerin unterschrieb bei Pallavolo Sirio Perugia einen 1-Jahres-Vertrag.

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