DVV-Frauen: EM-Halbfinale zum Greifen nah

DVV-Frauen: EM-Halbfinale zum Greifen nah Wenn die deutschen Frauen heute gegen Aserbaidschan (17:30 Uhr, live auf www.laola1.tv) so konzentriert agieren, könnte der Sprung ins EM-Halbfinale gelingen

Wenn die deutsche Frauen-Nationalmannschaft heute um 17:30 Uhr (live auf www.laola1.tv) gegen Aserbaidschan ihr letzte Spiel der Zwischenrunde gewinnen sollte, hat die DVV-Auswahl ihr großes Ziel bei diesen Europameisterschaften erreicht: Das deutsche Team steht dann im EM-Halbfinale.

Somit haben die Spielerinnen von Bundestrainer Giovanni Guidetti alles selbst in der Hand. Eine riesiger Vorteil, den sich das deutsche Team mit tollen Leistungen selbst erarbeitet hat. Der Sieg gestern gegen den aktuellen Vize-Europameister Serbien war hier ein wichtiges Teil des ‚Erfolgspuzzles’. Wie schon gegen die Türkei spielten die deutschen Frauen im Tiebreak ihr bestes Volleyball: Nervenstark, klug, fehlerfrei und mit einem unglaublichen Glauben an sich selbst. Gegen diese Stärken, und dem Willen der DVV-Spielerinnen dieses Spiel zu gewinnen und so weiter an das große Ziel - EM-Halbfinale – heranzurücken, hatten die Serbinnen am Ende keine Chance.

Auch wenn die Leistung der DVV-Auswahl bemerkenswert war, heute gegen Aserbaidschan muss das deutsche Team erneut eine starke Performance zeigen um das EM-Halbfinale zu erreichen. Denn sollte Serbien im Spiel zuvor (15 Uhr) gegen die bereits fürs Halbfinale qualifizierten Italienerinnen gewinnen oder den Türkinnen ein glatter Sieg gegen die Tschechische Republik gelingen, ist das DVV-Team nur bei einem Sieg sicher in der Finalrunde.

Wie schwer ein Sieg gegen Aserbaidschan sein kann, haben die DVV-Frauen bereits dieses Jahr erlebt. Bei der WM-Qualifikation im niederländischen Almere konnten die deutschen Spielerinnen eine spannende Partie ‚nur’ denkbar knapp mit 3:2 (25-18, 25-21, 20-25, 24-26, 15-13) gewinnen. „Aserbaidschan darf man nie unterschätzen. Wenn das Team einen guten Tag erwischt, kann es unglaublich spielen“, weiß Bundestrainer Giovanni Guidetti und erinnert auch noch mal an das Match in Almere. „Aserbaidschan hat ab dem dritten Satz ganz stark angegriffen und dabei kaum Fehler gemacht. Wenn sie so agieren, ist es ganz schwer, sie zu schlagen. Zudem hat das Team mit Natalya Mammadova eine Spielerin in seinen Reihen, die auch mal mehr als 30 Punkte im Match machen kann. Aber mein Team hat in diesem Turnier schon mehrfach gezeigt, dass es schwierige Situationen meistern kann und ich denke, mit unserem großen Ziel vor Augen, werden wir die Chance nutzen und das Spiel für uns entscheiden.“

Der deutsche EM-Kader:
Lisa Thomsen (Schweriner SC), Kerstin Tzscherlich (Dresdner SC), Anne Matthes (Forli/ITA), Sabrina Roß (Allianz Volley Stuttgart), Maren Brinker (USC Münster), Corina Ssuschke (Prostejov/CZE), Margareta Kozuch (Novara/ITA), Heike Beier (Piacenza/ITA), Kathleen Weiß (Perugia/ITA), Christiane Fürst (Bergamo/ITA), Lenka Dürr, Sarah Petrausch, Lena Möllers (Rote Raben Vilsbiburg), Kathy Radzuweit (VT Aurubis Hamburg)

Delegationsleiter: Han Abbing
Bundestrainer: Giovanni Guidetti
Co-Trainer: Felix Koslowski
Co-Trainer: Alessandro Beltrami
Teamarzt: Dr. Tobias Gotterbarm
Physiotherapeut: Götz von Richthofen
Scout: Carmelo Borruto
Team-Journalist: Matthias Willnat

Info
Kurz vor der EM hat sich Kathleen Weiß für einen neuen Verein in der nächsten Saison entschieden. Die deutsche Zuspielerin unterschrieb bei Pallavolo Sirio Perugia einen 1-Jahres-Vertrag.

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