Dresdner SC ist Deutscher Meister der weiblichen U18
Der Weg zum Titel war für die Dresdnerinnen jedoch alles andere als einfach. Bereits in der Gruppenphase warteten mit dem RSV Borken, dem Schweriner SC und dem TV Altdorf anspruchsvolle Gegnerinnen. Auch in der K.o.-Runde blieb der spätere Meister gefordert: Im Viertelfinale setzte sich der DSC gegen den SV Karlsruhe-Beiertheim durch, ehe im Halbfinale der TV Rottenburg bezwungen wurde.
Im Finale traf Dresden schließlich auf den bis dahin makellos auftretenden SC Potsdam. Die Brandenburgerinnen hatten auf dem Weg ins Endspiel keinen einzigen Satz abgegeben und sowohl die Gruppenphase gegen den VoR Paderborn, den VV Humann Essen und den VC Wiesbaden als auch die anschließenden Duelle gegen die Dessau Volleys und den TSV TB München souverän gewonnen.
Entsprechend intensiv entwickelte sich das Endspiel. Dresden erspielte sich in beiden Sätzen immer wieder kleine Vorteile, doch Potsdam kämpfte sich mehrfach zurück und hielt die Partie bis in die Schlussphase offen. Letztlich behielt der Dresdner SC in den entscheidenden Momenten die Nerven und sicherte sich mit zwei knappen Satzgewinnen verdient den Meistertitel.
Insgesamt bestätigten die favorisierten Teams ihre starke Rolle im Teilnehmerfeld. Mehrere Mannschaften reisten mit Spielerinnen an, die bereits Erfahrungen in DVV-Auswahlteams oder in der 2. Bundesliga Pro gesammelt haben. Für eine Überraschung sorgte hingegen das frühe Ausscheiden des Schweriner SC. Der traditionell stark einzuschätzende Nachwuchsstandort fand mit seinem jungen und verletzungsbedingt geschwächten Kader nie richtig ins Turnier und belegte am Ende Rang sieben – trotz eines Satzgewinns gegen den späteren Deutschen Meister in der Vorrunde.
Auch Gastgeber VoR Paderborn erlebte zunächst einen schwierigen Start ins Turnier. In der Gruppenphase verhinderten Nervosität und fehlender Spielfluss bessere Ergebnisse. In den Platzierungsspielen zeigte sich das Team jedoch deutlich stabiler und gewann sowohl gegen den VT Hamburg als auch gegen den TV Altdorf. Mit Platz 13 erreichte der Ausrichter damit nahezu das zuvor ausgegebene sportliche Ziel.
Großes Lob erhielt der VoR Paderborn zudem für die Organisation und Durchführung der Meisterschaft. Mannschaften, Betreuer*innen sowie Fans hoben insbesondere den reibungslosen Ablauf, die stimmungsvolle Atmosphäre und das große Engagement der zahlreichen Helferinnen und Helfer hervor. Rund 650 Zuschauer*innen sorgten an beiden Tagen für einen würdigen Rahmen. Auch die eigens organisierte Elternparty am Samstagabend trug zur positiven Stimmung bei. Paderborns Vorsitzender Klaus Böhm zog entsprechend ein positives Fazit: „Das ist Ehrenamt in seiner Reinform. Was wir hier auf die Beine gestellt haben, ist außergewöhnlich und wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.“