VNL: DVV-Männer feiern Sieg gegen Olympiasieger Frankreich

VNL: DVV-Männer feiern Sieg gegen Olympiasieger Frankreich Foto: volleyballworld Die deutsche Männer-Nationalmannschaft hat die erste Woche der Volleyball Nations League (VNL) in Ottawa (Kanada) mit einem Sieg beendet. Gegen Olympiasieger Frankreich feierte das Team von Bundestrainer Massimo Botti nach einem Krimi im ersten Satz einen 3:1-Sieg (40:38, 19:25, 25:20, 25:22).

Die DVV-Männer starteten gut in die Partie und kämpften sich nach einem Rückstand im ersten Satz wieder zurück. Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. Beide Teams hatten zahlreiche Chancen zum Satzgewinn. Nach insgesamt acht abgewehrten Satzbällen der Franzosen konnte John schließlich den achten Satzball der Deutschen nutzen und sein Team damit in Führung bringen. Im zweiten Durchgang liefe das DVV-Team schnell einem Rückstand hinterher und konnte diesen auch nicht mehr aufholen. Ähnlich lief es im dritten Satz, nur waren es diesmal die Deutschen, die mit drei Assen in Folge von Moritz Reichert früh in Führung gingen und den Satz ungefährdet nach Hause brachten. In Durchgang vier erwischten die DVV-Männer erneut den besseren Start, kassierten jedoch schnell den Ausgleich und liefen kurz darauf einem Rückstand hinterher. In der Schlussphase konnten sie sich jedoch auf ihren Aufschlag verlassen und schließlich den Sieg feiern. Beste Spieler im deutschen Team waren Filip John mit 19 Punkten und Simon Torwie mit 14 Punkten.

Kapitän Jan Zimmermann zeigte sich nach dem Sieg erleichtert: „Es war wichtig für uns, die Woche mit einem Sieg abzuschließen und mit einem guten Gefühl nach Hause zu reisen. In den anderen beiden Spielen war mehr drin, daher freuen wir uns jetzt sehr über den Sieg.“

Auch Bundestrainer Massimo Botti freute sich über seinen zweiten VNL-Sieg mit seinem neuen Team: „Es fühlt sich großartig an. Mit zwei Siegen in dieser schweren ersten Woche können wir zufrieden sein, das ist ein gutes Ergebnis.“ Innerhalb der letzten fünf Tage hatten es die DVV-Männer in Quebec mit gleich drei der Top-Fünf-Teams der Weltrangliste zu tun bekommen. Gegen Kanda und Frankreich gelangen Siege, gegen Weltmeister Italien und die USA mussten sich die Deutschen geschlagen geben. Woche zwei startet für das Team von Massimo Botti am 24. Juni in Polen.

Spielbericht

Botti startete mit folgender Starting Seven: Jan Zimmermann, Filip John, Tobias Brand, Erik Röhrs, Tobias Krick, Simon Towrwie und Ruben Schott. John machte den ersten Punkt der Partie. Krick verwandelte nach einem starken Aufschlag von Torwie zum 3:1. Anschließend ging es ausgeglichen weiter, beide Teams hielten ihr Sideout, sodass sich zunächst kein Team absetzen konnte (14:14). Mit zwei Blocks gegen John und Brand sowie einer guten Abwehr gelangen dann den USA die ersten Breaks zum 14:17. Botti brachte wie gewohnt Eric Burggräf und Yann Böhme. Nach einem guten Aufschlag des Diagonalangreifers verkürzte Brand auf 18:19. Nach einem langen Ballwechsel mit starken Abwehraktionen auf beide Seiten erhöhte Clevenot wieder auf 18:21. Röhrs erwischte gerade noch so die Finger des Französischen Blocks zum 21:21-Ausgleich. Nach zwei Fehlern der Franzosen gingen die Deutschen erstmals wieder in Führung (23:21). Röhrs sorgte für zwei Satzbälle, vergab den ersten jedoch und scheiterte beim zweiten am französischen Block. Was sich dann abspielte, war nichts für schwache Nerven. Die Franzosen erspielten sich zwei Satzbälle, die Brand und Torwie abwehrten. Es ging hin und her, mal hatte Deutschland Satzball, mal die Franzosen. Einige wurden abgewehrt, andere leichtfertig vergeben. Erst den achten Satzball konnte John schließlich zur 1:0-Führung verwandeln.

Frankreich hakte den bitteren Satzverlust jedoch schnell ab und zog mit guten Block-Abwehraktionen direkt auf 2:7 davon. Moritz Reichert kam für Röhrs. Krick packte im Block zu (4:7), doch die Franzosen erhöhten direkt wieder auf 6:11. John servierte ein Ass, Torwie packte im Block zu, Reichert und Krick punkteten im Angriff (13:15). Doch in der Schlussphase waren die Angriffe der Deutschen nicht mehr zwingend genug, sodass die Franzosen auf 17:23 davonzogen. Nach einem Aufschlagfehler von Reichert hatten die Olympiasieger sechs Satzbälle, wovon sie den zweiten verwandelten.

Krick, Brand, Reichert und John punkteten zu Beginn des dritten Durchgangs (5:4). Dann servierten Reichert drei Asse in Folge zum 8:4. Mit zwei starken Angriffen erhöhte Brand auf 10:5. Die Franzosen machten es den Deutschen in dieser Phase mit mehreren Aufschlagfehlern leicht (15:9). Dann schlichen sich allerdings auch bei den Deutschen ein paar Fehler im Angriff ein, sodass die Franzosen auf 15:12 heran kamen und den Rückstand mit einem Ass weiter verkürzten (19:17). In der Endphase war es vor allem John, der für sein Team im Angriff, Block und Aufschlag punktete (23:19). Torwie bescherte den DVV-Männern fünf Satzbälle, wovon Reichert den zweiten nutzte.

Die Deutschen hielten den Druck zunächst hoch und gingen in Durchgang vier mit einem Block von John schnell mit 6:2 in Führung. Doch dann wackelte die Annahme, zudem ließen sie einige Chancen im Angriff liegen, sodass die Franzosen den Spielstand zum 7:9 drehten. John durchbrach schließlich den französischen Lauf (8:9) und Krick erzielte mit einem Block den 10:10-Ausgleich. Die Franzosen wirkten nun etwas entschlossener und setzten sich wieder leicht ab (14:17). Die DVV-Männer wollten den Tiebreak aber um jeden Preis vermeiden und mit seinem vierten Ass glich Reichert wieder aus (17:17). Torwie brachte mit einem weiteren Ass die Führung (19:18). Nach einem starken Aufschlag von Brand sorgte Reichert für drei Satzbälle. Den zweiten verwandelte John.

Spielplan VNL Woche 1

Donnerstag, 11. Juni, 1:30 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Kanada

3:2 (24:26, 25:19, 20:25, 25:21, 15:13)

Donnerstag, 11. Juni, 22:00 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Italien

1:3 (20:25, 25:20, 21:25, 31:33)

Freitag, 12. Juni, 22:00 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. USA

0:3 (22:25, 15:25, 20:25)

Sonntag, 14. Juni, 17:00 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Frankreich

3:1 (40:38, 19:25, 25:20, 25:22)

Kompletter VNL-Spielplan