VNL: DVV-Frauen feiern klaren Sieg gegen Belgien

VNL: DVV-Frauen feiern klaren Sieg gegen Belgien Foto: volleyballworld Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen China hat sich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit einem eindrucksvollen Sieg in der Volleyball Nations League (VNL) zurückgemeldet. Gegen Belgien setzte sich das Team von Bundestrainer Giulio Bregoli souverän mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:21) durch.

Mit einer insgesamt sehr stabilen Leistung überzeugten die DVV-Frauen vor allem durch einen starken Aufschlag sowie eine starke Block- und Feldabwehr. Insbesondere Libera Annie Cesar zeigte eine herausragende Defensivleistung. Im Vergleich zu den vergangenen Partien nutzte Deutschland seine Chancen deutlich konsequenter und belohnte sich damit für den hohen Aufwand in der Abwehr.

Im ersten Satz erspielte sich die deutsche Mannschaft mehrfach komfortable Führungen, ließ Belgien nach zwischenzeitlichen Ungenauigkeiten jedoch immer wieder herankommen. In der entscheidenden Phase agierte das Team dann konsequent und sicherte sich den Durchgang mit 25:20. Im zweiten Satz setzte sich Deutschland nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase mit einer Serie von sechs Punkten entscheidend ab und dominierte das Geschehen bis zum klaren Satzgewinn. Der dritte Durchgang entwickelte sich zu einem intensiven Schlagabtausch, in dem beide Teams um jeden Ball kämpften. In der Schlussphase erhöhte Deutschland nochmals den Druck und brachte den Vorsprung souverän ins Ziel. Beste Scorerinnen auf deutscher Seite waren Emilia Weske mit 13 Punkten sowie Camilla Weitzel mit 12 Zählern.

„Es fühlt sich großartig an. Wir hatten einen schwierigen Start in die VNL, deshalb bin ich sehr stolz darauf, wie wir nach der ersten Woche hier in Ankara aufgetreten sind“, sagte Mittelblockerin Camilla Weitzel. „Wir spielen endlich auf dem Niveau, das wir können. Natürlich gibt es noch Dinge, an denen wir arbeiten und uns verbessern müssen, aber das ist ein Prozess. Dieser Sieg ist ein weiterer wichtiger Schritt – auch für unser Selbstvertrauen und den Glauben an unsere eigenen Fähigkeiten.“

Foto: volleyballworld
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Auch Bundestrainer Giulio Bregoli zeigte sich zufrieden: „Natürlich sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Belgien hatte vermutlich das Fünfsatzspiel gegen Italien vom Vortag noch in den Beinen, das hat sicherlich Einfluss auf die Partie gehabt. Auf der anderen Seite haben wir sehr gut aufgeschlagen und unsere Qualitäten konsequent genutzt. Deshalb haben wir diesen Sieg verdient. Aber es ist nur ein Spiel. In den kommenden Tagen wartet eine hohe Belastung auf uns. Wir sind vorbereitet, aber unsere Aufgabe ist noch nicht erledigt.“

Spielbericht

Bregoli begann mit Sarah Straube, Emilia Weske, Lina Alsmeier, Pia Timmer, Camilla Weitzel, Anastasia Cekulaev und Annie Cesar. Das deutsche Team starte gut in die Partie und erspielte sich dank starker Abwehrarbeit direkt eine 8:4-Führung. Doch wie schon in den Spielen zuvor nutzten die DVV-Frauen ihre Chancen nicht konsequent und so kam Belgien direkt wieder auf 9:8 heran. Mit zwei Assen von Alsmeier und einem Angriff von Weitzel zogen die Deutschen erneut davon (14:9), doch nach Annahmeproblemen glichen die Belgierinnen wieder aus (15:15). Bregoli brachte Antonia Stautz, Hannah Kohn und Lena Kindermann. Nach einer überragenden Abwehr von Statz verwandelte Kindermann zum 19:16. Patricia Nestler wurde eingewechselt, um die Annahme und Abwehr zu stärken. Diesmal hielten die DVV-Frauen den Vorsprung und nach zwei Blocks von Kindermann und Weske hatten sie sechs Satzbälle. Zwei vergaben sie, ehe Weske zur 1:0-Satzführung punktete.

Stautz blieb auf dem Feld. Cekulaev packte im Block zu (3:0), doch Belgien blieb dran und glich zum 6:6 aus. Danach drehten die Deutschen auf: Weitzel packte zweimal im Block zu, Straube servierte ein Ass und so zogen sie mit sechs Punkten in Folge auf 12:6 davon. Die DVV-Frauen ließen nun nichts mehr anbrennen. Weske servierte ein weiteres Ass und punktete nach mehreren spektakulären Abwehraktionen ihres Teams mit einem cleveren Tip zum 17:9. Bregoli brachte Monique Strubbe, die direkt zweifach punktete (19:10). Nach einem spektakulären Ballwechsel mit starken Abwehraktionen hatten die Belgierinnen am Ende das Glück auf ihrer Seite, ebenso beim folgenden Netzroller-Ass zum 20:15. Weitzel erhöhte mit zwei Punkten wieder auf 23:16 und sorgte kurz darauf für sechs Satzbälle. Den ersten wehrte Belgien ab, dann landete ihr Aufschlag im Netz.

Strubbe spielte weiter. Der vierte Satz begann ausgeglichen (7:7). Nach einer überragenden Abwehr von Stautz packte Weitzel im Block zu und sorgte für die erste Zwei-Punkte-Führung in diesem Satz (9:7). Beide Teams kämpften nun um jeden Ball – mal mit dem besseren Ende für Belgien, mal für Deutschland. Der belgische Block war nun präsenter (12:12). Kohn und Kindermann kamen erneut aufs Feld, ebenso wie Cekulaev. Mit drei Punkten in Folge konnten sich die Deutschen erstmals wieder leicht absetzen (17:14). Doch die nächsten zwei Punkte gingen wieder an Belgien. Der deutsche Block stand in der Schlussphase gut, sodass der Vorsprung wieder auf 20:16 wuchs. Die DVV-Frauen behielten die Nerven und ließen nichts mehr anbrennen.

Spielplan VNL Woche 2

Mittwoch, 17. Juni, 11:30 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. China

2:3 (27:25, 23:25, 25:18, 20:25, 6:15)

Freitag, 19. Juni, 18:30 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Belgien

3:0 (25:20, 25:19, 25:21)

Samstag, 20. Juni, 18:30 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Türkei

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Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr (dt. Zeit)

Deutschland vs. Brasilien

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