Leistungsschau der Talente: Bundespokal 2026 begeistert in Dresden
Sportlich bot der Bundespokal zahlreiche spannende Begegnungen. Viele Partien waren hart umkämpft und wurden erst in den entscheidenden Phasen entschieden. „Insgesamt hatten wir ein sehr enges Teilnehmerfeld mit vielen ausgeglichenen und spannenden Spielen. Es gab somit auch die eine oder andere sportliche Überraschung, was für eine gewisse Ausgeglichenheit der Teams spricht“, sagte Michael Warm, DVV-Chef-Bundestrainer Nachwuchs.
Bei den Mädchen setzte sich mit Bayern am Ende eines der jüngsten Teams des Turniers durch. Im Finale zeigte die Auswahl mutiges und gleichzeitig cleveres Volleyball gegen zunächst sehr starke Spielerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern. Bei den Jungen dominierte Hessen unter der neuen Landestrainerin Zarah Kalhor das Turniergeschehen. Die Mannschaft blieb während des gesamten Wettbewerbs ohne Satzverlust, obwohl Gastgeber Sachsen im Finale lange erbitterten Widerstand leistete.
Erfolgreiches Pilotprojekt beim Aufschlag
Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Weiterentwicklung der Angriffstechniken. Entsprechend einer gemeinsamen Vereinbarung durfte ausschließlich per Topspin-Aufschlag serviert werden. „Den Tendenzen im Spitzenbereich folgend wollen wir die Angriffstechnik der jungen Talente in den Fokus stellen und haben daher vereinbart, dass der Aufschlag nur per Topspinaufschlag erfolgen darf“, erläuterte Warm.
Das Fazit des Nachwuchs-Cheftrainers fiel durchweg positiv aus: „Ich war absolut positiv überrascht, mit welcher Leichtigkeit und Qualität nahezu alle Spieler*innen fast ausschließlich Topspin-Sprungaufschläge gezeigt haben. Das sah schon wirklich gut aus und gerade bei den Mädchen hätte ich das in der Breite weit nicht erwartet. Mein Kompliment vor allem auch an alle beteiligten Trainer*innen.“
Umfangreiche Sichtung für Volleyball und Beach-Volleyball
Neben dem sportlichen Wettbewerb stand die Talentsichtung im Mittelpunkt. Das DVV-Trainerteam um die Bundestrainer*innen im Volleyball und Beach-Volleyball sowie die Bundesstützpunkttrainer*innen beobachteten die Nachwuchstalente genau.
„Es hat uns sehr geholfen, dass die Diagnostik mit den 440 Spieler*innen am ersten Tag so reibungslos geklappt hat“, bedankte sich Warm beim VCO Dresden für die Unterstützung. So standen dem Trainerteam von Beginn an hilfreiche Infos zu allen Spieler*innen zur Verfügung, die sie jederzeit per App abrufen konnten. „Im Team ergab sich somit ein recht detailliertes Bild zu allen Spieler*innen“, erklärte Warm.
Erstmals standen dabei insbesondere die Spielerinnen und Spieler des Jahrgangs 2012 im Fokus. „In knapp 8 Wochen spielen wir noch den Rising-Talent Beach-Volleyball in dieser Altersstufe (U15) und dann werden wir jeweils etwa 30 Spieler*innen dieses Jahrgangs zur zentralen Sichtung nach Kienbaum einladen“, kündigte Warm an. Bis dahin werde bewusst noch nicht zwischen Volleyball und Beach-Volleyball unterschieden: „Wir suchen gemeinsam die Talente für beide Disziplinen.“
Gleichzeitig wurde auch die Entwicklung des Jahrgangs 2011 intensiv verfolgt. „Wir werden hier sicher gezielt noch einzelne Einladungen zu Probetagen an einen der Bundesstützpunkte aussprechen, um solche Talente noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen“, erklärten die beiden Bundestrainer Dominic von Känel und Justin Wolff unisono.
Starker Gastgeber und beste Rahmenbedingungen
Der Bundespokal 2026 hat damit einmal mehr gezeigt, wie leistungsstark, engagiert und begeisterungsfähig der deutsche Volleyball-Nachwuchs ist – auf und neben dem Spielfeld.
Als Ausrichter sorgten der VCO Dresden und der Sächsische Sportverband Volleyball (SSVB) für optimale Bedingungen. Die JoyNext-Arena erwies sich als ideale Spielstätte für das Nachwuchs-Highlight. Auch in den weiteren Hallen herrschte während des gesamten Wochenendes eine hervorragende Stimmung. Ein besonderer Dank gilt der Bundesstützpunktleiterin Christiane Fürst sowie den beiden Cheforganisatorinnen vor Ort, Sebastian Resch und Linda Schmidt, die gemeinsam mit ihren Teams für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
„Am meisten habe ich mich darüber gefreut, zu spüren, dass alle Beteiligten das ganze Wochenende in einem Boot saßen und somit zu diesem Volleyballfest des Nachwuchsleistungssports beigetragen haben. Organisatoren, Zuschauer, die Teams, aber auch das gesamte DVV-Trainerteam... Alle haben ihren Beitrag geleistet!“, bilanzierte Michael Warm.