Europameistertitel für die deutschen Ü45-Männer

Europameistertitel für die deutschen Ü45-Männer Foto: IVVA Bei der Europameisterschaft der IVVA (International Veteran Volleyball Association) in Prag holten die für Deutschland angetretenen Teams insgesamt neun Medaillen, sieben Mal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Die Männer der Ü45-Vertretung konnten ihren Titel erfolgreich verteidigen. Dabei musste das Team nach vielen erfolgreichen, gemeinsamen Jahren auf einige altgediente Mitstreiter verzichten.

Andreas Klimm, Torsten Schulz und Mike Luner hatten das Team verlassen, um in der nächst höheren Altersklasse anzutreten. Clemens Weinrich beendete seine Volleyball-Laufbahn nach den letztjährigen Meisterschaften.

Um für spielerischen Ersatz zu sorgen, griffen die Mannschaftverantwortlichen dann aber direkt in das oberste Regal. Mit Georg Wiebel, Björn Andrae und Arndt Schlierbach konnten international erfahrene Zugänge verpflichtet werden.

Das so neu zusammengestellte Team brauchte im Turnier zunächst etwas Zeit, um spielerisch zusammenzufinden, konnte aber mit einem abschließenden Sieg gegen Dänemark als Gruppenerster die Vorrunde beenden.

Im Habfinale gegen Italien stellte dann vor allem Diagonalspieler Roberto Cazzaniga die deutsche Auswahl immer wieder vor Probleme in Annahme und Abwehr. Nicht umsonst galt er in seiner Glanzzeit als einer der besten Aufschläger der Serie A. Mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung setzte sich die Bundesauswahl aber am Ende mit 2:1 Sätzen durch und qualifizierte sich für das Finale.

Dort wartete mit der Slowakei ein Team, das bis dahin problemlos durch das Turnier marschiert war. Entsprechend konzentriert ging die deutsche Auswahl in das Spiel.

Über die gesamte Spieldauer konnte man sich zwar einen kleinen Vorsprung erarbeiten, die Slowaken steckten aber nie auf und blieben bis zum Schluss auf Tuchfühlung. In einem spannenden und hochklassigen Endspiel behielt die deutsche Ü45 letztendlich aber mit 25:21 und 25 21 die Oberhand und sicherte zum zweiten Mal in Folge den Europameistertitel für den DVV.

Zum MVP der Alterskategorie wurde gleich bei seinem ersten Auftritt einer der neuen, nämlich Björn Andrae, gekürt. Für die Mannschaft war dies gleich noch ein Grund mehr, um im Anschluss an die Siegerehrung das Erreichte im Nachtleben der Goldenen Stadt ausgiebig zu feiern.

Für die kommenden Aufgaben, insbesondere für die Weltmeisterschaft im Oktober 2026 in Spanien, gibt es mehr als ausreichend Gründe optimistisch zu sein. Nach diesem Erfolg in Prag gehört die DVV-Auswahl dort ganz klar mit zum engsten Favoritenkreis.

Bericht: Marcus Krössin