Deutschland 65+ ohne Satzverlust Europameister - Achtungserfolg für Deutschland 70+
GOLD:
Team Germany 45+ (Männer-Altersklasse 45-55 / MVP: Björn Andrae)
Team Germany 65+ (Männer-Altersklasse 65 u.älter / MVP: Jörg Hinsken)
Team Germany 40+ (Frauen-Altersklasse 34-47 / MVP: Kathleen Weiss, Susanne Maier)
Team Germany 50+ (Frauen-Altersklasse 48-55)
Team Germany 56+ (Frauen-Altersklasse 56 u. älter / MVP: Sandra Gransberger)
Beach-Volleyball-Team Julia Kopf / Romy Richter (Frauen-Altersklasse 34-39 / MVP: Julia Kopf)
Beach-Volleyball-Team Andrea Kühn / Stefanie Ladewig (Frauen-Altersklasse 40-49)
SILBER:
Beach-Volleyball-Team Andrea Kühn / Stefanie Ladewig (Frauen-Altersklasse 34-39)
BRONZE:
Beach-Volleyball-Team Ralf Jeder/ Uwe Schönauer (Männer-Altersklasse 60 u. älter)
Männer 65+ und 70+
Was für ein großartiger Erfolg der deutschen Volleyball-Seniorennationalmannschaft 65+ bei der EM in Prag. Die Mannschaft setzte sich gegen die sehr starke Konkurrenz zunächst in der Gruppenphase mit drei hochverdienten 2:0 Siegen gegen die starken Teams aus der Slowakei (25.14, 25:14), Rumänien (25:14, 25:21) und den hohen Favoriten Polen (25:17, 25:20) durch. Im Viertelfinale konnte sich die Mannschaft weiter steigern und besiegte auch die abwehrstarken Franzosen glatt mit 2:0 (25:14, 25:13).
Da sich die Deutsche 70+ Mannschaft in der anderen Gruppe nach zwei Siegen gegen Frankreich (25:20, 25:19) und Schweden (25:8, 25:18) sowie zwei Niederlagen gegen Ukraine (15:25, 23:25) und Tschechien (23:25, 25:17, 8:15) den 2. Platz in der Gruppenphase gesichert hatte und das anschließende Viertelfinale mit ihrer besten Turnierleistung 2:0 (25:22, 25:21) gewonnen hatte, kam es nun zu dem ungeliebten direkten Aufeinandertreffen der beiden Deutschen Seniorenteams 65+ und 70+.
Vor dem Spiel war der Respekt bei der jüngeren Mannschaft gegenüber ihren älteren befreundeten Volleyballern sehr groß. Ohne große Gegenwehr endete das Aufeinandertreffen der beiden Deutschen Teams mit einem glatten 2:0 (25:10, 25:11) und dem Sieg der 65+ Mannschaft.
Im kleinen Finale kam es somit zu einem erneuten Spiel zwischen der Ukraine, die das andere Halbfinale überraschend eindeutig gegen stark aufspielende Polen mit 0:2 verloren hatte, und dem Team Deutschland 70+.
Lange Zeit konnten die älteren Volleyballer um Kapitän Uwe Schlittenhardt den Ukrainern Gegenwehr leisten. Leider fehlte an den Satzenden dann auch etwas das Glück, so dass man nach einer 0:2 (21:25, 20:25) Niederlage mit dem undankbaren 4. Platz das Turnier beenden musste, ein respektabler und schöner Erfolg in der Altersklasse 65+ bei 9 sehr starken Mannschaften.
Das Endspiel zwischen Polen 65+ und Deutschland 65+ sollte in dieser Altersklasse das beste Spiel des Turniers werden. Beide Mannschaften hatten sich in den vorangegangenen Spielen immer besser in ihren Teams eingespielt. Die deutsche Mannschaft hatte den Vorteil, dass sie gegenüber ihrem Gegner 12 nahezu gleichwertig starke Spieler in ihrem Kader hatte, der es dem Trainerfuchs Pitt Richter erlaubte, immer wieder ausgeruhte Spieler von der Bank als Verstärkung einzuwechseln.
Grundlage für die am Ende der beiden Sätze doch klaren Satzgewinne (25:17, 25:16) war die phantastische Stimmung, sowohl auf als auch neben dem Spielfeld, das kluge Zuspiel des später zum MVP gewählten Zuspielers Jörg Hinsken, die bestens vom Libero Uwe Burkard organisierten Dreierriegel in der Annahme mit den Außenangreifern Dirk Henny, Andy Wichtel, Andreas Pakszies und Karl Schumann , klug gespielten Angriffsbällen über die Außenpositionen sowie oft wuchtigen Angriffsschlägen auf der Diagonalposition von Jan Böhmer oder Bernd Ruhs und den mit viel Übersicht vorgetragenen Angriffen in der Mitte von Klaus Pritzkow und Johannes-Georg Klose sowie dem mit viel Einsatz geprägtem Abwehrspiel aller Spieler und meist sehr gut gestellten Blocks der Mannschaft. Der älteste Teilnehmer der Mannschaft, Wilfried van Meegen, der in einigen Spielen zuvor seine große Klasse als Zuspieler unter Beweis gestellt hatte, gab taktisch wertvolle Tipps von außen.
„Die diesjährige Meisterschaft hat all unsere Erwartungen übertroffen“, bilanzierte freudestrahlend der Kapitän der 65+ Seniorennationalmannschaft Karl Schumann. „Es war unglaublich, mit welcher Leidenschaft und Kampfgeist, hervorragender Stimmung auf und neben dem Feld, taktisch klug vorgetragenem Spiel die Mannschaft aufgetreten ist und dabei die Verletzung des in den ersten drei Spielen überragenden Gerd Gruschwitz ohne Leistungsabfall hinbekommen hat, der leider ab dem 4. Spiel nur noch von außen mit aufmunterten Worten oder taktischen Ratschlägen die Mannschaft unterstützen konnte.
Großen Anteil am Erfolg hat auch Trainer Pitt Richter, der Ende April im Trainingslager in Geldern die Mannschaft gut vorbereitet hatte und während der EM das taktische Konzept vorgab und beim Coaching die richtigen Entscheidungen traf.
Europameister 2026 in der AK 65+ wurden: Wilfried van Meegen, Kapitän Karl Schumann, Dirk Henny, Johannes-Georg Klose, Andreas Pakszies, Bernd Ruhs, Jörg Hinsken, Gerd Gruschwitz, Klaus Pritzkow, Andy Wichtel, Uwe Burkard, Jan Böhmer. Trainer: Pitt Richter
Für Deutschland 70+ spielten: Wolfgang Sprenger, Jochen Becker (Teammanager und Spieler), Michael Oldenburg, Roland Veit, Per Bolin, Michael Johanning, Andreas Neumann, Jens Krüger, Norbert von Auw, Tom Zimmer, Uwe Schlittenhardt (Kapitän), Pitt Richter (Trainer)
Text: Karl Schumann