VNL: DVV-Frauen verpassen nach Niederlage gegen die Niederlande das Final8

VNL: DVV-Frauen verpassen nach Niederlage gegen die Niederlande das Final8 Foto: Berk Yoleri Der Traum von der erneuten Teilnahme am Finalturnier der Volleyball Nations League (VNL) ist für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft geplatzt. Das Team von Bundestrainer Giulio Bregoli unterlag am Freitag in Belgrad den Niederlanden mit 0:3 (23:25, 23:25, 23:25) und hat damit keine Chance mehr, das Final8 zu erreichen.

Das Ergebnis wirkt mit 0:3 deutlich, tatsächlich verliefen jedoch alle drei Sätze auf Augenhöhe. In jeder Phase fehlten den DVV-Frauen nur wenige Punkte, um das Spiel in eine andere Richtung zu lenken. Letztlich machte die Weltranglistenachte aus den Niederlanden in den entscheidenden Momenten den Unterschied, nutzte ihre Möglichkeiten konsequenter und überzeugte vor allem mit einer starken Blockarbeit (6:1 Blockpunkte). Beste Scorerinnen auf deutscher Seite waren Leana Grozer mit 16 Punkten und Lina Alsmeier mit 15 Zählern.

Für die deutsche Mannschaft stehen in Belgrad nun noch zwei Partien auf dem Programm. Am Samstag (20:00 Uhr) trifft das DVV-Team auf Gastgeber Serbien, ehe am Sonntag (16:30 Uhr) gegen Bulgarien der Abschluss der dritten und letzten VNL-Woche folgt.

Stimmen zum Spiel

Lina Alsmeier: „Es tut weh. Ein 0:3 hört sich hart an, und am Ende ist es das auch. Aber es ist bitter, denn in jedem Satz haben uns nur zwei Punkte gefehlt. Wir sind alle sehr unzufrieden, weil wir nicht den Volleyball gegen sie gezeigt haben, den wir spielen wollten. Uns hat im Gegenangriff die Entschlossenheit und auch ein Stück Mut gefehlt. Wenn die Niederlande in schwierigen Situationen waren, haben sie starke Lösungen gefunden. Wir dagegen haben das Risiko gescheut – und mit Sicherheitsvolleyball gewinnt niemand. Wir müssen uns in den nächsten beiden Spielen selbst beweisen, dass wir es besser können. Das haben wir in den vergangenen Wochen bereits gezeigt. Die Zeit ist kurz, aber wir müssen die Köpfe oben behalten und positiv bleiben.“

Bundestrainer Giulio Bregoli: „Den Unterschied hat die Qualität in den Details gemacht. Wir waren im Aufschlag nicht aggressiv genug und unser Zuspiel war nicht immer gut genug. Die Niederlande haben sehr gut gespielt, während wir nicht unser Niveau erreicht haben. Wir haben bislang eine sehr gute VNL gespielt und in der vergangenen Woche gegen starke Gegner hervorragend gekämpft. Dieses eine Spiel definiert weder unser Team noch unser Leistungsniveau. Ein schlechter Tag kann passieren – und trotzdem haben am Ende in jedem Satz nur zwei Punkte gefehlt. Morgen erwarte ich eine Reaktion.“

Spielbericht

Bregoli begann mit Sarah Straube, Emilia Weske, Lina Alsmeier, Leana Grozer, Camilla Weitzel, Monique Strubbe sowie Annie Cesar. Deutschland erwischte einen guten Start und überzeugte vor allem mit einer starken Feldabwehr. Annie Cesar glänzte immer wieder mit spektakulären Rettungsaktionen und hielt ihr Team im Spiel. Nach mehreren Führungswechseln erspielten sich die DVV-Frauen die 23:22-Führung, konnten diesen Vorteil jedoch nicht nutzen. Zwei Angriffsfehler entschieden den ersten Satz zugunsten der Niederländerinnen.

Auch im zweiten Durchgang blieb Deutschland trotz zwischenzeitlicher Rückstände in Schlagdistanz. Immer wieder kämpfte sich das Team heran und glich aus, ließ jedoch erneut mehrere Chancen ungenutzt. Die Niederlande agierten in den entscheidenden Ballwechseln konsequenter und sicherten sich auch den zweiten Satz mit 25:23.

Im dritten Durchgang geriet Deutschland zunächst früh in Rückstand, kämpfte sich aber erneut zurück und glich mehrfach aus. Beim 20:20 und 23:23 war der Satz völlig offen. Doch erneut behielten die Niederländerinnen in der Crunchtime die besseren Nerven und machten mit den letzten beiden Punkten den 3:0-Erfolg perfekt.