German Beach Club Finals: Eintracht Spontent zieht mit Frauen und Männern ins Finale ein

German Beach Club Finals: Eintracht Spontent zieht mit Frauen und Männern ins Finale ein Foto: Justus Stegeman Bei der Premiere der Allianz German Beach Club Finals im Rahmen von "Die Finals" in Hannover stehen die ersten Finalisten fest: Sowohl die Frauen als auch die Männer von Eintracht Spontent sicherten sich am Freitag das Ticket fürs Endspiel. Rund 6.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten hochklassigen Beach-Volleyball im klassischen 2-gegen-2 sowie erneut zwei spektakuläre Golden Sets im neuen 4-gegen-4-Format.

Bei den Frauen machte Eintracht Spontent mit einem hart umkämpften 2:1-Erfolg gegen die BR Volleys den Finaleinzug perfekt. Sandra Ittlinger und Kim van de Velde legten mit einem 21:17, 21:18 gegen Mareet Maidhof und Tabea Schwarz vor. Anschließend erzwang das neuformierte Duo Louisa Lippmann/Melanie Paul mit einem hochklassigen 2:1-Erfolg (18:21, 21:15, 15:12) gegen Svenja Müller und Cinja Tillmann den Golden Set. „Das ist ein geiles Format, ich freue mich auf das Battle“, sagte Louisa Lippmann vor der Entscheidung.

Im Golden Set lieferten sich die acht Spielerinnen einen packenden Schlagabtausch. Am Ende setzte sich Eintracht Spontent mit 21:17 durch und feierte den Finaleinzug. „Es hat riesig viel Spaß gemacht“, sagte Cinja Tillmann, die sich durch das neue Format an ihre Hallenzeit erinnert fühlte: „Ich habe früher 15 Jahre in der Halle zugespielt. Es ist cool, das mal wieder zu machen.“ Das Quartett musste sich in der ungewohnten Konstellation zunächst finden. „Wir mussten uns nochmal aufwärmen. Cinja und Svenja hatten gerade verloren, daher waren die ersten fünf Minuten ein bisschen schwierig. Aber dann war es geil, gemeinsam eine Taktik zu entwickeln und sich gegenseitig zu feiern“, sagte Sandra Ittlinger. Das Frauen-Finale beginnt am Samstag um 15:30 Uhr.

Auch im Männer-Halbfinale musste der Golden Set die Entscheidung bringen. Nach der Niederlage von Niklas Held und Luis Kubo gegen Eric Stadie-Seeber und Mio Wüst (19:21, 17:21) glichen Paul Henning und Lukas Pfretzschner mit einem 21:18, 21:18 gegen Tristan Fröbel und Tamo Wüst zum 1:1 aus. Vor ausverkauftem Haus auf dem Opernplatz schenkten sich beide Teams im Golden Set nichts. Am Ende triumphierten Held/Henning/Kubo/Pfretzschner mit 21:15 und zogen ebenfalls ins Finale (Sonntag ab 13:45 Uhr) ein.

Foto: Justus Stegeman
Foto: Justus Stegeman

Auch bei den Männern kam das neue Format hervorragend an. „Ich hatte wieder ein bisschen Hallenfeeling – in der Mitte zusammenkommen und gemeinsam richtig Gas geben. Das hat extrem Spaß gemacht“, sagte Paul Henning. Niklas Held schwärmte erneut von der Kulisse: „Die Stimmung von den Rängen ist überragend.“

Für die Verlierer der Halbfinals ist der Traum vom Titel aufgrund des Double-Elimination-Modus allerdings noch nicht beendet. Die BR Volleys treffen am Samstag ab 10 Uhr im zweiten Frauen-Halbfinale auf den 1. Beachclub Kiel. Die Norddeutschen hatten sich zuvor im Duell der Viertelfinal-Verlierer gegen den Olympischen Sport Club BW durchgesetzt und sich damit den letzten Halbfinalplatz gesichert. Anna Behlen und Sarah Schulz gewannen souverän gegen Mila Jancar und Josefine Schäkel (21:15, 21:11), anschließend machten Nele Barber und Melanie Gernert mit einem 21:16, 21:16 gegen Clara Dreßen und Leonie Klinke alles klar. Während der Olympische Sport Club BW damit aus dem Turnier ausgeschieden ist, darf der 1. Beachclub Kiel weiter vom Finaleinzug träumen.

Foto: Justus Stegeman
Foto: Justus Stegeman

Auch die Männer des 1. Beachclub Kiel wahrten ihre Chance auf das Endspiel. Bo Hansen und Manuel Harms besiegten zunächst Kim Huber und Valentin Schneckenburg von Beachvolley United mit 21:16, 23:21. Anschließend machten es Hennes Nissen und Milan Sievers spannend und setzten sich erst im Tiebreak knapp gegen Jonas Kaminski und Daniel Kirchner durch (21:17, 19:21, 16:14).

„Es ist immer schön zu gewinnen, aber es war ein Arbeitssieg. Wir lagen oft hinten, aber ich bin froh, dass wir uns als neues Team reingearbeitet haben. Noch fehlt etwas die Konstanz, aber da ist noch viel möglich“, sagte Milan Sievers und zeigte sich beeindruckt von der Atmosphäre auf dem Opernplatz: „Es macht extrem viel Bock, hier zu spielen – selbst auf der Straße stehen die Leute, um etwas zu sehen. Es ist schön, Teil dieses Events zu sein.“

Für den 1. Beachclub Kiel geht es am Samstag ab 12.30 Uhr im zweiten Männer-Halbfinale gegen die Hauptstadt Beacher um das letzte Finalticket. Für Beachvolley United ist das Turnier dagegen beendet.