Premiere der German Beach Club Finals: Favoritensiege und das erste 4-gegen-4
Bereits am frühen Donnerstag waren die Tribünen gut gefüllt, zahlreiche Zuschauerinnen verfolgten die Spiele zudem von den umliegenden Straßen aus. Die German Beach Club Finals, die im Rahmen von „Die Finals“ in Hannover stattfinden, sind an allen Tagen ausverkauft. Solange jedoch nicht alle Ticketinhaberinnen ihre Plätze eingenommen haben, ist das Stadion frei zugänglich.
Zum Auftakt feierten die Favoritinnen von Eintracht Spontent einen ungefährdeten 2:0-Erfolg gegen den Olympischen Sport Club BW. Im ersten Spiel setzten sich Sandra Ittlinger und Kim van de Velde mit 21:15 und 21:14 gegen Mila Jancar und Josefine Schäkel durch. Das Nationalteam Svenja Müller und Cinja Tillmann musste anschließend gegen Clara Dreßen und Leonie Klinke etwas mehr kämpfen, gewann letztlich aber souverän mit 21:15 und 21:18.
„Das erste Spiel ist immer aufregend, vor allem in Deutschland, weil wir hier nicht so häufig spielen“, sagte Svenja Müller nach dem Sieg und lobte die Gegnerinnen: „Die beiden haben richtig gut Druck gemacht und stark aufgeschlagen. Wir sind aber ruhig geblieben und haben unser Ding gemacht – so, wie wir es uns vorgenommen hatten. Das war gut.“
Auch in der zweiten Begegnung des Tages triumphierte Eintracht Spontent. Die Männer des Clubs aus Düsseldorf feierten ebenfalls einen klaren 2:0-Sieg gegen den 1. Beachclub Kiel. Zunächst gewannen Niklas Held und Luis Kubo mit 21:16 und 21:19 gegen Bo Hansen und Manuel Harms. Anschließend setzte sich das Nationalteam Paul Henning und Lukas Pfretzschner souverän mit 21:14 und 21:16 gegen Hennes Nissen und Milan Sievers durch.
„Wir haben gewonnen, also sind wir natürlich zufrieden. Aber es gibt immer Dinge, die man besser machen kann“, sagte Paul Henning nach dem Spiel. Sein Partner Lukas Pfretzschner zeigte sich begeistert von der Atmosphäre auf dem Opernplatz: „Es ist unglaublich hier – eine richtig geile Stimmung.“
Anschließend folgte die Premiere des Tages: Erstmals musste ein Golden Set im 4-gegen-4-Format über den Sieger eines Viertelfinals entscheiden. Nachdem Anna Behlen und Sarah Schulz vom 1. Beachclub Kiel gegen Mareet Maidhof und Tabea Schwarz von den BR Volleys mit 21:16 und 21:17 gewonnen hatten, glichen Louisa Lippmann und Melanie Paul mit einem deutlichen 2:0-Erfolg (21:6, 21:11) zum 1:1 für die Berlinerinnen aus. Für das neu formierte Team war es ein starker Einstand.
„Wir haben gegen ein Team gespielt, das schon Tourstopps gewonnen hat und krass eingespielt ist. Deshalb bin ich total happy, wie wir das heute zum ersten Mal aufs Feld gebracht haben“, freute sich Louisa Lippmann.
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es direkt weiter mit dem ersten 4 gegen 4 – auch für die Spielerinnen eine völlig neue Erfahrung. Nach anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten entwickelte sich eine mitreißende Partie. Am Ende jubelten die BR Volleys über einen knappen 21:18-Erfolg.
„Die Absprache war schon eine große Herausforderung. Aber dafür, dass wir das kein einziges Mal trainiert haben, hat es ganz gut geklappt“, beschrieb Melanie Paul die ungewohnte Situation, zu viert auf dem Court zu stehen. Das neue Format kam bei Spielerinnen und Fans gleichermaßen gut an: „Ich habe Blut geleckt, es hat so viel Spaß gemacht. Hoffentlich spielen wir noch mal 4 gegen 4 – und dann machen wir sie alle fertig“, sagte Tabea Schwarz.
Auch zum Abschluss bekamen die mehr als 1.100 Zuschauer*innen im ausverkauften Stadion am Opernplatz noch einmal beste Unterhaltung geboten. Zunächst setzten sich Eric Stadie-Seeber und Mio Wüst von den Hauptstadt Beachern mit 21:17 und 21:18 gegen Kim Huber und Valentin Schneckenburger (Beachvolley United) durch. Jonas Kaminski und Daniel Kirchner sorgten anschließend mit einem umkämpften 2:1-Erfolg (19:21, 21:18, 15:13) gegen Tristan Fröbel und Tamo Wüst für den Ausgleich zugunsten des Münchner Clubs. Im entscheidenden Golden Set behielten jedoch Fröbel, Stadie-Seeber sowie Mio und Tamo Wüst mit 21:13 die Oberhand und machten damit den Halbfinaleinzug der Hauptstadt Beacher perfekt.
Neben den Berlinern stehen auch beide Teams von Eintracht Spontent sowie die BR Volleys im Halbfinale der German Beach Club Finals. Die unterlegenen Teams erhalten im Double-Elimination-Modus jedoch eine zweite Chance: Am Freitag ab 9 Uhr treffen bei den Frauen der Olympische Sport Club BW und der 1. Beachclub Kiel sowie bei den Männern ab 11:30 Uhr Beachvolley United und der 1. Beachclub Kiel in den dritten Viertelfinals aufeinander. Die Sieger bleiben im Turnier und ziehen ins Halbfinale ein, für die Verlierer sind die German Beach Club Finals beendet. Ab 14 Uhr geht es dann mit dem ersten Halbfinale der Frauen zwischen Eintracht Spontent und den BR Volleys weiter. Ab 16:30 Uhr treffen die Männer von Eintracht Spontent auf die Hauptstadt Beacher.
Livestreams
Youtube DVV: Allianz German Beach Club Finals - Die Finals - Freitag, 24. Juli 2026