DVV benennt Beach-Volleyball-Nationalteams 2026
Die Männer-Nationalteams 2026: Wickler/Ehlers, Henning/Pfretzschner, Huster/Winter, Just/Wüst (Fotos: Justus Stegemann)
Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) startet mit insgesamt sieben Beach-Volleyball Nationalteams in das Jahr 2026. Bei den Frauen wurden Müller/Tillmann, Bock/Lippmann sowie Grüne/Ittlinger nominiert, bei den Männern Ehlers/Wickler, Henning/Pfretzschner, Huster/Winter und Just/Wüst. Ergänzt werden die Nationalteams durch die Perspektivteams Kunst/Paul bei den Frauen sowie Sagstetter/Sagstetter bei den Männern.
Bei den Männern bleiben Nils Ehlers und Clemens Wickler, die in ihre fünfte gemeinsame Saison starten, das deutsche Aushängeschild. Trotz eines durchwachsenen Saisonstarts zeigten sie insbesondere bei der Weltmeisterschaft ihre Klasse. „Sie sind unser Team Nummer eins wie eh und je. Im letzten Jahr fehlte teilweise die Konstanz, aber bei der WM haben sie ihr bestes Turnier gespielt und gezeigt, dass sie jederzeit um Medaillen mitspielen können“, ordnet DVV-Chef-Bundestrainer Christoph Dieckmann ein.
Henning/Pfretzschner gehen als neu formiertes Team in die Saison. Beide Spieler hatten sich zuvor individuell stark weiterentwickelt. „Sie gehen sicher als Team Nummer zwei in die Saison und haben das Potenzial, den nächsten Schritt in Richtung Weltspitze zu machen“, so der Chef-Bundestrainer.
Ebenfalls neu zusammengestellt ist das Duo Philipp Huster und Sven Winter. Während Sven Winter zuletzt mit Lukas Pfretzschner international überzeugte, sieht Dieckmann für Philipp Huster nun eine wichtige Entwicklungschance. „Sven hat eine extrem starken WM gespielt. Philipp war noch nicht ganz auf diesem Niveau, bringt aber das Potenzial mit, diesen Schritt jetzt zu gehen.“
Max Just und Lui Wüst komplettieren das Quartett der Männer-Nationalteams. „Lui hat im letzten Jahr eine sehr starke Entwicklung genommen, sich für die WM qualifiziert und gezeigt, dass er auf Weltklasseniveau mithalten kann. Max hatte gute Ansätze, aber noch nicht die gewünschte Konstanz. Gemeinsam sehen wir hier großes Potenzial für weitere Schritte“, so Christoph Dieckmann.
Bei den Frauen führen Svenja Müller und Cinja Tillmann die Nationalteams an. Die Deutschen Meisterinnen, die in ihre sechste gemeinsame Saison gehen, bestätigten ihre Stellung in der Weltspitze im vergangenen Jahr mit konstant starken Leistungen, darunter EM-Bronze und ein kompletter Medaillensatz bei den Elite-Turnieren der Beach Pro Tour. „Sie sind ganz klar Team Nummer eins. Sie haben im letzten Jahr mit sehr starken Leistungen wieder gezeigt, wozu sie in der Lage sind“, sagt Christoph Dieckmann. Trotz der enttäuschenden Weltmeisterschaft gehöre das Duo weiterhin zur Weltspitze und habe „mit Blick auf Olympia aktuell die größten Aussichten.“
Linda Bock und Louisa Lippmann überzeugten in ihrer ersten gemeinsamen Saison mit einer sehr positiven sportlichen Entwicklung. „Vor allem die individuelle Entwicklung von Linda war extrem gut, aber auch Louisa ist weiter in ihre Rolle als Beachvolleyballerin hineingewachsen“, so der Chef-Bundestrainer. Das Team habe sich bereits in der erweiterten Weltspitze etabliert und habe „gute Chancen, in den nächsten Jahren weitere Schritte in Richtung absolute Weltspitze zu gehen“.
Komplettiert werden die Frauen-Nationalteams durch Anna Grüne und Sandra Ittlinger, die sich 2025 als neu zusammengestelltes Team ebenfalls positiv entwickelten. „Insbesondere Anna Grüne hat sich individuell auf ein ganz neues Niveau gebracht“, betont Dieckmann. Auch als Team erzielten sie starke Ergebnisse und überzeugten bei der Weltmeisterschaft mit einer Top-10-Platzierung. „Das Abschneiden dort war sehr positiv und zeigt die Perspektive, auch in der Olympia-Qualifikation eine Rolle zu spielen.“
Neben den Nationalteams wurden zwei Perspektivteams nominiert. Lea Kunst und Melanie Paul hatten mit schwierigen Umständen zu kämpfen, erzielten aber dennoch gute Ergebnisse. „Vor allem Melanie Paul hat sehr gute Schritte gemacht. Wir trauen dem Team zu, sich weiter in Richtung erweiterte Weltspitze zu entwickeln.“ Auch Benedikt und Jonas Sagstetter überzeugten mit einer sehr positiven Entwicklung. „Sie konnten teilweise auf Top-Niveau mithalten, haben sehr konstant gespielt und standen kurz vor der WM-Qualifikation“, erklärt Dieckmann.
Die Teams Ehlers/Wickler, Henning/Pfretzschner, Huster/Winter, Just/Wüst, Müller/Tillmann, und Bock/Lippmann trainieren am Bundesstützpunkt in Hamburg. Grüne/Ittlinger haben ihren Trainingsschwerpunkt in München.
Die Nominierungen gelten ausschließlich für die Saison 2026. Voraussetzung für den Nationalteam-Status war unter anderem, dass mindestens eine Spielerin im Team im vergangenen Jahr Leistungen in Nähe des Olympia-Niveaus (Top 15–25) gezeigt hat. „Mit dem Güte-Siegel Nationalteam wollen wir Leistung honorieren – diesen Status muss man sich verdienen“, so Dieckmann. Teams mit großem Potenzial, aber ohne entsprechenden Leistungsnachweis, werden als Perspektivteams nominiert.
