Gelungene EM-Generalprobe: Ehlers/Wüst triumphieren beim Elite in Hamburg
„Das ist ein geiles Erlebnis, endlich diesen Fluch gebrochen zu haben. Ich habe schon viele Finals gespielt und bin nie mit Gold vom Feld gegangen. Und jetzt endlich mal gewonnen“, sagte Ehlers im Interview mit dem NDR. Für Wüst ist der Erfolg ebenfalls etwas ganz Besonderes: „Eine Goldmedaille bei einem Elite-Turnier, und dann gegen solche Teams – das wird für immer in Erinnerung bleiben.“
Dabei war der Turniersieg zu Beginn der Woche keineswegs absehbar. Ehlers/Wüst spielen erst seit kurzem zusammen, da Ehlers langjähriger Partner Clemens Wickler aufgrund anhaltender Schulterprobleme weiter ausfällt. Das Interimsduo war kurzfristig ins Hauptfeld des Elite-Turniers auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn gerutscht. In der Vorrunde kassierten sie noch eine klare 0:2-Niederlage gegen Mol/Sorum.
Doch in der K.o.-Phase drehten die Deutschen auf. I m Viertelfinale bezwangen Ehlers/Wüst nach abgewehrten Matchbällen die schwedischen Vize-Weltmeister und Weltranglistenersten Jacob Hölting Nilsson und Elmer Andersson mit 18:21, 24:22 und 15:10. Auch im Halbfinale drehte das Nationalteam die Partie gegen die favorisierten Letten Plavins/Fokerots und gewann noch mit 16:21, 21:19 und 15:12.
Im Finale gegen die amtierenden Europameister Mol/Sorum folgte schließlich die nächste starke Vorstellung. Nach dem knappen Gewinn des ersten Satzes dominierten die Deutschen den zweiten Durchgang und machten mit 21:9 den Turniersieg perfekt.
„Wir haben uns im Laufe des Turniers in einen Rausch gespielt“, sagte Ehlers nach dem Finale. Insgesamt gelangen dem 32-Jährigen im Endspiel neun Blockpunkte. Über seinen Partner fand er ebenfalls lobende Worte: „Ein riesiges Kompliment an Lui, er hat das überragend gemacht. Das war krass.“
Bei den Frauen feierten Svenja Müller und Cinja Tillmann mit einem starken fünften Platz das beste deutsche Ergebnis. Die Europameisterinnen von 2024 unterlagen im Viertelfinale den Italienerinnen Valentina Gottardi und Reka Orsi Toth mit 0:2 (16:21, 22:24). Den Turniersieg sicherten sich die Schweizerinnen Nina Brunner und Tanja Hüberli mit einem 2:0-Finalsieg (21:19, 21:18) gegen die Lettinnen Graudina/Samoilova.
Für die Beach-Elite geht es nun direkt mit der Europameisterschaft weiter. Die kontinentalen Titelkämpfe beginnen am Mittwoch im polnischen Stare Jablonki. Nach ihrem starken Auftritt beim Heimturnier reisen die Deutschen mit entsprechendem Selbstvertrauen zur EM.