Holger Stenzel erhält Auszeichnung Gold mit Brilliant - Laudatio René Hecht

Foto Thomas Willmann Foto Thomas Willmann Seit über 27 Jahren ist Holger Stenzel Präsident des Volleyballverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem VMV-Verbandstag letzte Woche hat er sich nicht mehr zur Wahl des Präsidenten aufstellen lassen. Damit ist eine lange und vor allem sehr erfolgreiche Präsidentschaft zu Ende gegangen. Dies möchte ich nutzen, um auf eine bewegte Volleyball-Karriere zurückzublicken.

Als Präsident des Volleyball-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern war ihm stets die Förderung des Vereinswesens sowie Breitensports ein wichtiges Anliegen. Eine ungemein wichtige Rolle hat beim ihm aber auch der Nachwuchsleistungssport eingenommen und in der Entwicklung tiefe Spuren im Volleyball hinterlassen.

Unzählige Meistertitel im Nachwuchs, aber auch bei den Volleyballdamen des Schweriner SC fielen in seine Amtszeit, wo er seit vielen Jahren zur Teamleitung gehört. Der Schweriner Sportclub und der Volleyballverband Mecklenburg-Vorpommern profitierten maßgeblich von seinem Ehrgeiz und seiner Zielstrebigkeit bei der Umsetzung sportlicher Ziele. Auch durch sein Engagement entwickelte sich die Landeshauptstadt Schwerin zu einem in Deutschland bestens bekannten Leistungsstützpunkt im Volleyball. 2001 wurde ihm im Auftrag des damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch vor dem Hintergrund der Wertschätzung seiner Arbeit ein Diplom für ausgezeichnetes ehrenamtliches Engagement überreicht.

In seine Amtszeit als VMV-Präsident fielen herausragende Großveranstaltungen, für deren Organisation er mit verantwortlich war. Zu nennen sei die Vorrunde bei der Volleyball Weltmeisterschaft in Schwerin 2002, der World Grandprix 2004 in Rostock oder die EM-Vorrunde der Damen 2013 ebenfalls in Schwerin. Alle Veranstaltungen waren ein großer Erfolg, ein Gewinn für die Stadt Schwerin und die gesamte Region. Leider sollte ihm die Volleyball Nations League in Rostock, für die er sich ebenfalls stark geamcht hat, aufgrund der coronabedingten Absagen verwehrt bleiben. Aufgehoben ist aber nicht aufgeschoben. Ich bin mir sicher, dass wir ihn zukünftig als Fan begrüßen dürfen.

Auch auf dem Feld blickt er auf eine erfolgreiche Zeit zurück. Mit 13 Jahren begann Holger Stenzel selbst Volleyball zu spielen, gewann 1963 die DDR-Jugendmeisterschaften. Später gründete er in seinem Betrieb einen Sportverein, in dem Volleyball gespielt und nach der Wende vor allem mit seinen Mixed-Teams bundesweite Erfolge gefeiert wurden. Egal wann und wo: Dem Volleyball blieb er einfach immer treu.

Im Namen des Deutschen Volleyball-Verbandes möchte ich Holger Stenzel für seinen leidenschaftlichen Einsatz meinen Dank aussprechen und ihm die Auszeichnung Gold mit Brilliant verleihen. Für die Zukunft wünsche ich ihm alles Gute und bin mir sicher, dass er dem Volleyball auch weiterhin ein wichtiger Wegbegleiter sein wird. Vielen Dank.

René Hecht

Präsident

Deutscher Volleyball-Verband e.V.

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