"Für einen gemeinsamen Austausch sind wir immer offen" - Unsere Sichtweise zum Text von Paul Becker

Foto Conny Kurth Foto Conny Kurth Der Beach-Profi und ehemalige Spielervertreter Paul Becker hat auf beach-volleyball.de eine Stellungnahme zu den Entwicklungen im deutschen Beach-Volleyball veröffentlicht. In dieser äußert er sich kritisch gegenüber allen Beteiligten und die aktuelle Situation. Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV), ebenso wie die New Beach Order, hat seine Stellungnahme vorab bekommen und möchte mit den folgenden Zeilen Stellung beziehen.

Zunächst einmal möchten wir uns bei Paul Becker für seine ehrliche und differenzierte Betrachtung der aktuellen Entwicklung im Beach-Volleyball bedanken, an der auch wir unseren Anteil haben. Wir möchten aber auch die Möglichkeit nutzen und unsere Sichtweise einbringen, um in der Zukunft eine andere Art des Austausches zu ermöglichen und alle Seiten sich wieder auf das Wesentliche fokussieren können: Die Weiterentwicklung des Sports.

Als Deutscher Volleyball-Verband (DVV) sind wir fest entschlossen, die eigenen Stärken, die wir besitzen, in unsere Sportarten zu investieren, um diese in eine positive Richtung zu entwickeln. Dabei helfen uns unsere Leitlinien und Werte wie zum Beispiel Respekt, Diskriminierungsverbot in jeglicher Form und die Förderung des Sportes in allen seinen Facetten, für die wir und der Volleyball als Ganzes stehen und davon auch nicht abweichen werden.

Sie geben uns einen Rahmen und sind unsere Vorgabe, mit denen wir aus dem Sport, unseren Events und vor allem den Spielerinnen und Spielern das Beste herausholen und Fans begeistern wollen. Auf medialer Ebene sowie in der Agilität dient hier sicher auch die Entwicklung der New Beach Order, die dem Beach-Volleyball als Start-Up mitten in der Corona-Krise ein junges, digitales und innovatives Gesicht gegeben hat, wodurch auch wir dazu angehalten waren, die eigene Komfortzone zu verlassen und den Status Quo zu hinterfragen. Die Kritik bezüglich der Versäumnisse in punkto Innovationen, wie z.B. ein ganzjähriges Wettkampfprogramm und digitale Weiterentwicklungen, nehmen wir sehr ernst und an.

Von Beginn an kritisch haben wir die Art und Weise der Kommunikation gesehen, mit der das Produkt New Beach Order aufgebaut wurde. Zielte diese zunächst noch auf den Verband und Funktionen als abstraktes Konstrukt ab (in einigen Punkten auch berechtigt), ging die Strategie schnell in die Diffamierung und Diskreditierung von einzelnen Personen über, mit der aus unserer Sicht zu oft eine rote Linie überschritten wurde. Solchen Dingen, die in einem Miteinander nichts zu suchen haben, werden wir auch in Zukunft keinen Raum geben.

Vielmehr sehen wir einen beidseitigen respektvollen Umgang innerhalb der Sportart als existenzielle Voraussetzung an, um eine erfolgreiche Koexistenz zu schaffen. Nur so können wir unseren Sport ernsthaft weiterentwickeln, denn wir sind davon überzeugt, dass Volleyball mit allen Disziplinen insbesondere für Wertevermittlung steht.

Für einen gemeinsamen Austausch in der Zukunft sind wir immer offen. Als Grundlage dafür braucht es aber sowohl intern als auch extern einen echten respektvollen und nachhaltigen Umgang. Auf dieser Basis kommen wir auch an unser aller Ziel: den Beach-Volleyball Sport in Deutschland an 365 Tagen im Jahr weiter voranzubringen.

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