Premierensieg für Körtzinger/Seyfferth

Premierensieg für Körtzinger/Seyfferth Foto Hoch-Zwei/Cathrin Müller: Leonie Körtzinger & Sandra Seyfferth in St. Peter-Ording ganz oben auf dem Podest St. Peter-Ording. Nach den wechselhaften Wetterbedingungen an den ersten beiden Tagen präsentierte sich das Wetter am Finaltag mit schönstem Sonnenschein. Doch auch an diesem sonnigen Tag hielt Petrus zum Männerfinale eine Überraschung bereit. Wegen einer Unwetterwarnung mit der Gefahr von Blitzen musste das Finale für rund 20 Minuten unterbrochen und die Tribünen geräumt werden. Anschließend füllten sich die Tribünen wieder in Windeseile und die Sonne belohnte die Zuschauer für ihre Geduld. Von diesen Wetterirrungen und –wirrungen ließen sich rund 42.000 Beach-Volleyballfans nicht abhalten und verfolgten die spannenden Spiele an drei Tagen im Nationalpark Wattenmeer. Sportlich behielten Leonie Körtzinger/Sandra Seyfferth (VCO Hamburg/VV Grimma) und Paul Becker/Jonas Schröder (Team Lotto Rheinland-Pfalz) einen kühlen Kopf und sicherten sich die Titel beim smart beach cup St. Peter-Ording.

Bis dato stand der dritte Platz beim smart beach cup Dresden für Körtzinger/Seyfferth als beste gemeinsame Teamleistung zu Buche. In St. Peter-Ording krönten sie ihre Leistungen mit dem ersten Turniersieg ihrer beider Karrieren. Im Finale gegen Anna Hoja/Stefanie Hüttermann (DJK TuSA 06 Düsseldorf) waren sie von Beginn an das aktivere Team und vor allen Dingen die unzähligen Blocks von Leonie Körtzinger waren ein entscheidender Erfolgsfaktor. Sie gewannen das Finale mit 21:17 und 21:12. „Mega geil, dass wir uns heute mit Gold belohnt haben“, platze es aus Leonie Körtzinger heraus. „Egal wie das das Wetter war, haben wir dieses Wochenende immer eine gute Leistung abrufen können.“

Im kleinen Finale erreichten Sabrina Karnbaum/Natascha Niemczyk (AllgäuStrom Beach Volleys Sonthofen) beim dritten Strandturnier der Saison zum dritten Mal den dritten Platz. Im sehr umkämpften ersten Satz mussten sie sich der Kielerin Anna Behlen mit ihrer Partnerin Yanina Weiland (SV Lohhof) in der Verlängerung noch mit 22:24 geschlagen geben. Nach der Satzpause hatten sie einen guten Lauf, dominierten den zweiten Durchgang (21:12) und konnten dann auch den engen dritten Satz (15:13) für sich entscheiden. „Die Halbfinalniederlage (Anmerk.: gegen Körtzinger/Seyfferth) war bitter. Das Spiel hätten wir auch gewinnen können. Aber wir konnten uns schnell wieder für das kleine Finale motivieren. Das Turnier auf dem Podium zu beenden ist immer schön“, sagte Sabrina Karnbaum.

Das Männerfinale war der absolute Höhepunkt des Beach-Volleyball-Wochenendes. Über drei spannende Sätze boten Becker/Schröder und Lars Lückemeier/Alexander Walkenhorst (SV Fellbach/DJK TuSA 06 Düsseldorf) hochklassigen Sport. Im ersten Satz lagen Becker/Schröder knapp mit 10:11 zurück, als das Spiel wegen einer Unwetterwarnung für 20 Minuten unterbrochen werden musste. Anschließend kamen ihre Gegner druckvoller zurück, sodass dieser Durchgang mit 17:21 verloren ging. Doch dann zeigten die Abwehrspezialisten ein uns andere Mal ihre Klasse und führten schnell mit bis zu vier Punkten. Zum Satzende kamen Lückemeier /Walkenhorst noch einmal an sie heran, aber es reichte zum Satzausgleich (21:19). Im dritten Satz mussten Becker/Schröder bis zum 13:13 lange einem Rückstand hinterherlaufen, aber sie drehten den Satz zum ersten gemeinsamen Turniersieg auf der smart beach tour 2017. Es war in dieser Saison nach den Turnieren in Nürnberg und Duisburg bereits die dritte Finalteilnahme des Teams. „Es ist unbeschreiblich“, freute sich Becker nach dem Sieg. „Im dritten Satz mussten wir ruhig bleiben und jeden Ball konzentriert angehen. Das hat am Ende sehr gut geklappt. Wir hatten aber auch Glück, wie z.B. beim Netzroller zum 13:13“, analysierte Jonas Schröder. So konnte sich Alexander Walkenhorst an seinem 29. Geburtstag nicht mit dem Turniersieg belohnen.

Während das Interimsduo Tim Holler/Marcus Popp (DJK TuSA 06 Düsseldorf/TGM Gonsenheim) im Halbfinale noch klar gegen Lückemeier/Walkenhorst verloren hatte, konnten sie im kleinen Finale wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren. Gegen Niklas Rudolf/Santeri Sirén (L.E. Volleys/VCO Berlin) kamen sie zu einem am Ende deutlichen 2:0-Erfolg und sicherten sich die Bronzemedaille. „Nach so vielen Spielen am Wochenende bin ich schon etwas kaputt, gerade wenn man bei dem Wind so viel hin und her springen muss. Aber es hat Spaß gemacht", sagte der Routinier Marcus Popp.

 

Die smart beach tour macht jetzt eine kurze Pause, bevor sich die Fans auf drei Wochen hochklassigen Beach-Volleyballsport freuen können. Los geht es mit dem smart super cup Hamburg vom 18. bis 20. August im Stadion Rothenbaum. Direkt im Anschluss werden an gleicher Stelle die FIVB World Tour Finals vom 22. bis 27. August ausgetragen. Vom 31.9. bis zum 3.9. steigt dann mit den Deutschen smart Beach-Volleyball Meisterschaften der nationale Saisonhöhepunkt in Timmendorfer Strand.

Alle Ergebnisse und Informationen rund um die größte nationale Beach-Volleyballserie Europas gibt es unter: www.smart-beach-tour.tv.

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