VfB Friedrichshafen zum 14. Mal ganz oben

VfB Friedrichshafen zum 14. Mal ganz oben Foto Conny Kurth: DVV-Pokalsieger 2017 - der VfB Friedrichshafen. Der VfB Friedrichshafen hat das mit Spannung erwartete „Gigantenduell“ gegen die Berlin Recycling Volleys gewonnen und sich den DVV-Pokal 2017 geholt. In einem packenden und abwechslungsreichen Finale in der SAP Arena setzte sich der Rekordpokalsieger, der zum 14. Mal den „Pott“ holte, 3:1 (33-31, 25-21, 25-27, 30-28) gegen den Titelverteidiger durch. Punktbeste Spieler waren Michael Finger (26) und Mustedanovic (18) für den VfB sowie Paul Carroll (16) und Robert Kromm (15) für den Hauptstadt-Klub.
Foto Conny Kurth: Der VfB Friedrichshafen (links) und die BR Volleys lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe und weit über der Netzkante.
Foto Conny Kurth: Der VfB Friedrichshafen (links) und die BR Volleys lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe und weit über der Netzkante.

Dramatik in Satz eins

Das Pokalfinale der Männer verlief von Beginn an sehr ausgeglichen. 23:23 hieß es, dann holte sich Friedrichshafen mit 24:23 den ersten Satzball. Doch die BR Volleys, in der Vorsaison noch Triple-Sieger, glichen aus und lagen plötzlich sogar selbst mit 25:24 vorn. Doch es konnte sich erst einmal keine Mannschaft mit zwei Punkten absetzen, ehe Tomas Kocian mit seinem Aufschlag für das 33:31 und einen dramatischen Satzgewinn für die Volleyballer vom Bodensee sorgte.

Berlin zeigte sich nicht geschockt. Allerdings ging es im zweiten Durchgang mit 8:7 und 16:15 für die Häfler in die technischen Auszeiten. Dabei spielte sich einmal mehr Armin Mustedanovic als Punktemacher in den Vordergrund. Nachdem sich lange Zeit keines der beiden Teams absetzen konnte, war der VfB Friedrichshafen schließlich nervenstärker und entschied auch den zweiten Satz mit 25:21 für sich.

Berlin kontert

In Abschnitt drei waren dann die BR Volleys zurück. Mit 8:3 erspielte sich der Pokalsieger des Vorjahres einen recht komfortablen Punktevorteil. Die Angriffe von Paul Carroll, Robert Kromm und Steven Marshall hatten jetzt die nötige Durchschlagskraft. Berlins Kapitän Kromm sorgte schließlich für den 27:25-Satzgewinn.

"In einem Pokalfinale geht es darum zu gewinnen. Das haben wir hingekriegt!"

Markus Steuerwald (VfB Friedrichshafen)

Der achte (!) Matchball sitzt

Nachdem das Team von Trainer Roberto Serniotti im vierten Satz zunächst Vorteile hatte, fand Friedrichshafen wieder ins Spiel zurück. Außenangreifer Mustedanovic erzielte mit einem großartigen Block die 18:17-Führung. Jetzt war der Rekordpokalsieger vom Bodensee nicht mehr zu halten. Dabei erwies sich Michal Finger (insgesamt 26 Punkte) einmal mehr als großartiger Punktesammler. Doch es wurde noch einmal knapp, ehe Andreas Takvam zum 30:28 für den VfB Friedrichshafen verwandelte.

Stimmen zum Spiel

VfB Friedrichshafen

Vital Heynen: „Ich schlage vor, dass wir die Sätze zukünftig immer bis 30 Punkte spielen, denn da sind wir gut, wir spielen gerne lange. Die Mannschaft, die besser mit dem Druck am Ende umgehen konnte, hat heute gewonnen.“

Simon Tischer: „Ich war mit meiner Leistung heute nicht zufrieden, die Mannschaft hat mich getragen. Es gab sicherlich schon bessere Spiele zwischen diesen beiden Teams, aber für die Zuschauer war es sensationell.“

Markus Steuerwald: „Das Spiel war taktisch geprägt, es ging um Kleinigkeiten, drei Sätze gingen in die Verlängerung. Das scheint bei unseren Duellen mit Berlin Standard zu werden. Aber in einem Pokalfinale geht es darum zu gewinnen. Das haben wir hingekriegt.“

BR Volleys

Roberto Serniotti: „Es war wieder sehr knapp zwischen Friedrichshafen und uns. Wir haben – wie schon in der Liga – unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Friedrichshafen war in den entscheidenden Phasen besser.“

Robert Kromm: „Es war ein Spiel auf des Messers Schneide. Wir haben gekämpft, aber Friedrichshafen ist immer ruhig geblieben. Wir müssen sehen, dass wir unseren Killerinstinkt in der entscheidenden Phase wiederfinden.“