BR Volleys spielen um Bronze
"Ich hoffe, dass die Italiener jetzt über fünf Sätze gehen müssen und wir uns dann noch die Medaille schnappen können."
Leon macht den Unterschied
Die ersten zwei Sätze hielten die Berliner noch passabel mit, vor allem im zweiten Satz gab es gar die Chance auf den Satzgewinn. Doch dann nahm ein Spieler das Zepter in die Hand, den die Berliner zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle brachten: Wilfredo Leon, der kubanische Super-Star, servierte beim Stand von 22-22 dreimal brachial und erfolgreich. Am Ende des Spiels hatte Leon mit 21 Punkten, einer Angriffsquote von 65% und vier Assen bewiesen, dass er ein Spieler ist, der den Unterschied macht. Leon sowie die beiden anderen Weltklasse-Angreifer Maxim Mikhaylov und Matt Anderson machten insgesamt 47 der 60 russischen Punkte.
Berlin spielte gar nicht schlecht und hatte in Kapitän Robert Kromm seinen besten Mann (12 Punkte, 58% Angriffsquote), doch der geballten russischen Power - vor allem auch von der Aufschlaglinie (Kazan servierte sensationelle elf Asse) - war am Ende kein Kraut gewachsen.
"Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, denn wir haben phasenweise sehr gut mitgespielt. Wir waren im zweiten Satz ganz dicht dran, aber dann packt eben ein Weltklasse-Spieler wir Leon im richtigen Moment zwei Asse aus", so Kromm nach der Partie. Und Mitspieler Felix Fischer meinte: "Wir müssen dieses Match schnell vergessen und noch einmal den Spirit zeigen wie vor zwei Jahren beim Heim-Final-Four, denn Bronze würden wir gern mitnehmen."
Gegen wen die Berliner am Sonntag um 16.00 Uhr antreten, entscheidet sich in diesen Minuten im zweiten Halbfinale zwischen Lube und Perugia.
Der Spielplan in Rom
29.4.: Halbfinals: BR Volleys vs. Zenit Kazan 0:3 & Sir Perugia vs. Lube Civitanova 3:2
30.4.: Finalspiele: Spiel um Platz 3: BR Volleys vs. Lube Civitanova (16.00) & FINALE: Zenit Kazan vs. Sir Perugia (19.00)