Ittlinger/Laboureur sind Deutsche Meisterinnen 2020

Foto Conny Kurth: Das Treppchen 2020 v.l.n.r.: Kozuch/Ludwig, Ittlinger/Laboureur sowie Behrens/Tillamnn. Foto Conny Kurth: Das Treppchen 2020 v.l.n.r.: Kozuch/Ludwig, Ittlinger/Laboureur sowie Behrens/Tillamnn. Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur sind die Deutschen Meisterinnen 2020: Im Finale gewannen sie gegen Margareta Kozuch/Laura Ludwig nach Rückstand mit 2:1 (19-21, 21-16, 15-9). Für Ittlinger ist es der erste DM-Titel, Laboureur durfte nach 2017 zum zweiten Mal in Timmendorfer Strand feiern. Bronze ging an Kim Behrens/Cinja Tillmann.

"Ich weiß noch gar nicht, was man machen soll, wenn man in Timmendorf fertig ist und nicht verloren hat. Es ist cool, aber ich glaube, dass ich mich morgen noch ein bisschen mehr freue", konnte Sandra Ittlinger ihren Premierenerfolg bei der Beach-DM, der dem Duo ein Preisgeld von 10.000 EUR einbrachte, noch gar nicht richtig fassen. 

Taktische Meisterleistung

Aufgrund des Hygienekonzepts durften nur 200 Zuschauer in der Ahmann-Hager Arena dabei sein. Die sahen nach der Führung von Kozuch/Ludwig eine taktische Umstellung, die die World Tour Siegerinnen von 2019 in die Knie zwang. Mit kurzen platzierten Aufschlägen brachten sie Olympiasiegerin Ludwig aus dem Konzept.

„Danny Wood hat uns gut eingestellt. Wir hatten ein gutes Gefühl, dass das der richtige Weg ist", nannte Laboureur ihren Trainer als Urheber, der sie nach dem Rückstand auf die Siegerstraße brachte.

Foto Conny Kurth: Die Raupe, wenn auch in kleinerem Rahmen, durfte auch 2020 nicht fehlen. Foto Conny Kurth: Die Raupe, wenn auch in kleinerem Rahmen, durfte auch 2020 nicht fehlen.

Niclas Hildebrand, Sportdirektor Beach-Volleyball des Deutschen Volleyball-Verbandes, gratulierte: „Sandra und Chantal haben sich den Titel wirklich verdient. Chantal ist eine sehr erfahrene Spielerin, die Sandra gut führen kann. Hier ist die Erwartungshaltung hoch und alle wollen sehen, dass du liefern kannst.”

Feiern im Jahr 2020 - Mit Mundschutz

Mit dem Sieg haben sie ihren ersten großen gemeinsamen Titel gewonnen, Ittlinger belohnte sich bei ihrer siebten Deutschen Meisterschaft am Ostseestrand zum ersten Mal. 

"Wir werden feiern, aber auf jeden Fall mit Mundschutz”, sagte Laboureur, Ittlinger blickte bereits auf die am 15. September beginnenden Europameisterschaft in Lettland. „Im letzten Jahr waren wir Fünfte bei der EM, jetzt brauchen wir mindestens das Halbfinale, um mehr Punkte zu kriegen. Vielleicht zählt ja die EM für die Olympia-Qualifikation.”

Für Kozuch/Ludwig war es dagegen die zweite Finalniederlage in Folge, nachdem sie auch im letzten Jahr gegen Borger/Sude mit 1:2 den Kürzeren zogen. "Ich hätte Maggie diesen Erfolg gerne gegeben. Wir sind gut reingekommen, dann habe ich aber auch zu viele Fehler gemacht, das nervt tierisch", blickte Ludwig, die dadurch ihren achten Titel verpasste, auf die Niederlage zurück.

Foto Conny Kurth: Der Foto Conny Kurth: Der "Fastest Serve of the Final" ging an Margareta Kozuch.

Über eine Auszeichnung konnte sich Kozuch dennoch freuen. Im Finale hatte sie mit 68 KM/h den "Fastest Serve of the Final" serviert.

Behrens/Tillmann holen zum zweiten Mal in Folge Bronze

Sich bis auf Platz drei gespielt haben Kim Behrens/Cinja Tillmann. Dabei blieb ihnen ein Duell um Edelmetall verwehrt. Grund hierfür waren Rückenprobleme von Victoria Bieneck, die sie zu einer Aufgabe vor dem eigentlich Start zwangen.

Schon das Halbfinale zwischen Bieneck/Schneider und Ittlinger/Laboureur stand auf der Kippe, wurde aber letzlich zu Ende gebracht. Für Behrens/Tillmann ist es im zweiten Jahr in Folge die Bronze-Medaille zum Saisonabschluss bei den Deutschen Meisterschaften.

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