International: Schöps ist Meister, Grozer ohne Titel

International: Schöps ist Meister, Grozer ohne Titel Zum zweiten Mal nach 2013 polnischer Meister mit Rzeszow: Jochen Schöps (Nr. 10) spielte eine ganz starke Saison und belohnte sich nach zwei zweiten Plätzen mit dem Titel.

Jochen Schöps (Rzeszow) ist polnischer Meister, Sebastian Schwarz (Danzig) und Georg Grozer (Belgorod) bleibt die Vize-Meisterschaft. Rzeszow siegte in der polnischen Finalserie mit 3:0-Spielen und feierte durch einen 3:1-Sieg (19-25, 25-19, 27-25, 25-18) gegen Danzig nach zweiten Plätzen in der Champions League und im Pokal die ersehnte Meisterschaft. Dagegen endete die Saison für Belgorod die Saison ohne Titel: Gegen Zenit Kazan unterlagen Grozer & Co in der Finalserie mit 1:3-Spielen, den finalen KO gab es beim 2:3 (26-28, 20-25, 25-20, 25-18, 8-15) in Kazan. Kazan ist der große Sieger der Saison mit dem Gewinn des Triples aus Pokal, Champions League und Meisterschaft.

In Polen traf das ein, was Vital Heynen per Twitter gepostet hatte: „Schöps Meister, Schwarz Pokalsieger und mein Verein Bydgosz im Europapokal – wir werden viel fröhliche Gesichter bei der Nationalmannschaft in diesem Sommer haben.“ So kam es, weil Schöps – wie schon in der gesamten Saison – auch in der Finalserie bärenstark agierte. Kein Wunder, dass sein Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert wurde. Schöps meinte: "Wir freuen uns natürlich sehr, es war eine geile Saison. Hart und lang, aber mit dem Erreichten sind wir sehr, sehr zufrieden, vorallem, dass wir die Saison mit dem Titel abschließen konnten. Insgesamt bin ich mit meiner Leistung in der Saison zufrieden, ich bin aber stolz auf die ganze Mannschaft. Wir haben immer weitergearbeitet im Training und in den Spielen, und obwohl es nicht immer leicht war für manche Spieler haben wir immer zusammengehalten und am Ende hat das Team gewonnen, was die größte Bestätigung ist. Heute Abend um 18 Uhr ist nach polnischer Tradition auf dem Marktplatz (Rynek) ein Empfang und die Feier zusammen mit den Fans. Da freue ich mich schon drauf."
Und auch Schwarz kann mit der Saison hochzufrieden sein: Stammspieler beim Pokalsieger und Vizemeister, das hätte vor der Saison kaum einer Danzig zugetraut.


Für Grozer und Belgorod ist die Saison 2014/15 eine große Enttäuschung. Nach dem vorzeitigen Aus im Pokal (Halbfinale) und in der Champions League (1. Ko-Runde) ging das Star-Ensemble mit viel Hoffnung in die Finalserie um die russische Meisterschaft. Das souveräne 3:0 zu Beginn der Serie ließ hoffen, Knackpunkt war die 2:3-Niederlage im zweiten Heimspiel, als eine 2:0-Satzführung aus der Hand gegeben wurde. Immerhin steigerte sich Belgorod im vierten Finale und machte den 0:2-Satzrückstand wett. Doch im Tiebreak lief nichts, Kazan setzte sich sofort ab (5-1 und 10-4). Grozer machte ein ordentliches Spiel (21 Punkte bei 48% Quote), konnte die Enttäuschung aber auch nicht verhindern.

Für Christian Fromm und Perugia lebt der Traum vom Finale weiter. Der DVV-Außenangreifer glich mit seinem Klub im Halbfinale um die italienische Meisterschaft gegen Trento aus, das 3:1 (25-22, 28-26, 12-25, 25-18) sorgte für das 1:1. Fromm steuerte 14 Punkte bei (48% Quote), das Entscheidungsspiel findet am 1. Mai in Trento statt, der Sieger trifft im Finale auf Modena.

Und auch in Frankreich heißt es im Halbfinale mit deutscher Beteiligung 1:1. Markus Steuerwald und Paris verloren das zweite Halbfinale gegen Lyon 0:3 (20-25, 25-18, 20-25, 19-25), nachdem Halbfinale eins mit 3:1 an Paris gegangen war. Paris hat aber im Entscheidungsspiel am 1. Mai Heimrecht.

Dagegen steht Mareen Apitz mit Cannes bereits im Finale. Zwei 3:1-Siege gegen Beziers langten, um das letzte Spiel der Saison am 9. Mai zu erreichen. In Frankreich wird das Finale nicht in einer Serie, sondern mit einer Partie entschieden (Männer- und Frauen-Finale nacheinander). Gegner dort ist der Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Le Cannet und Paris.