Saisonrückblick 2. Bundesliga Nord Männer: Netzhoppers schaffen Rekord-Meisterschaft und Aufstieg – Lüneburg wagt das Abenteuer 1. Liga

Saisonrückblick 2. Bundesliga Nord Männer: Netzhoppers schaffen Rekord-Meisterschaft und Aufstieg – Lüneburg wagt das Abenteuer 1. Liga

Rekordmeister, spannende Partien und prominente Namen: Die Saison in der 2. Bundesliga Nord der Männer war vor allem von klaren Entscheidungen im Auf- und Abstiegskampf geprägt. Einen Rekord für die Ewigkeit haben die Netzhoppers KW Bestensee aufgestellt: 26 Spiele, 26 Siege; 78 von 78 möglichen Punkten geholt und das bei nur acht Satzverlusten. Somit krönten sich die Netzhoppers bereits vier Spieltage vor Saisonende zum verdienten Meister der 2. Bundesliga Nord und schafften den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga Männer. Das Fundament des Erfolgs war der Zusammenhalt der Mannschaft bei den Netzhoppers. „Nach dem herben Rückschlag durch den Entzug der Erstligalizenz ist die Mannschaft weiter zusammengerückt und hat eine derart großartige Saison erst ermöglicht“, sagt Trainer Mirko Culic.

Neben den Netzhoppers tritt auch die zweitplatzierte SVG Lüneburg in der kommenden Saison im Oberhaus an. Trainer Michael Merten und Co-Trainer Bernd Schlesinger setzten sich gegen die Konkurrenten aus Solingen und Bitterfeld durch. Die 1:3-Niederlage der Lüneburger gegen Bitterfeld am letzten Spieltag hatte keine Auswirkung mehr auf die Tabellenkonstellation. Nun freut sich ganz Lüneburg auf das Abenteuer 1. Liga
Den Weg in Liga drei antreten müssen DJK Delbrück und VV Humann Essen. Während Delbrück schon frühzeitig die Segel im Kampf um den Klassenerhalt streichen musste, entwickelte sich der Kampf um das letzte Ticket zum Verbleib in der Liga zu einem wahren Krimi. Am letzten Spieltag traf Humann Essen im direkten Duell auf den Tabellennachbarn Rumelner TV. Gestärkt durch die Rückkehr der wiedergenesenen Leistungsträger Torben Tidick und Gerit Zeitler, hatte die seit elf Spielen sieglose Mannschaft des Rumelner TV ihre Nerven besser im Griff und konnte den Verbleib in der 2. Bundesliga feiern. „Es stand einfach jede Menge auf dem Spiel. Dass meine Jungs das Ganze dann auf so eine tolle Art lösen, davor kann ich nur meinen Hut ziehen. Das war keine Selbstverständlichkeit”, sagte Trainer Freddy Gies.

Spannende Partien gab es in dieser Saison auch im Tabellen-Mittelfeld. Keine Mannschaft konnte sich ihrer Sache – einen Sieg nach Hause zu bringen - vor der Partie gewiss sein. Viele ähnlich stark besetzte Mannschaften waren in der 2. Bundesliga Nord vertreten, was regelmäßig zu spannenden Fünf-Satz-Krimis führte. Wenn auch nicht gerade angenehm für Spieler und Trainer, kamen zumindest die Zuschauer auf ihre Kosten und sahen viele tolle Ballwechsel und umkämpfte Spiele.

Ein interessantes Duell gab es auch an der Seitenlinie. Mit Ralph Bergmann und Stefan Hübner kehrten zwei ehemalige Profivolleyballer, die sich aus gemeinsamen Zeiten in der Nationalmannschaft bestens kennen, auf das Volleyball-Parkett zurück. Aber nicht wie in alten Zeiten als Aktive, sondern in der, für den ein oder anderen Fan noch ungewohnten Position, als Trainer des FC Schüttorf 09 beziehungsweise des TSG Solingen.
Möglicher Aufsteiger in die 2. Liga Nord sind die SF Aligse an, die fristgerecht den Lizenzantrag eingereicht haben und nächstes Jahr in der zweithöchsten Liga spielen wollen.

(DVL)