Männer-WM: Polen setzt sich auf den WM-Thron

Männer-WM: Polen setzt sich auf den WM-Thron Eine Halle in rot-weiß, ein Land im Freudentaumel! Polen ist Weltmeister.

Polens Volleyballer haben ein ganzes Land in einen Freuden-Taumel versetzt! Der Gastgeber setzte sich in einem packenden Finale vor 12.500 Zuschauern in der Spodek/Kattowitz, vor 10.000 Zuschauern bei Public Viewings mit 3:1 (18-25, 25-22, 25-23, 25-22) gegen Titelverteidiger Brasilien durch. Bronze ging an die DVV-Männer, die zuvor im kleinen Finale 3:0 (25-21, 26-24, 25-23) gegen Frankreich gewonnen hatten.

Der erste Satz fiel dem Titelverteidiger ganz leicht, die Brasilianer spielten nahezu fehlerfrei und waren vor allem in der Block-Abwehr hoch überlegen. Danach kamen die Polen viel besser in die Partie, angetrieben von einem rot-weißen Meer, und lagen mit sechs Zählern vorne (17-11). Brasilien glich nochmals aus, aber die Polen waren nun „drin“ und glichen nach Sätzen aus. Der Favorit, der in der dritten Runde gegen die Polen beim 2:3 die einzige Turnierniederlage kassiert hatte, wankte und lief im dritten Satz stets einem Rückstand hinterher. Als Lucarelli seinen Angriff an die Antenne setzte, brach ein Jubel-Orkan aus, und Brasiliens Trainer Bernardinho deutete an, sein Shirt zerreißen zu wollen. Aber die Brasilianer schienen zurückkommen zu können, machten beim Stand von 17-17 im vierten Satz drei Breaks in Folge. Doch es reichte nicht: Die Polen gaben keinen Ball verloren, die Brasilianer zeigten Nerven.

Für Polen war es nach dem WM-Titel von 1974 die zweite WM-Goldmedaille, die Brasilianer verpassten es, als erste Nation viermal in Folge den WM-Titel zu holen.