Männer-WM: 25 Schiedsrichter und das Challenge System

Männer-WM: 25 Schiedsrichter und das Challenge System Die „Ordnungshüter“ bei der WM in Polen, unter ihnen Ralf Barnstorf (stehend 5. v.r.). Zudem die vier Mitglieder des Schiedsrichter-Komitees (sitzend v.l.), Willy Paredes (ARG), Sandy Steel (SCO) Sergay Titov (RUS) und Sogsak Chareongpong (THA).

25 der weltbesten Schiedsrichter, darunter der Berliner Ralf Barnstorf, werden bei der Männer-WM in Polen die Leitung der 103 Spiele übernehmen. Erstmals bei den Welt-Titelkämpfen wird ihnen dabei eine technische Unterstützung gewährt, das Video Challenge System.

Damit können die Mannschaften pro Satz zwei Entscheidungen anfechten und per Video überprüfen lassen. Sowohl „in & aus“-Entscheidungen als auch Netzberührung oder „Tusch-Situationen“ können per Video angezweifelt werden. Hat die fragende Mannschaft mit ihrem Einwand Recht, verfällt die Einspruchsmöglichkeit in diesem Satz nicht. Liegt sie zweimal falsch, muss sie die nächsten Entscheidungen allesamt akzeptieren und kann erst im folgenden Satz wieder zweimal das Video Challenge System nutzen.

Jochen Schöps begrüßt die Entscheidung: „Ich finde das gut, weil man die Möglichkeit hat, strittige Entscheidungen überprüfen zu lassen. Vielleicht wird es für einige Schiedsrichter nicht einfach, weil ihnen dann gezeigt wird, dass ihnen Fehler unterlaufen, aber da müssen sie durch.“

Wichtigste Entscheider bleiben dennoch die Schiedsrichter, die bei 60 Vorrundenspielen, 32 Zweitrundenpartien, 6 Drittrundenbegegnungen und fünf Finalentscheidungen (2x Halbfinale, 2x Medaillenspiele plus Spiel um Platz 5/6) die Verantwortung tragen.

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