International: „Polen“-Legionäre sind Vizemeister

International: „Polen“-Legionäre sind Vizemeister Maren Brinker und ihr Klub Wroclaw mussten sich mit der Vizemeisterschaft begnügen.

Titelverteidiger Jochen Schöps (Rzeszow) sowie Maren Brinker und Magdalena Gryka (Wroclaw) mussten sich in der polnischen Liga mit der Vizemeisterschaft begnügen. In den Finalserien erwiesen sich die Gegner als deutlich stärker und siegten mit 3:0-Spielen.

Rzeszow verlor 2:3, 0:3 und 0:3 gegen Belchatow und konnte in der Serie den Ausfall von Kapitän Akhrem nie kompensieren. Auch, weil Trainer Kowal ein wenig der Mut fehlte, und er es nicht wagte, aus der Not eine Tugend zu machen und mit zwei Diagonalspielern (Schöps und Konarski) zu agieren. So musste der DVV-Kapitän zumeist von außen zusehen.

Ähnlich chancenlos waren Brinker und Gryka mit ihrem Klub gegen Chemik Police, die Serie ging mit 0:3, 1:3 und 0:3 deutlich an Alt-Star Malgorzata Glinka-Mogentale und ihre Teamkolleginnen. Die Vizemeisterschaft ist für die beiden DVV-Spielerinnen in ihrer Premierensaison in Polen dennoch ein Erfolg. Erfolgreich endete die Spielzeit auch für Heike Beier (Bielsko-Biala), die dank eines 3:2 Platz fünf belegte und ihrem Klub einen Europapokalplatz in der Saison 2014/15 sicherte.

Dagegen sind Christiane Fürst und Giovanni Guidetti glänzend in die Finalserie um die türkische Meisterschaft gestartet: Spiel eins ging überaus deutlich 3:0 (25-23, 27-25, 25-16) an den Titelverteidiger, dem es gelang, den südkoreanischen Super-Star Kim mit sieben Zählern "klein" zu halten. Demgegenüber machte Fürst als Mittelblockerin starke neun Punkte.

In Russland hat Georg Grozer (Belgorod) die erste Hürde auf dem Weg zum nächsten Titel erfolgreich genommen. Belgorod steht vor dem letzten Gruppenspiel bereits im Halbfinale um die Meisterschaft, dagegen ist die starke Saison von Björn Andrae (Kemerovo) nach einem 0:3 gegen Belgorod und einem 1:3 (15 Punkte durch Andrae) gegen Moskau gelaufen.

Beste Aussichten auf einen „deutschen“ Meistertitel im Ausland bestehen in Frankreich. Dort führen sowohl Philipp Collin (Tours) als auch Markus Steuerwald (Paris) in der „Best of Three“-Halbfinalserie mit 1:0. Allerdings waren die 3:2-Siege gegen Chaumont (Tour) bzw. Ajaccio (Paris) hart umkämpft.