Frauen-WM: Niederlage gegen DOM zum Auftakt

Frauen-WM: Niederlage gegen DOM zum Auftakt Die deutsche Auswahl ist mit einer Niederlage gegen die Dominikanische Republik in die WM gestartet

Die DVV-Frauen haben ihr erstes Spiel bei der Weltmeisterschaft in Italien verloren und zum Auftakt eine 2:3 (25-22, 21-25, 21-25, 26-24, 13-15)-Niederlage gegen die Dominikanische Republik kassiert. Trotz eines guten Starts in das Match offenbarte die DVV-Auswahl noch große Leistungsschwankungen und schaffte es trotz mehrmaliger Aufholjagden nicht, den ersten Sieg bei der WM einzutüten. Beste deutsche Scorerin des Spiels war Margareta Kozuch mit 16 Punkten, gefolgt von Maren Brinker, die auf 14 Zähler kam. Beste Spielerin der Partie war Bethania De La Cruz De Pena mit insgesamt 23 Punkten. Damit verpasste das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti auch einen wichtigen Big Point für die möglicherweise zweite Zwischenrunde zu landen. Bereits morgen wartet das nächste Spiel auf die „Schmetterlinge“. Gegner ist Argentinien (17 Uhr, live auf SPORT1), das im ersten Spiel mit 1:3 gegen Kroatien verloren hat und damit ebenfalls schon früh unter Druck steht.

Stimmen zum Spiel

Giovanni Guidetti: „Wir hatten Glück, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben, weil das Spiel eigentlich schon im vierten Satz vorbei war. Die Dominikanische Republik hat viel besser gespielt. Gegen Argentinien wird es morgen kein leichtes Spiel, wir werden uns gut vorbereiten. Bei einer WM kann alles passieren.“

Margareta Kozuch: “Wir sind gut in das Match gestartet, aber ab dem zweiten Satz haben wir zu viele Fehler gemacht. Wir wussten, dass das erste WM-Spiel schwierig wird, konzentrieren uns jetzt aber voll auf Argentinien.“

Marcos Kwiek (Trainer DOM): “Dieser Sieg war sehr wichtig für uns. Wir hatten schon im vierten Satz die Möglichkeit, dass Match für uns zu entscheiden. Feiern können wir nach dem Sieg noch nicht, denn das war erst der Anfang eines langen Turniers.“

Bethania De La Cruz De Pena (Kapitän DOM): "Wir wussten im Vorfeld, dass es ein schweres Spiel wird. Es ist unglaublich wichtig, mit einem Sieg zu starten.“

Mareen Apitz: „Wir haben alle gehofft, dass wir mit einem Sieg in die WM starten, aber so ist es. Wir hatten auch die Möglichkeit, dieses Spiel zu gewinnen. Die haben wir leider nicht genutzt. Die Stabilität ist das Wichtigste in unserem Spiel, das hat dann einfach gefehlt. Und wenn wir es nicht schaffen, das durch zu ziehen, dann können wir nicht gewinnen.“


Foto FIVB: Giovanni Guidetti hatte während des Spiels viel Redebedarf mit seinem Team

Spielbericht
Startformation Deutschland: Mareen Apitz, Margareta Kozuch, Christiane Fürst, Stefanie Karg, Maren Brinker, Heike Beier, Lenka Dürr

Startformation Dominikanische Republik: Niverka Marte Frica, Bethania de la Cruz, Prisilla Brens, Candida Estefany Perez, Victoria Vargas Valdez, Gina Mambru Casilla, Brenda Castillo

Schmetterlinge zunächst sofort im Spiel
Bundestrainer Giovanni Guidetti hatte das Match im Vorfeld zu einem Schlüsselspiel erklärt, und genauso gingen seine Spielerinnen die Partie zunächst im ersten Satz an. Deutschland erwischte einen guten Start und erarbeitete sich schnell eine Zweipunkteführung (5-3), profitierte dabei auch von etlichen Abstimmungsproblemen und Fehlern auf gegnerischer Seite. Mit einer starken Blockarbeit stoppten sie die dominikanischen Angriffe, die vor allem über Prisilla Rivera (6 Punkte) liefen. Ein Block von Christiane Fürst war es auch, der den Vorsprung auf ganze sechs Punkte zur zweiten technischen Auszeit (16-10) vergrößerte. Lange sollte dieser aber nicht halten, denn von nun an entwickelte sich eine Berg- und Talfahrt, die sich wie ein roter Faden durch den weiteren Verlauf zog. Ein 10-4 Lauf (21-20), der erst von einem Diagonalball von Stefanie Karg gestoppt wurde, machte den ersten Satz wieder spannend und ließ Guidetti das erste Mal reagieren. Unter anderem wechselte er Geburtstagskind Louisa Lippmann (20 Jahre) für Kozuch ein und lag damit goldrichtig. Beim Stand von 22-22 machte sie drei Punkte in Folge und machte die Satzführung perfekt

DOM dreht das Spiel
Trotz des Erfolgserlebnisses schaffte es das deutsche Team nicht, Stabilität in das eigene Spiel zu bekommen. Im zweiten und dritten Satz gaben die Dominikanerinnen den Ton an und nutzten vor allem die deutschen Angriffsschwächen eiskalt aus. Mit einer Angriffsquote, die sich nur knapp über 30% befand, hatten sie gegen die Kraftvollen Dominikanerinnen, die auch mit ihrem Block (17 Punkte) immer wieder die Finger am Ball hatten und die deutschen Angreiferinnen somit zur Verzweiflung trieben, kaum eine Chance. Zwar entwickelte sich immer ein enger Schlagabtausch, doch am Ende stand das deutsche Team mit leeren Händen da und lag nach Sätzen plötzlich mit 1:2 in Rückstand. Kaum an Dramatik zu überbieten war anschließend Durchgang vier. Die Dominikanische Republik brauchte sich beim Stand von 23-18 nur noch den Sieg schnappen, doch hier bewiesen die Schmetterlinge, was sie wirklich leisten können und kämpften sich mit viel Herz heran, um am Ende auch den Satzgewinn einzufahren.

Berg- und Talfahrt mit bitterem Ende
Die Aufholjagd schien ihnen endlich das dringend benötigte Selbstvertrauen eingeimpft zu haben – zumindest vorerst. Mit 9-5 erarbeitete sich die deutsche Auswahl im fünften Satz ein großes Polster, das beim ersten Anblick und der gezeigten Leistung eigentlich hätte reichen müssen. Doch es war als hätte jemand bei diesem Spielstand erneut den Stecker gezogen. Es klappte nichts mehr im Angriff, die Dominikanerinnen dagegen robbten sich Punkt für Punkt heran und gewannen den Satz mit 15-13 und damit auch das Spiel mit 3:2.

Spielfilm
1. Satz: 5-3, 5-5, 8-6, 12-8, 16-10, 18-16, 19-18 (Geerties für Brinker), 22-21 (Brinker, Weiß und Lippmann für Geerties, Apitz und Kozuch), 24-22
2. Satz: 1-4, 4-8, 6-10, 8-13 (Weiß für Apitz), 9-14 (Lippmann für Kozuch), 11-17 (Geerties für Brinker), 13-23 (Brinker für Geerties), 18-23, 20-24
3. Satz: 1-4, 3-7, 7-7, 8-7, 12-10, 14-14, 14-17 (Apitz und Lippmann für Weiß und Kozuch), 20-15 (Kozuch für Lippmann), 20-23 (Geerties für Karg),
4. Satz: 2-4, 4-4, 6-8, 7-12, 12-16, 20-16 (Pettke für Karg), 22-17 (Weiß und Lippmann für Apitz und Kozuch), 18-23, 23-23, 24-24, 25-24 (Kozuch und Apitz für Lippmann und Weiß)
5. Satz: 4-2 (Brinker für Geerties), 8-5, 9-10, 13-12 (Lippmann für Apitz), 13-13 (Weiß für Kozuch), 14-13

Statistik
GER: Aufschlag: 5 Asse & 8 Fehler / Angriff: 33% / Block: 17 Pkt
DOM: Aufschlag: 1 Ass & 8 Fehler / Angriff: 36% / Block: 11 Pkt

Der deutsche WM-Kader
Zuspiel: Kathleen Weiß (Prostejov/CZE), Mareen Apitz (Cannes/FRA)
Diagonal: Margareta Kozuch (Shanghai/CHN), Louisa Lippmann (Dresdner SC)
Mittelblock: Christiane Fürst (Eczacibasi Istanbul/TUR), Stefanie Karg (Prostejov/CZE), Wiebke Silge (USC Münster), Jennifer Pettke (VC Wiesbaden)
Außenangriff: Maren Brinker (Montichiari/ITA), Heike Beier (Bielsko-Biala/POL), Jennifer Geerties, Laura Weihenmaier (Schweriner SC)
Libero: Lenka Dürr (Azeryol Baku/AZE), Lisa Thomsen (Lokomotiv Baku/AZE)

Spielplan Vorrunde – Live im Free-TV auf SPORT1
23.09.: GER – DOM: 2:3 (25-22, 21-25, 21-25, 26-24, 13-15)
24.09.: GER – ARG 17.00 Uhr
25.09.: GER – TUN 10.30 Uhr
27.09.: GER – ITA 20.00 Uhr
28.09.: GER – CRO 17.00 Uhr

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