Frauen-WM: Bittere Niederlage gegen Kroatien – Nur zwei Punkte für Runde zwei

Frauen-WM: Bittere Niederlage gegen Kroatien – Nur zwei Punkte für Runde zwei Gegen Kroatien mussten die DVV-Frauen die dritte Vorrundenniederlage einstecken

Herber Rückschlag für die DVV-Frauen: Im äußerst wichtigen Spiel gegen Kroatien kassierte das deutsche Team zum Abschluss der Vorrunde in Rom eine 2:3 (25-17, 23-25, 25-9, 21-25, 11-15)-Niederlage und nimmt lediglich zwei Punkte in die zweite WM-Runde mit. Dort treffen die Schmetterlinge ab dem nächsten Mittwoch in Triest auf China (01.10. um 17 Uhr), Japan (02.10. um 17 Uhr), Belgien (04.10. um 17 Uhr) und Aserbaidschan (05.10. um 17 Uhr). Um überhaupt noch eine Chance auf das Erreichen des Final-Six in Mailand zu haben, darf sich die deutsche Auswahl keine Niederlage mehr erlauben. Alle Spiele werden live auf SPORT1 übertragen. In der Abschlusstabelle der Gruppe A ordnen sie sich nach fünf Spielen, zwei Siegen und drei Niederlagen, auf dem vierten Rang (8 Punkte) ein. Auf deutscher Seite erzielte Maren Brinker die meisten Punkte, gefolgt von Christiane Fürst mit 18 Zählern. Für Kroatien kam Sanja Popovich auf 19 Punkte.

Stimmen zum Spiel

Giovanni Guidetti: "Wir schaffen es nicht, über den gesamten Zeitraum eines Spiels eine konstante Leistung zu bringen. Wir probieren in Triest alles, aber es wird sehr, sehr schwer."

Margareta Kozuch: "Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir müssen die Niederlage erst einmal sacken lassen. Kroatien hat am Ende immer besser angenommen und ist viel Risiko eingegangen. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Ich hoffe, dass wir in Triest noch zu unserem Spiel finden."

Maren Brinker: "Die Niederlage ist natürlich bitter. Wir wollten heute gewinnen. Am Ende hat Kroatien einfach stabiler aufgeschlagen. Wir glauben an den kleinen Funken, der noch da ist."


Foto FIVB: Nur selten fand die deutsche Mannschaft zu ihrem gewohnten Spiel

Spielbericht
Startformation Deutschland: Mareen Apitz, Margareta Kozuch, Jennifer Pettke, Christiane Fürst, Heike Beier, Maren Brinker, Lenka Dürr

Starformation Kroatien: Senna Usic, Ana Grbac, Nikolina Jelic, Mia Jerkov, Ivana Milos, Maja Poljak, Nikolina Jelic

Starke Aufschläge sorgen für Polster
Gegen Kroatien startete Bundestrainer Giovanni Guidetti mit seiner gewohnten Anfangsformation. Neben der verletzten Stefanie Karg musste Laura Weihenmaier auf der Tribüne Platz nehmen (im Vorfeld muss der Kader auf 12 Spielerinnen reduziert werden). Das deutsche Team kam erneut gut in die Partie und bereitete den Kroatinnen große Probleme mit ihren Aufschlägen, die diese einfach nicht kontrollieren konnten und Probleme im Spielaufbau hatten (6-1). Zwar kamen sie mit Sanja Popovich am Aufschlag bis auf 4-6 heran, doch ein Block von Christiane Fürst beendete die Aufholjagd. Das Spiel lief nun immer mehr zu Gunsten der DVV-Auswahl, die zwischenzeitlich bis auf zehn Punkte davon zog (21-11). Ein Ass von Jennifer Pettke brachte den ersten Satzball, der noch abgewehrt wurde. Schließlich war es Christiane Fürst, die beim Stand von 25-17 für die Führung sorgte. Überragend war die Leistung dennoch nicht, wie auch die schwache deutsche Angriffsquote zeigte (24%). Lediglich die gute Annahme machte den Unterschied aus (56% - 30%).

Kroatien mit besserer Annahme
Kroatien schien den schlechten Start schnell verarbeitet zu haben. Mit kurzen Aufschlägen hinter das Netz stellten sie diesmal die deutsche Annahme vor arge Probleme. Doch der Start gehörte erst einmal Margareta Kozuch, die das deutsche Team mit ihren Aufschlägen mit 4-2 in Führung brachte. In der Folge sollte sich das Blatt aber wenden. Mit einer besseren Annahme und einem starken Angriff drehte Kroatien den Durchgang bis zur ersten technischen Auszeit (8-7). Im Gegensatz dazu sammelte Zuspielerin Mareen Apitz jetzt immer mehr Meter, wobei auch die Zuspiele nicht mehr die gewohnte Genauigkeit hatten. Kam das deutsche Team einmal heran, dann war es der kroatische Block, der in den entscheidenden Momenten zupackte (21-20) und auch den Ausgleich zum 1:1 herstellte.

Die DVV-Auswahl dominiert Satz drei
Ein Block besorgte im dritten Durchgang eine 3:0-Führung, und auch die Aufschläge passten perfekt. Kroatien hatte erneut große Probleme in der Annahme, es war das gleich Bild wie bereits in Durchgang eins. Mit einer Aufschlagsserie von Margareta Kozuch zog die deutsche Mannschaft auf 8-1 weg. Etwas ändern sollte sich nicht mehr. Dem starken deutschen Spiel hatten die Kroatinnen nichts entgegenzusetzen und gaben den Satz deutlich ab (9-25). Die DVV-Auswahl dominierte dagegen in allen Bereichen und überzeugte mit einem starken Auftritt, der eigentlich Hoffnung machen sollte.

Kroatien dreht die Partie
Den Schwung aus Satz drei konnte das deutsche Team zunächst mitnehmen. Ein Ass von Jennifer Pettke brachte die 5-2 Führung, die durch zwei Fehler im Angriff egalisiert wurde. Doch nicht nur da wackelte das deutsche Team, auch im Zuspiel funktionierte es nicht mehr. Die Kroatinnen zogen auf 14-10 davon, woraufhin Guidetti reagierte und Apitz für Weiß wieder in Spiel brachte. Am Punktestand sollte sich nichts ändern. Kroatien spielte es sauber runter und glich erneut aus. In Durchgang fünf erwischte die deutsche Mannschaft einen schlechten Start. Kroatien funktionierte mit starker Block-Feld-Abwehr und lag schnell mit 6-3 in Front. Mit Jennifer Geerties am Aufschlag gelang noch einmal der Ausgleich (7-7), der aber nicht zu mehr Sicherheit beitrug. Vielmehr ging Kroatien immer mehr Risiko im Spiel ein, dagegen merkte man den deutschen Spielerinnen die Unsicherheit an. Ohne den entscheidenden Mut dahinter zogen die Kroatinnen wieder davon (11-8) und gaben den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Für Ernüchterung sorgte in der Endphase ein Ass von Popovich, das gleichbedeutend mit den ersten Matchbällen gegen Deutschland war. Einen wehrte das deutsche Team noch ab, allerdings nutzte Kroatien das anschließende Side Out und gewann das Match (15-11).

Spielfilm

1. Satz: 5-1, 8-4, 12-7, 16-7, 22-14, 22-16 (Geerties für Brinker)

2. Satz: 4-2, 6-6, 7-8, 7-9 (Weiß für Apitz), 9-12, 11-16, 19-19, 20-20 (Geerties für Brinker), 22-23 (Apitz für Weiß), 23-24 (Brinker für Geerties)

3. Satz: 5-1, 8-1, 11-2 (Geerties für Beier), 13-2, 16-4, 21-6, 24-7 (Lippmann für Weiß), 24-8 (Apitz für Kozuch)

4. Satz: 4-2, 8-6, 9-9, 9-13 (Apitz für Weiß), 13-16, 13-17 (Silge für Pettke), 20-23,

5. Satz: 4-2 (Lippmann für Kozuch), 3-6, 6-6, 8-8, 8-11, 11-13

Der deutsche WM-Kader
Zuspiel: Kathleen Weiß (Prostejov/CZE), Mareen Apitz (Cannes/FRA)
Diagonal: Margareta Kozuch (Shanghai/CHN), Louisa Lippmann (Dresdner SC)
Mittelblock: Christiane Fürst (Eczacibasi Istanbul/TUR), Stefanie Karg (Prostejov/CZE), Wiebke Silge (USC Münster), Jennifer Pettke (VC Wiesbaden)
Außenangriff: Maren Brinker (Montichiari/ITA), Heike Beier (Bielsko-Biala/POL), Jennifer Geerties, Laura Weihenmaier (Schweriner SC)
Libero: Lenka Dürr (Azeryol Baku/AZE), Lisa Thomsen (Lokomotiv Baku/AZE)

Spielplan Vorrunde – Live im Free-TV auf SPORT1
23.09.: GER – DOM: 2:3 (25-22, 21-25, 21-25, 26-24, 13-15)
24.09.: GER – ARG: 3:0 (25-12, 25-13, 25-14)
25.09.: GER – TUN 10.30 Uhr 3:0 (25-7, 25-12, 25-7)
27.09.: GER – ITA 20.00 Uhr 1:3 (25-21, 17-25, 10-25, 18-25)
28.09.: GER – CRO 17.00 Uhr 2:3 (25-17, 23-25, 25-9, 21-25, 11-15)

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