European League: Sieg zum Vorrunden-Abschluss – 3:0 gegen Griechenland

European League: Sieg zum Vorrunden-Abschluss – 3:0 gegen Griechenland Ein Sieg zum Abschluss der European League-Vorrunde ließ die DVV-Frauen jubeln.

Die DVV-Frauen haben die Vorrunde in der European League mit einem souveränen Sieg abgeschlossen: Vor 1.250 Zuschauern in der Wiedigsburghalle in Nordhausen gewann Deutschland 3:0 (25-21, 25-20, 25-17) gegen Griechenland und beendete die Gruppenphase mit einer Bilanz von 9:3-Siegen und 26 Punkten souverän auf Platz eins. Nun gilt das Augenmerk den Finalspielen gegen die Türkei. Zunächst spielen die DVV-Frauen am 16. Juli in Bursa/TUR (16.00 Uhr, live bei www.laola1.tv), am 19. Juli (13.00 Uhr, live bei SPORT1 im Free-TV und bei www.laola1.tv) fällt im Rückspiel in Rüsselsheim die Entscheidung über den Sieger. Im vergangenen Jahr hatten die DVV-Frauen bei ihrer erstmaligen Teilnahme an der European League prompt den Titel gewonnen. Punktbeste Spielerinnen in Nordhausen waren Jennifer Pettke (15) und Berit Kauffeldt (10) auf deutscher sowie Eleni Kiosi (11) auf griechischer Seite.

Nach dem deutlichen 3:0-Sieg in Dessau, mit dem das Finalticket bereits gelöst worden war, wollte Guidetti auch in Nordhausen keine Kompromisse eingehen und verlangte von seinen Spielerinnen ein dominantes Auftreten. Um das zu unterstreichen, gab es unmittelbar vor dem Spiel noch eine kleine Trainingseinheit. Und die deutschen Spielerinnen hörten zu Beginn auf ihren Chef, machten von Beginn an Druck mit dem Aufschlag und packten im Anschluss in der Block- und Feldabwehr zu. In der Folge ließ das Team aber die Zügel schleifen und patzte vor allem mehrmals in der Annahme (vier griechische Asse im ersten Satz). Der deutlich überlegene Angriff (42% zu 17%) brachte den ersten Durchgang jedoch sicher nach Hause. Dennoch war der Auftritt des deutschen Teams schwächer als zwei Tage zuvor, einzig die Schnellangreiferinnen Pettke und Kauffeldt wusste durchgehend zu gefallen. Die anderen Spielerinnen nahmen sich immer mal wieder Auszeiten und brachten somit die Griechinnen in die Partie, ohne jedoch Gefahr zu laufen, einen Satz abgeben zu müssen.
Am Dienstag, 15. Juli (7.00 Uhr ab Berlin), fliegt die deutsche Mannschaft zum Final-Hinspiel in die Türkei, dort soll der Grundstein für den zweiten Sieg in der European League gelegt werden. Dann ist eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten.


Foto Conny Kurth: In der Annahme agierte das deutsche Team, hier mit Liza Izquierdo und Lisa Thomsen, nicht immer souverän.

Ausführlicher Spielbericht
Startformation Deutschland: Lena Möllers, Carina Aulenbrock, Berit Kauffeldt, Jennifer Pettke, Lisa Izquierdo, Jennifer Geerties, Lisa Thomsen

Startformation Griechenland: Athina Papafotiou, Eleni Kiosi, Georgia Lamprousi, Panagiota Dioti, Evanglia Chantava, Maria Lamprinidou, Maria-Eleni Artakianou

1. Satz
Perfekter Start für das deutsche Team: Der Block von Kauffeldt/Aulenbrock war nicht zu überwinden und griff dreimal in Serie zu (5-1). Zwar fing sich in der Folge das griechische Team, die Unterschiede waren aber weiterhin deutlich (14-7). Dann punkteten die Gäste in Serie, weil die Abstimmung im deutschen Team nicht passte oder direkte Fehler passierten. So verkürzten die Griechinnen nach fünf Punkten in Folge auf 14-12. Zwar blieb das deutsche Team vorne, die Sicherheit der ersten Aktionen war jedoch nicht mehr gegeben (17-15). Guidetti wechselte doppelt und brachte Mareen Apitz und Lena Stigrot, Geerties gelang eine Aufschlagserie (22-15). Nach einer abermaligen Serie der Griechinnen, vor allem durch Annahmeprobleme auf deutscher Seite, nahm der Bundestrainer eine Auszeit (22-19). Die zeigte Wirkung, die Konzentration war wieder da, Deutschland machte noch drei Zähler, die Griechinnen nur noch zwei.

2. Satz
Guidetti begann wieder mit der Startformation des ersten Satzes, weil aus der Abwehr erfolgreich gekontert wurde (4-1). Die starke Pettke, beste deutsche Spielerin, sorgte mit Block, Angriff und Aufschlag für den Fünf-Punkte-Vorsprung (13-8). Aber die Griechinnen kämpften sich abermals heran und gingen nach Aufschlägen von Papafotiou sowie drei Blockpunkten sogar in Führung (13-14). Guidetti war unzufrieden und wurde in der Auszeit laut. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Izquierdo setzte sich zweimal gegen den Block durch, Möllers servierte ein Ass und holte die Führung zurück (16-14). Diese wurde auf 20-16 ausgebaut, ehe erneut Schwächen im deutschen Team auftraten (20-19). Dass in Normalform der Gegner keine Herausforderung darstellt, demonstrierte das deutsche Team am Ende, als die letzten drei Punkte durch druckvolles Angriffsspiel beim deutschen Team blieben.


Foto Conny Kurth: Jennifer Geerties steuerte gegen Griechenland insgesamt 8 Punkte bei.

3. Satz
Apitz und Stigrot blieben auf dem Feld, zudem agierte Jana-Franziska Poll (für Izquierdo) im Außenangriff. Erneut gelang die frühe Führung (5-2), erneut schlichen sich in der Folge Nachlässigkeiten ein, die verhinderten, dass sich das Team absetzen konnte (12-10). Mehrere Blockpunkte gegen die griechischen Angreiferinnen schraubten das Ergebnis dann in standesgemäße Höhe (22-15). Den letzten Partie und der European League-Vorrunde machten die Griechinnen, die ihren letzten Angriff verzogen.

Statistik
GER: Aufschlag: 6 Asse & 3 Fehler / Angriff: 41% / Block: 9
POL: Aufschlag: 7 Asse & 7 Fehler / Angriff: 28% / Block: 8

Spielfilm
1. Satz: 3-1, 5-1, 8, 3, 11-6, 14-7, 14-11, 17-15 (Apitz & Stigrot für Aulenbrock & Möllers), 21-15, 22-19, 24-21 (Aulenbrock & Möllers zurück)
2. Satz: 4-1, 11-7, 13-13, 16-14, 20-16, 22-20 (Apitz & Stigrot für Aulenbrock & Möllers), 24-20
3. Satz: 5-2, 10-6, 16-12, 21-15, 23-16 (Lippmann für Pettke)

Stimmen
Giovanni Guidetti: „Heute war das Spiel schlecht, wir haben zu viele Fehler gemacht. Die Mädchen sind müde von den vielen Reisen und die Konzentration war nicht vorhanden. Gut war die Unterstützung in Nordhausen und dass wir trotz unseres schlechten Volleyballs den Gegner kontrolliert haben.“

Lena Möllers: „Das war der letzte Test vor dem Finale gegen die Türkei. Schön, dass wir 3:0 gewonnen haben, es war der vierte 3:0-Sieg in Folge in Deutschland. Dennoch haben wir viele Fehler gemacht, die wir im Finale abstellen müssen. Wir haben alle gespielt, sodass alle von uns Spielpraxis bekommen haben, das ist wichtig. Ich glaube, wir haben gute Chancen gegen die Türkei.“

Lisa Thomsen: “Es war uns klar, dass es heute schwieriger wird als in Dessau. Dennoch haben wir die Griechinnen letztlich doch im Griff gehabt. Wir sind Titelverteidiger und wollen den Titel wieder nach Deutschland holen.“

Ergebnisse vom 11.-13. Juli
GER – GRE 3:0 & 3:0
POL – ESP 3:0 & 3:1

Abschluss-Tabellen (13.7.14)

Gruppe A
1. TUR – 27 Punkte – 9:3-Siege - 29:12-Sätze – 12 Spiele
2. AZE – 16 Punkte – 5:7-Siege - 21:25-Sätze – 12 Spiele
3. BUL – 15 Punkte – 4:8-Siege - 20:27-Sätze – 12 Spiele
4. SLO – 14 Punkte – 6:6-Siege - 21:27-Sätze – 12 Spiele

Gruppe B
1. GER – 26 Punkte – 9:3-Siege - 30:11-Sätze – 12 Spiele
2. POL – 20 Punkte – 7:5-Siege - 22:21-Sätze – 12 Spiele
3. ESP – 16 Punkte – 5:7-Siege - 20:25-Sätze – 12 Spiele
4. GRE – 10 Punkte – 3:9-Siege - 14:29-Sätze – 12 Spiele


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