Berlin smart Grand Slam: Nur noch Walkenhost/Windscheif dabei - Erdmann/Matysik ausgeschieden

Berlin smart Grand Slam: Nur noch Walkenhost/Windscheif dabei - Erdmann/Matysik ausgeschieden Der letzte deutsche „Mohikaner“ im Männer-Turnier: Alexander Walkenhorst (im Angriff) und Stefan Windscheif sind noch dabei.

„Alles oder nichts“ lautete die Devise für drei deutsche Duos am zweiten Tag des Männer-Hauptfeldes beim Berlin smart Grand Slam. Für das Nationalteam Alexander Walkenhorst/Stefan Winscheif hieß es nach Sieg „alles“ und Einzug in die Ko-Phase, für die an eins gesetzten Jonathan Erdmann/Kay Matysik und Sebastian Dollinger/Lars Flüggen nach Niederlagen „nichts“ und Platz 25.

Damit haben von den neun deutschen Teams im Hauptfeld lediglich drei die Gruppenphase überstanden. Nach Karla Borger/Britta Bühte und Chantal Laboureur gelang dies nur noch Walkenhorst/Windscheif. Das Duo tat sich gegen Winter/Petutschnig (AUT) allerdings schwer. Zwar wurde der erste Satz relativ souverän gewonnen, im zweiten Satz verlor das DVV-Team jedoch den Faden, als die Österreicher ihre Aufschläge auf Windscheif platzierten. Erst im dritten Satz war wieder „Feuer“ im deutschen Spiel, die Aufschlage erzeugten Druck und machten die notwendigen Punkte zum zweiten Sieg und Platz zwei in der Gruppe: „Im ersten Satz hatten wir alles unter Kontrolle, im zweiten Satz haben sie besser aufgeschlagen, und ich habe Probleme bekommen. Da lief nichts mehr. Wir wussten aber, dass wir besser sind, und waren deshalb auch im dritten Satz ruhig. Wir haben uns hier keine Platzierung vorgenommen, es soll so weit wie möglich gehen“, meinte Windscheif. Für das Nationalteam ist es erst das dritte gemeinsame Turnier auf der World Tour in diesem Jahr.

Die an eins gesetzten Erdmann/Matysik müssen das gleiche Schicksal wie ihre ausgeschiedenen Kolleginnen Katrin Holtwick/Ilka Semmler verkraften: Im entscheidenden Spiel gegen die Österreicher Doppler/Horst langte es nicht zum notwendigen Sieg, weil einige Chancen liegen gelassen wurden. So lag das Nationalteam im ersten Satz stets vorne und geriet durch einen technischen Fehler beim 19-20 erstmals in Rückstand. Im zweiten Satz drehte das Duo zunächst einen 2:5-Fehlstart mit guten Aufschlägen in einen Vorsprung (17-15), ehe zwei direkte Aufschlagpunkte der Österreicher in die „husband and wife“-area (in die Mitte) die Wende herbei führten. Für Matysik eine große Enttäuschung: „Letzter zu werden, ist eine Katastrophe. Dabei ist egal, ob wir an eins gesetzt sind oder in Berlin spielen. Das war reine Kopfsache. Wir hatten bis zum Turnier in Shanghai eine sehr gute Entwicklung, danach hatten wir eine lange Pause, die uns nicht gut getan hat. Wir haben viel Arbeit vor uns, es ist enttäuschend, so etwas zu zeigen“, nahm Matysik kein Blatt vor den Mund.

Gegen die Kanadier Hatch/Redmann waren Dollinger/Flüggen zum Siegen verdammt. Doch das deutsche Team wirkte verkrampft und ließ zahlreiche Punktchancen in beiden Sätzen liegen. So beispielsweise im zweiten Satz beim Stand von 17-15, als Flüggen am Block des kanadischen Abwehrspielers scheiterte. Dollinger zeigte sich enttäuscht, aber auch nicht überrascht: „Diese Niederlage war bitter. Man merkt, dass wir noch nicht voll da sind. Wir müssen einfach in den Wettkampf kommen, nächste Woche geht es in Stavanger weiter.“ Dollinger/Flüggen spielten in Berlin erst ihr zweites Turnier in dieser Saison, weil Dollinger zuletzt drei Wochen wegen eines Faserrisses in der Wade pausieren musste.

Alle Partien auf dem Center Court werden live bei www.laola1.tv übertragen.


Ansetzungen 20. Juni mit deutscher Beteiligung
Dollinger, S.-Flüggen GER [21] Hatch-Redmann CAN [28]
0:2 (16-21, 20-22)

Doherty-Lucena USA [24] Fuchs-Urbatzka GER [25]
Verletzung Doherty/Lucena

Walkenhorst-Windscheif GER [20] Winter-Petutschnig AUT [29]
2:1 (21-17, 17-21, 15-8)

Erdmann-Matysik GER [1] Doppler-Horst AUT [16]
0:2 (21-23, 19-21)

14:00 1 Gioria-Giombini ITA [32] Laboureur-Sude GER [25]

18:00 1 Sieger aus Brzostek-Kolosinska POL [31] Zumkehr-Heidrich SUI [17] - Borger-Büthe GER [4]


Spielplan der Frauen

Das Männer-Turnier in Berlin