Beach-EM: Nur Ludwig/Walkenhorst Poolsieger
So erfolgreich die fünf deutschen Frauen-Duos an den ersten beiden Tagen der EM in Cagliari/ITA waren, so schmal fielen die Siege in den finalen Spielen der Gruppenphase aus: Lediglich Laura Ludwig/Kira Walkenhorst siegten und zogen als Gruppensieger direkt in das Achtelfinale ein. Die vier anderen Frauen-Teams müssen allesamt in der ersten Ko-Runde antreten und sich für das Achtelfinale qualifizieren.
Ungefährdet siegten Ludwig/Walkenhorst in ihrem „Gruppenfinale“ gegen die Niederländerinnen Braakmann/von der Vliest. Der Grund: Die EM-Dritten des Vorjahres waren mit den Leistungen der zwei Tage zuvor nicht einverstanden und wollten ein Zeichen setzen. Und dies gelang – bis auf den Start in den ersten Satz – eindrucksvoll. Aus einem 5-9 wurde ein 16-13, ein Block von Walkenhorst beendete den ersten Durchgang. Der zweite Satz fiel noch klarer aus, weil das deutsche Top-Duo von Beginn an hellwach war. Dementsprechend zufrieden fiel das Fazit von Ludwig aus: „Wir waren nicht so zufrieden mit den ersten beiden Tagen, das wollten wir unbedingt besser machen. Und ich denke, dass man das auch gesehen hat. Wir werden jetzt ein paar Spiele gucken, zur Physiotherapie gehen und uns ausruhen.“
Dagegen müssen die zwei anderen DVV-Nationalteams – etwas überraschend – noch am Nachmittag ran: Sowohl Karla Borger/Britta Büthe als auch Katrin Holtwick/Ilka Semmler wurden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht und kassierten nach einer 1:0-Satzfürhung Dreisatz-Niederlagen gegen Teams aus Finnland und Russland. Büthe war dementsprechend angefressen: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir haben unsere Chancen im Sideout und Block/Feldabwehr nicht genutzt, dann reicht es gegen so ein Team nicht. Die letzten Tage haben wir abends noch trainiert, jetzt spielen wir heute Abend. Das ist keine Strafe, es ist eine Chance auf die nächste Runde.“
Die haben auch noch Chantal Laboureur/Julia Sude und Victoria Bieneck/Julia Großner, die nach ihren Tagesniederlagen als Zweite bzw. Dritte in die erste Ko-Runde starten. Vor allem Laboureur/Sude hatten gegen die Niederländerinnen Meppelink/van Ierse Möglichkeiten, scheiterten jedoch an einigen Fehlern zuviel. „Im 3. Satz haben wir kaum Druck im Aufschlag erzeugt und zu viele eigene Fehler gemacht. Wir haben zwei Sideoutfehler gemacht, dann ging der 3. Satz ziemlich schnell. Vorher im zweiten sind wir über Block/Abwehr gut zurückgekommen. Im gesamten Spiel hat Annahme und Zuspiel nicht gestimmt, war nicht so wie wir es geübt haben“, so Sude.
Die deutschen Team erwarten nun folgende Gegner in der ersten Ko-Runde am Donnerstag Nachmittag/Abend (Zeiten stehen noch nicht fest): Laboureur/Sude – Bonnerova/Hermannova (CZE), Borger/Büthe – Kongshavn/Kjølberg (NOR), Holtwick/Semmler – Gioria/Giombini (ITA), Bieneck/Großner – Braakmann/van der Vlist (NED).
Die Spiele auf dem Center Court und Court 2 werden live bei www.laola1.tv gestreamt. Die Partien mit deutscher Beteiligung sind in der TV-Datenbank aufgeführt.
Ansetzungen 5. Juni
Ludwig-Walkenhorst GER [1] Braakman-Van der Vlist NED [16] 2-0 (21-15, 21-14)
Holtwick-Semmler GER [2] Syrtseva-Moiseeva RUS [15] 1-2 (21-18, 16-21, 5-15)
Borger-Büthe GER [3] Nyström Er.-Nyström Em. FIN [14] 1-2 (21-16, 16-21, 9-15)
Kolocova-Slukova CZE [5] Bieneck-Großner GER [12] 2-0 (21-14, 21-19)
Meppelink-Van Iersel NED [6] Laboureur-Sude GER [11] 2-1 (21-18, 18-21, 15-10)
14:00 3 Samoilovs-Smedins, J. LAT [1] Fuchs-Flüggen GER [16]
14:00 2 Herrera-Gavira ESP [4] Walkenhorst-Windscheif GER [13]
15:00 2 Erdmann-Matysik GER [5] Gabathuler-Gerson SUI [21]
16:00 3 Dittelbach-Koreng GER [19] Goncharov-Bykanov RUS [30]
Der Frauen-Spielplan in der Übersicht