Beach-EM (M): Nur Erdmann/Matysik Poolsieger

Beach-EM (M): Nur Erdmann/Matysik Poolsieger Sebastian Fuchs (im Block) stand mit Interims-Partner Lars Flüggen kurz davor, die Favoriten Samoilovs/Smedins zu schlagen.

Duplizität der Vorrundenergebnisse aus deutscher Sicht: Wie bei den Frauen gibt es auch bei den Männern mit Jonathan Erdmann/Kay Matysik nur ein Team, das die Gruppe gewann und somit direkt in das Achtelfinale einzog. Drei andere Teams müssen dagegen bereits in der ersten Ko-Runde (6. Juni) antreten, für die Deutschen Meister Markus Böckermann/Mischa Urbatzka endete die EM verletzungsbedingt auf Platz 25.

Lars Flüggen/Sebastian Fuchs und Alexander Walkenhorst/Stefan Windscheif scheiterten äußerst knapp in ihren „Gruppenfinals“ und unterlagen letztlich nach drei hart umkämpften Sätzen zwei Top-Favoriten: Flüggen/Fuchs zogegen die Weltranglisten-1. des Vorjahres, die Letten Samoilovs/Smedins, den Kürzeren, Flüggen war nach der Partie hin und hergerissen mit seinen Gefühlen: "Fuchsi hat gut geblockt, ich habe in der Abwehr auch ein paar gehabt. Wir haben uns insbesondere in den ersten beiden Sätzen gut verkauft, in kritischen Situationen fehlt bei uns noch ein bisschen die Abstimmung. So können wir im Sideout nicht arbeiten, wir dürfen den 3. Satz nicht zu 5 verlieren."

Walkenhorst/Winscheif mussten sich den Titelverteidigern Herrera/Gavira aus Spanien knapp geschlagen geben. Walkenhorst ärgerte sich hinterher: "Das, was uns fehlte: Wir müssen uns mit neuen Situationen besser auseinandersetzen. Es ist blöd, wenn wir gleich Punkte abgeben, nur weil sie auf jemand anderen aufschlagen bei uns. Wir haben die ersten beiden Bälle im dritten Satz schlecht gespielt und trotzdem nur knapp verloren. Wenn wir das besser machen, sind solche Teams nicht so weit weg. Und zumindest in dem Spiel waren wir auch auf Augenhöhe. Nicht die haben gewonnen, weil sie besser waren, wir haben verloren, weil wir schlechter waren."

Dagegen fanden Erdmann/Matysik nach Verlust des ersten Satzes gegen die Schweizer Gabathuler/Gerson noch den Schlüssel zum Erfolg. "Am Anfang ist es nicht so gut gelaufen. Als wir uns gefangen hatten, dachte ich wir holen den 1. Satz noch, aber es hat ein bisschen was gefehlt. Wir haben unser Spiel dann aber auf den 2. Satz übertragen und durchgezogen. Unser Trainer sagte, dass wir unser unteres Niveau gespielt haben, wir müssen uns also noch steigern. Es war ein wichtiges Spiel, so müssen wir morgen nur einmal ran", meinte Matysik nachher.

Dittelbach/Koreng siegten in ihrem dritten Spiel souverän und gehen als Zweiter in die Ko-Runde. "Wir wollten unbedingt gewinnen, um sicher weiter im Turnier zu sein. Wir mussten mit unserem Körper etwas hausieren, wollten nur kontrollierte Aktionen gemacht und clever agieren. Im 1. Satz waren wir da noch etwas zu zurückhaltend, dann haben wir aber gut den Schalter umgelegt. Der Druck im Aufschlag war gut, so dass unsere Block/Feldabwehr Früchte getragen hat. Das war auch der Schlüssel im 2. Satz. Für die Ko-Phase werden wir jetzt alle Kräfte sammeln, die alten Knochen wieder zusammenflicken."

Die deutschen Frauen-Team erwarten nun folgende Gegner in der ersten Ko-Runde: Laboureur/Sude – Bonnerova/Hermannova (CZE), Borger/Büthe – Kongshavn/Kjølberg (NOR), Holtwick/Semmler – Gioria/Giombini (ITA, alle 17-00 Uhr), Bieneck/Großner – Braakmann/van der Vlist (NED, 18.00).

Die Spiele auf dem Center Court und Court 2 werden live bei www.laola1.tv gestreamt. Die Partien mit deutscher Beteiligung sind in der TV-Datenbank aufgeführt.


Ergebnisse und Ansetzungen 5. Juni
Ludwig-Walkenhorst GER [1] Braakman-Van der Vlist NED [16] 2-0 (21-15, 21-14)

Holtwick-Semmler GER [2] Syrtseva-Moiseeva RUS [15] 1-2 (21-18, 16-21, 5-15)

Borger-Büthe GER [3] Nyström Er.-Nyström Em. FIN [14] 1-2 (21-16, 16-21, 9-15)

Kolocova-Slukova CZE [5] Bieneck-Großner GER [12] 2-0 (21-14, 21-19)

Meppelink-Van Iersel NED [6] Laboureur-Sude GER [11] 2-1 (21-18, 18-21, 15-10)

Samoilovs-Smedins, J. LAT [1] Fuchs-Flüggen GER [16] 2-1 (19-21, 21-18, 15-5)

Herrera-Gavira ESP [4] Walkenhorst-Windscheif GER [13] 2-1 (21-17, 23-25, 15-12)

Böckermann-Urbatzka GER [12] Müllner-Wutzl AUT [28] injury team A

Erdmann-Matysik GER [5] Gabathuler-Gerson SUI [21]
2-1 (19-21, 21-16, 15-10)

Dittelbach-Koreng GER [19] Goncharov-Bykanov RUS [30]
2-0 (21-18, 21-16)

17:00 2 Laboureur-Sude GER [11] Bonnerova-Hermannova CZE

17:00 3 Borger-Büthe GER [3] Kongshavn-Kjølberg NOR [27]

17:00 1 Holtwick-Semmler GER [2] Gioria-Giombini ITA [19]

18:00 3 Braakman-Van der Vlist NED [16] Bieneck-Großner GER [12]


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