U18-Auswahl (w): Drei Siege zum Abschluss der Vorbereitung
Wenn die U18 Jugend-Nationalmannschaft der Mädchen am 27. März ihren Flug von Dresden nach Belgrad antritt, dann wird sie sich mit einem guten Gefühl im Gepäck auf dem Weg in die serbische Hauptstadt machen. Grund dafür ist eine gelungene Vorbereitung, in der das Team von Trainer Jens Tietböhl gegen die ebenfalls für die Europameisterschaft qualifizierte Mannschaft aus Tschechien in drei Partien drei Siege verbuchen konnte. Nach den Erfolgen zeigte sich Trainer Jens Tietböhl zufrieden, verzichtete im Hinblick auf die Top-Spiele gegen Serbien, Türkei oder Russland dennoch bewusst auf eine Einordnung des momentanen Leistungsniveaus.
Dabei scheint Tschechien ein Gegner zu sein, der der deutschen Auswahl liegt. Beide Teams waren schon zur EM-Qualifikation Anfang Januar in Brünn/CZE Kontrahenten, wobei sich die deutsche Mannschaft im letzten Gruppenspiel mit 3:1 durchsetzte, den Gruppensieg perfekt machte und so das EM-Ticket für Serbien und Montenegro lösen konnte. Die Tschechinnen qualifizierten sich als Gruppenzweiter mit zwei Punkten Rückstand auf die deutsche Mannschaft. Bei der Europameisterschaft gehen sich beide Teams erst einmal aus dem Weg, weil die Tschechinnen mit Pool A und Gegnern wie Italien, Griechenland, Montenegro, Polen und Slowenien etwas mehr Losglück hatten. Dennoch war es auch für Trainer Jens Tietböhl wichtig, gegen einen Gegner zu testen, der eine Woche vor Turnierbeginn ebenfalls mitten in der Vorbereitung steckt. Umso bedeutender ist es daher, dass die Spiele in Dippoldiswalde (3:2), Freiberg (3:2) und Glashütte (3:1) alle gewonnen werden konnten, wie auch der Trainer feststellte: „Wir haben uns spielerisch in jedem Match verbessert, unseren Sideout deutlich stabilisiert, die Qualität im Aufschlag verbessert und eine positive Entwicklung in Block- und in der Feldabwehr zu verzeichnen. Daher bin ich sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“ Aber nicht nur im spielerischen Bereich präsentiert sich sein Team im Moment glänzend. Vielmehr bescheinigt er seinen Spielerinnen eine „unglaubliche Leidenschaft“ in jeder Trainingseinheit und sehr viel „Ehrgeiz, Motivation und die richtige Portion Spaß“, mit der sie jeden Tag arbeitet.
Endgültiger EM-Kader nominiert
Möglich machte die gute Stimmung in der Mannschaft aber auch die gelungene Organisation der Ausrichterstädte, die für alle Teilnehmer optimale Bedingungen geschaffen hatten: „Wir haben in allen Orten großartige Gegebenheiten vorgefunden. Noch einmal einen großen Dank von der Mannschaft an die Organisatoren vor Ort und an die Länderspielausrichter. Alle Hallen waren sehr gut besucht und liebevoll hergerichtet. Ich bin sicher, dass unsere Spielerinnen in drei Tagen noch nie so viele Bürgermeister in den Orten persönlich kennengelernt haben“, zeigte sich Trainer Jens Tietböhl auch über die große Aufmerksamkeit erfreut. Welchen Einfluss die gute Vorbereitung letztendlich auf die Leistung zur Europameisterschaft haben wird, stellt sich ab Freitag heraus. Schließlich sind Gegner wie Serbien, Russland oder die Türkei noch einmal ein anderes Kaliber. „Wie weit unser Niveau ausreicht, um auch bei der EM ein Achtungszeichen zu setzten, bleibt abzuwarten. Auf die Spiele gegen den Nachwuchs der momentan europäischen Volleyballgroßmächte sind alle schon richtig gespannt und Holland und Frankreich sind weitere Hürden, die wir erst einmal bewältigen müssen“, ist sich der Bundestrainer der schweren Aufgabe bewusst. Tietböhl schafft es dennoch mit nur einem Satz seine Vorfreude auf die Europameisterschaft mit seinem Team zu beschreiben: „Es macht einfach viel Freude, mit diesen Mädchen zu arbeiten.“
Nach den drei Spielen stand anschließend noch die endgültige Nominierung des EM-Kaders auf dem Plan. Insgesamt drei Spielerinnen mussten dabei noch gestrichen werden. Eine schwere Entscheidung, die dem Bundestrainer aber zum Teil auch durch Verletzungen abgenommen wurde. So wurden noch Linda Bröske, Maja Hammerschmidt (erkrankt) und Alica Kandler (Daumenverletzung) nicht für die Europameisterschaft in Serbien und Montenegro nominiert. Für den endgültigen 12-er Kader (siehe unten) beginnt dann am 29. März in Belgrad mit dem Spiel gegen Russland um 15.00 Uhr das erste Spiel der Europameisterschaft.
Die Spiele gegen Tschechien
Deutschland - Tschechien in Dippoldiswalde 3:2 (25:21, 18:25, 18:25, 25:22, 15:5)
Deutschland - Tschechien in Freiberg 3:2 (25:16, 22:25, 25:19, 13:25, 15:12)
Deutschland - Tschechien in Glashütte 3:1 (18:25, 25:15, 25:17, 25:19)
Der EM-Kader:
Irina Kemmsies, Julia Schaefer, Wiebke Silge (alle BSP Münster), Sophie Schubert, Steffi Kuhn, Michelle Petter, Josephine Dörr (alle BSP Dresden), Anne Hölzig (BSP Berlin), Lene Scheuschner (BSP Schwerin), Luisa Sydlik (RPB Berlin), Sarah Thiele (MTV Stuttgart), Nadia Jäckle (TV Villingen)
Betreuerteam:
Jens Tietböhl (Bundestrainer)
Kostas Velentzas (Cotrainer)
Andreas Renneberg (Teammanager)
Stephan Kulhanek (Scout)
Tanja Dietel (Physiotherapie)
Melanie Brink (Physiotherapie)
Spielplan der deutschen Mannschaft zur Europameisterschaft in Serbien und Montenegro
29.03.2013/ 15.00 Uhr/ Deutschland – Russland
30.03.2013/ 17.30 Uhr/ Deutschland – Niederlande
31.03.2013/ 15.00 Uhr/ Deutschland – Türkei
02.04.2013/ 15.00 Uhr/ Deutschland – Frankreich
03.04.2013/ 20.00 Uhr/ Deutschland – Serbien