International: Hübner feiert Meisterschaft – Istanbul bleibt ungeschlagen

International: Hübner feiert Meisterschaft – Istanbul bleibt ungeschlagen Simon Tischer führte sein Team Wegiel zu Platz drei in der polnischen Meisterschaft und damit in die Champions League.

Angelina Hübner ist Meister Aserbaidschans. Die neunfache Volleyballerin des Jahres feierte mit Rabita Baku drei Spieltage vor Ende der Saison vorzeitig den Titelgewinn. Der 3:2-Sieg (22-25, 25-21, 25-21, 26-28, 15-10) beim ärgsten Konkurrenten Igtisadchi Baku machte den Titelgewinn perfekt, Rabita hat mit 57 Punkten elf Zähler Vorsprung auf Azerrail und Igtisadchi, Corina Ssuschke-Voigt rangiert mit Lokomotiv Baku auf Platz vier (38 Punkte). Für Hübner ist es nach zahlreichen Titeln in Italien und dem Pokalsieg in Russland ein weiterer großartiger Erfolg.

Christiane Fürst und Giovanni Guidetti sind auf dem besten Weg, „Volleyball-Geschichte“ in der Türkei zu schreiben. Das DVV-Duo siegte mit Vakifbank Istanbul im ersten Finalspiel um die türkische Meisterschaft 3:1 (25-23, 10-25, 25-10, 25-23 – Fürst machte 5 Punkte) gegen Dauer-Rivale Eczacibasi Istanbul. Damit blieb Vakifbank auch im 45 (!) Saisonspiel ungeschlagen und kann mit zwei weiteren Erfolgen in der „Best of Five“-Serie (die nächsten Spiele sind am 20. und 22. April) das Tripple aus Champions League, Pokal und Meisterschaft perfekt machen.

Ganz so erfolgreich und weit sind die deutschen „Italienerinnen“ noch nicht, doch der Traum von der Meisterschaft ist realistisch: Margareta Kozuch und Maren Brinker (Busto Arsizio) siegten im ersten von drei möglichen Viertelfinalspielen gegen Berit Kauffeldt und Giaveno 3:0 (25-20, 25-21, 25-18). Dabei wussten alle drei deutschen Nationalspielerinnen zu gefallen, Kozuch (18), Brinker (10) und Kauffeldt (8) punkteten gut. Auch Kathleen Weiß liegt im Viertelfinale mit Bergamo 1:0 in Führung. Das Heimspiel gegen Chieri wurde 3:1 (25-19, 21-25, 25-22, 25-21) gewonnen und Weiß führte – wie gewohnt – souverän Regie.

In Russland wehren sich Georg Grozer (Belgorod) und Björn Andrae (Kemerovo) gegen das drohende Aus im Viertelfinale. Belgorod verkürzte in der Viertelfinalserie gegen Champions League-Sieger Novosibirsk durch einen 3:0-Sieg (25-22, 25-18, 25-20, Grozer machte 14 Punkte) auf 1:2 in der Serie, gleiches gelang Kemerovo durch ein überraschendes 3:1 (25-20, 25-18, 19-25, 25-19, Andrae mit 19 Punkten punktbester Akteur der Partie) gegen Top-Favorit Kazan. Spiel vier der „Best of Five“-Serie findet am 18. April abermals in Belgorod bzw. Kemerovo statt, ein möglicherweise fünftes Spiel dann am 21. April auswärts.

Am 20. April fällt in Polen die Entscheidung um die Meisterschaft. Dann findet in Kedzierzyn-Kozle das fünfte und letzte Finale um den Titel zwischen dem Gastgeber und Titelverteidiger Rzeszow mit Jochen Schöps statt. Gewinnt Schöps, tritt er in Fußstapfen von Grozer, der Rzeszow im vergangenen Jahr zum Titel schmetterte. Den Champions League-Platz hat Rzeszow definitiv sicher, diesen hat auch Simon Tischer erkämpft. Mit seinem Verein Wegiel siegte Tischer in der Serie um Platz drei mit 3:1-Siegen gegen Bydgoszcz, der dritte Sieg fiel mit 3:0 (25-17, 25-17, 25-14) eindeutig aus.