Grand Prix: Sieg zum Abschluss von Pool H

Grand Prix: Sieg zum Abschluss von Pool H Jubel der DVV-Frauen über den 3:1-Sieg gegen Kasachstan und eine gute Bilanz zum Abschluss von Pool H

Mit einem 3:1-Sieg (25-14, 25-11, 20-25, 25-19) gegen Kasachstan haben die deutschen Frauen den Pool H in Plock/Polen beendet. Im Vergleich zum Aufeinandertreffen beider Teams vor einer Woche in Italien (auch ein 3:1-Sieg für die DVV-Auswahl), zeigte sich das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti weiter verbessert, sowohl spielerisch, als auch von der Präsenz und Intensität auf dem Court. Mit der Bilanz von 2 Siegen (3:0 gegen POL / 3:1 gegen KAZ), einer Niederlage (2:3 gegen Japan) und somit 7 Punkten aus Pool H, reist das deutsche Team morgen zur letzten Vorrunde nach Thailand weiter.


Ausführlicher Spielbericht

Startformation Deutschland: Kathleen Weiß, Anja Brandt, Christiane Fürst, Maren Brinker, Heike Beier, Margareta Kozuch und Libero Lisa Thomsen

Startformation Kasachstan: Tatyana Mudritskaya, Sana Jarlagassova, Lyudmila Anarbayeva, Olga Nassedkina, Korina Ishimtseva, Irina Shenberger und Libero Marina Storozhenko


Das deutsche Team beginnt zur Partie gestern gegen Polen auf zwei Positionen in der ersten Sechs verändert. Für Corina Ssuschke-Voigt spielt Anja Brandt im Mittelblock, dazu agiert Lisa Thomsen für Lenka Dürr als Libero. Bis auf die ersten Ballwechsel, bei dem Kasachstan effektiver agiert als die DVV-Auswahl, hat ‚Team Deutschland’ den Satzverlauf schnell unter Kontrolle. Vor allem mit dem erneut starken Aufschlag erspielen sich die DVV-Frauen klare Vorteile und bauen so ihre Führung immer weiter aus. Aufgrund des Leistungsunterschieds verdient, geht der Satz mit 25-14 deutlich an das deutsche Team.

Weiter konzentriert und konstant auf einem guten Level beginnen die DVV-Frauen den zweiten Durchgang. Damit ist das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti weiterhin klar überlegen. Selbst im Block, der Stärke von Kasachstan, weist die deutsche Auswahl die besseren Statistiken auf. So wird der Durchgang noch einseitiger als der erste Satz. Am Ende zeigt die Anzeigetafel 25-11 zugunsten der DVV-Auswahl an.

Den dritten Durchgang beginnen Denise Hanke im Zuspiel und Saskia Hippe auf Diagonal. Zunächst ändert sich nichts im Spielverlauf. Solange die DVV-Auswahl voll konzentriert agiert, haben die Kasachinnen keine Chance ins Spiel zu kommen. Aber gegen Mitte des Satzes schleichen sich Ungenauigkeiten ins deutsche Spiel ein. Die Annahme wackelt, einige Angriffe fliegen ins Aus und der Aufschlag kommt nicht mehr so druckvoll. Schon merken die Kasachinnen, dass sie in diesem Durchgang eine Chance bekommen. Über einen viel aggressiven Angriff und Block holt sich Kasachstan nun sogar die Führung und kann diese bis zum Satzende halten. 20-25 muss das deutsche Team somit den dritten Satz abgeben und hat sich dies allein zuzuschreiben. Bei einem konstanten deutschen Spiel hätte Kasachstan wohl keine Chance gehabt diesen Satz für sich zu entscheiden.

Auch wenn das niemand bis Mitte des dritten Satzes gedacht hätte, die Partie ist nun wieder offen. Kasachstan agiert nun mit deutlich mehr Selbstvertrauen und Kampfgeist. Auf der anderen Seite spielt das deutsche Team nicht mehr so sicher. Was noch in den ersten beiden Sätzen leicht aussah und nahezu immer gelang, ist nur viel Arbeit und nicht immer von Erfolg gekrönt. In dieser Phase muss das deutsche Team über noch mehr Einsatz in der Partie bleiben. Wie schon in den letzten Partien fightet die DVV-Auswahl um jeden Ball gegen die nun viel besser spielenden und körperlich überlegenen Kasachinnen. Über diese Stärke finden die deutschen Frauen gegen Satzende auch wieder mehr zu ihren spielerischen Qualitäten, vor allem im Aufschlag und Block. In dieser Kombination ist die deutsche Auswahl das entscheidende Stück besser, gewinnt den Satz mit 25-19, das Match mit 3:1 und beendet den Pool H mit der guten Bilanz von 2:1-Siegen und 7 Punkten.


Spielfilm aus deutscher Sicht
1. Satz: 1-4, 8-5, 12-7 (Hanke und Hippe für Weiß und Kozuch), 16-9, 17-11 (Kozuch für Hippe), 19-12 (Geerties für Brinker), 24-14, 25-14

2. Satz: 4-2, 8-3, 8-4 (Hanke und Hippe für Weiß und Kozuch), 12-6, 16-7, 21-11 (Izquierdo für Beier), 22-11 (Geerties für Brinker), 24-11, 25-11

3. Satz: 5-2, 8-6, 14-14 (Weiß und Kozuch für Hanke und Hippe), 15-16, 17-18 (Geerties für Beier), 19-21 (Rückwechsel: Hanke und Hippe für Weiß und Kozuch), 21-24, 20-25

4. Satz: 3-5, 8-6, 11-10, 16-14, 20-17, 24-19, 25-19


Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Giovanni Guidetti: „Wir haben es uns zu Beginn des Matches mit einem sehr guten Aufschlag leicht gemacht. Dadurch war auch unser Block/Abwehr-System stark. Aber als unser gutes Level ab Mitte des dritten Satzes runter ging, kam Kasachstan schnell und gut auf. Für uns ist es nicht einfach gegen Kasachstan zu spielen, sie verfügen über großen Spielerinnen und den schnellen Angriffskombinationen. Somit war es wichtig im vierten Satz kämpferisch dagegen zu halten und den engen Durchgang zu gewinnen. Am wichtigsten ist aber, dass mein Team an diesem Wochenende einen guten Schritt vorwärts gemacht hat, wir spielen besser und vor allem viel intensiver als noch in der ersten Runde.“

Team-Kapitän GER, Margareta Kozuch: „Wir wussten, dass wir dieses Spiel klar gewinnen müssen, um unsere ganz kleine Chance auf das Erreichen der Finalrunde am leben zu halten. Somit freue ich mich, dass uns dies gelungen ist. In den ersten beiden Sätzen haben wir sehr gut gespielt, leider haben wir diese Konstanz nicht ganz durchhalten können, dadurch wurde das Match dann noch mal spannend. Aber auch wenn es im vierten Satz noch eng wurde, haben wir es nicht zum Tiebreak kommen lassen. Das war in jeder Hinsicht wichtig für uns.“

Gutor Oleksandr, Headcoach KAZ: „Ich denke mein Team hat heute stark gekämpft, selbst als wir 0:2-Sätze zurücklagen, haben wir nicht aufgegeben. Der entscheidende Faktor zugunsten des deutschen Erfolgs war am Ende der Aufschlag. Das deutsche Team hat es über lange Strecken des Matches sehr gut verstanden druckvoll und präzise aufzuschlagen und uns so vor deutliche Probleme gestellt.“

Korina Ishimtseva, Team-Kapitän KAZ: „In den ersten beiden Sätzen war Deutschland sehr stark und wir brauchten einige Zeit unser Spiel entsprechend umzustellen. Ich denke sogar, dass wir gute Chancen hatten den Tiebreak zu erreichen und dann wäre alles offen gewesen. Leider hatten wir genau in der entscheidenden Phase im vierten Satz dann wieder zu viele Probleme in der Annahme und damit dann keine Möglichkeit mehr den deutschen Sieg zu verhindern.“


Statistik
GER: Aufschlag (2 Fehler und 11 Asse), Block (13 Punkt), Angriffsquote (50 %)
KAZ: Aufschlag (5 Fehler und 5 Asse), Block (5 Punkte), Angriffsquote (37 %)


Der deutsche Kader beim Grand Prix:
Kathleen Weiß (Bergamo/ITA), Denise Hanke (Eczacibasi Istanbul/TUR), Christiane Fürst (Vakifbank Istanbul/TUR), Corina Ssuschke-Voigt (Lokomotiv Baku/AZE), Anja Brandt (Schweriner SC), Berit Kauffeldt (Giaveno/ITA), Maren Brinker (Wroclaw/POL), Heike Beier (Bielsko Biala/POL), Jennifer Geerties (Rote Raben Vilsbiburg), Margareta Kozuch (zur Zeit ohne Verein), Saskia Hippe (Prostejov/CZE), Lenka Dürr (Igtisadchi Baku/AZE), Lisa Thomsen (zur Zeit ohne Verein)


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