DVV-Verbandstag: Neuer Kooperationsvertrag zwischen DVV und DVL
Deutscher Volleyball bündelt seine Kräfte - DVV und DVL intensivieren ihre Zusammenarbeit: Neuer Kooperationsvertrag schafft Grundlage für gemeinsame Vermarktung und Rechteverwertung des deutschen Volleyballs ab 2014
Frankfurt/Rostock, 16. Juni 2013 - Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) und die Deutsche Volleyball-Liga (DVL) intensivieren ihre erfolgreiche Zusammenarbeit und haben dazu einen neuen Kooperationsvertrag geschlossen. DVV-Präsident Thomas Krohne und DVL-Präsident Michael Evers unterzeichneten die entsprechende Vereinbarung am 15. Juni auf dem DVV-Verbandstag in Rostock. Der Vertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren tritt am 1. Juli 2013 in Kraft und sieht ab 2014 eine gemeinsame Vermarktung und Rechteverwertung des Volleyballsports in Deutschland durch die Deutsche Volleyball Sport GmbH (DVS), einen gemeinsamen Markenauftritt des Volleyballsports in Deutschland sowie die weitere Stärkung der Volleyballbundesliga als Marke und Produkt vor. Konkret regelt er neben diesen gemeinsamen Zielen für das kommende Jahr Fragen des Schiedsrichterwesen, der Nachwuchsförderung, der Nationalmannschaften sowie der institutionalisierten Zusammenarbeit der beiden Verbände
DVV-Präsident Thomas Krohne und DVL Präsident Michael Evers zeigten sich sehr zufrieden über die gelungene Intensivierung der Zusammenarbeit von DVV und DVL und betonten die Zielsetzung, gemeinsam die Kräfte für die weitere Entwicklung des Volleyballsports zu bündeln.
„Gemeinsam wollen DVV und DVL die Kräfte im deutschen Volleyball bündeln und den Volleyball damit bestmöglich stärken“, sagte Krohne. „Der Kooperationsvertrag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin. Er schafft die Grundlage für eine zentrale Rechteverwertung und Vermarktung des deutschen Volleyballs aus einer Hand. Damit dokumentiert der Kooperationsvertrag das partnerschaftliche Grundverständnis des Spitzen- und des Ligaverbandes in Deutschland. Nur gemeinsam kann und wird es uns gelingen, die großen Potenziale, die der Volleyball in Deutschland noch hat, erfolgreich zu erschließen.“
Evers betonte, dass die DVL sich als Teil der Volleyballfamilie unter dem Dach des DVV versteht: „Die Bundesligen sind neben den Volleyball-Nationalmannschaften und dem Beach-Volleyball die Aushängeschilder für den Volleyballsport in Deutschland. Zusammen mit dem DVV wollen wir an einem gemeinsamen Markenauftritt arbeiten, um die öffentliche und mediale Wahrnehmung, die Vermarktung und den Zuschauerzuspruch zu steigern.“
DVV und DVL wollen umgehend mit den Planungen beginnen, in den kommenden Monaten eine gemeinsame Vermarktung und Rechteverwertung des Volleyballsportes durch die Deutsche Volleyball Sport GmbH (DVS) unter Leitung ihres neuen Geschäftsführers Heiko von Glahn aufzubauen.
In dem Kooperationsvertrag überträgt der DVV weiterhin sämtliche Rechte zur Organisation, Vermarktung und Rechteverwertung der 1. und 2. Bundesligen an die DVL. Dieses Rechtepaket umfasst zukünftig auch den Pokalwettbewerb mit Ausnahme des DVV-Pokalfinales. Dieses Volleyballhighlight werden DVV und DVL auch zukünftig gemeinsam veranstalten. Das Schiedsrichterwesen der Lizenzligen wird zukünftig unter Wahrung dessen fachlicher Unabhängigkeit unter dem Dach der DVL organisiert und in einem Stufenplan professionell weiterentwickelt.
Um die Arbeit von Verband und Liga eng zu verzahnen, wurden die Regelungen zur gegenseitigen Gremienvertretung bestätigt. Die DVL ist im DVV-Vorstand durch ihren Präsidenten als stimmberechtigtes Mitglied vertreten. Mitglieder im DVL-Vorstand sind der DVV-Präsident, der Bundesspielwart sowie der Bundesschiedsrichterwart.
Zentrale Säulen der DVV-Nachwuchsförderung bleiben die Zulassung von Stützpunktmannschaften mit Sonderspielrecht in den 1. und 2. Bundesligen, die Jugendförderabgabe aus internationalen Transfers sowie die Ausbildungskostenerstattung. Die DVL wird sich dafür stark machen, die Karriere von jungen deutschen Spielerinnen und Spielern in den Bundesligen zu fördern, und zudem die Entwicklung des Ausländeranteils in den Bundesligen aufmerksam beobachten. Darüber hinaus verzichten die Vereine der DVL weiterhin auf Abstellungsgebühren für ihre Nationalspielerinnen und -spieler.
Der neue Kooperationsvertrag ersetzt die bisherigen Vereinbarungen, die 2008 mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen wurden. Er ist der dritte Vertrag in der jungen Geschichte der DVL, die 2006 als eigenständiger Ligenverband durch die Vereine der 1. und 2. Bundesliga gegründet wurde.