Bundesliga (M): Berlin dominiert Bühl zum Halbfinalstart – CV Mitteldeutschland erzwingt Abstiegs-K.o.-Spiel

Bundesliga (M):  Berlin dominiert Bühl zum Halbfinalstart – CV Mitteldeutschland erzwingt Abstiegs-K.o.-Spiel

Bärenstarker Sieg für die Berlin Recycling Volleys: Zum Auftakt des Play-off-Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft der Volleyball-Bundesliga der Männer schickten die Berliner die Gäste aus Bühl durch eine regelrechte Lehrstunde nach Hause. Im Play-down-Duell im 50 Kilometer entfernten Bestensee siegten derweil die Gäste aus Mitteldeutschland.

Robert Kromm hielt seinen azurblauen Schokoladen-Osterhasen nach der Partie fest in der Hand, und auch das erste Spiel Play-off-Halbfinalserie nach dem Modus „best of five” hatten der Führungspieler und seine Berliner Kollegen stets voll im Griff. Mit 3:0 (25:14, 25:19, 25:19) gewann der Deutsche Meister das Auftaktmatch gegen Halbfinaldebütant TV Ingersoll Bühl. Vor allem die souveräne Art und Weise, wie Berlin den Gegner aus dem kleinen Städtchen am Rande des Schwarzwaldes in nur 70 Spielminuten dominierte, beeindruckte den Gegner und die 5112 Fans im Volleyballtempel Max-Schmeling-Halle.

„Jeder war zu 100 Prozent konzentriert. Wie wir in den ersten beiden Sätzen gespielt haben, das macht schon Laune”, sagte Kromm vergnügt. Volleys-Trainer Mark Lebedew lobte, dass seine Mannschaft „sehr diszipliniert, sehr konzentriert gespielt” hat. Und MVP Kawika Shoji erklärte: „Dass wir gleich zu Beginn mit 7:1 geführt haben, hat uns Selbstvertrauen gegeben.”

In der Tat gelangen den Berlinern in den Sätzen eins und zwei jeweils optimale Starts. Durch druckvolle Aufschlägen, konsequente Block- und Feldabwehr sowie starke Angriffe von Paul Carroll (19 Zähler) & Co. kamen die Bühler kaum zum Zuge. Überraschend hatte Lebedew dem jungen Mittelblocker Ricardo Galandi das Vertrauen geschenkt – ein weitere Beweis für die Variabilität der Hauptstädter. „Nach meiner Verletzung ging es seit Weihnachten aufwärts mit meiner Leistung. So kam es für mich nicht ganz unerwartet, dass ich diesmal das Vertrauen des Trainers erhielt”, sagte Galandi.

Erst im dritten Durchgang agierte Bühl selbst statt nur zu reagieren und führte zur zweiten technischen Auszeit mit 16:15. Doch danach zogen die Gastgeber die Zügel gnadenlos wieder an und ließen nur noch drei Punkte der Gäste zu. „Die Berliner sind sehr aggressiv ins Spiel gegangen und haben unsere Annahme vor Probleme gestellt”, sagte Bühls Coach Ruben Wolochin. „Ich bin zuversichtlich, dass wir vor etwa 2.000 Leuten zuhause besser spielen und stärker gegenhalten werden. Auch wenn Berlin Favorit bleibt.”

Auch die Berliner haben trotz dieser Volleyball-Demonstration im ersten Match weiter Respekt vor der Aufgabe in Bühl. Schließlich hatte das Team dem Meister in der Hauptrunde die bislang einzige Niederlage in dieser Bundesliga-Spielzeit beigebracht. „Nicht nur die Zuschauer in der Halle, die ganze Stadt Bühl wird am Samstag hinter der Mannschaft stehen”, warnt Mark Lebedew. Robert Kromm spricht von einem „Hexenkessel” und „absolutem Highlight-Spiel”. Gelingt Bühl der Sensationssieg ist die Halbfinalserie wieder absolut offen. Können die Berliner wie erwartet siegen, sind sie nur noch einen Erfolg von der Finalteilnahme entfernt.

Mitteldeutschland rettet sich ins K.o.-Spiel
Während es in der Max-Scmeling-Halle um den Einzug in das Finale der Deutschen Meisterschaft ging, tobte 50 Kilometer weiter in der Landkost-Arena in Bestensee der Abstiegskampf. Überraschend eindeutig gewannen die Gäste von Chemie Volley Mitteldeutschland mit 3:0 (29:27, 25:13, 25:20) gegen Gastgeber Netzoppers KW-Bestensee. Damit kommt es nun am kommenden Samstag in Spergau zu einem entscheidenden K.o.-Spiel um den Klassenverbleib.

Das Hinspiel in heimischer Halle hatte das unerwartet in Abstiegsnot geratene CVM-Team noch mit 1:3 abgegeben. Entscheidend für den deutlichen Sieg der Gäste war, dass nicht nur Diagonalangreifer Christoph Helbig (15 Punkte), sondern endlich auch einmal andere Akteure wie Bradley Lawson (ebenfalls 15) und Mittelblocker Artur Augustyn (13) zuverlässig punkteten. Bei den Netzhoppers kam nur Jakub Rybnicek (14) auf einen zweistelligen Wert.

* 40 Spiele live und on demand auf DVL-live.tv *

Die Ergebnisse Play-off-Halbfinale (Modus: „best of five”)
Spiel 1:
30.03. | BR Volleys - TV Ingersoll Bühl | 3:0 (25:14, 25:19, 25:19)
Play-downs (Modus: „best of three”)
Spiel 2:
30.03. | Netzhoppers KW Bestensee - CV Mitteldeutschland | 0:3 (27:29, 13:25, 20:25)

Die kommenden Termine
Play-off-Halbfinale (Modus: „best of five”)
Spiel 1:
03.04. | 19:30 | Generali Haching - VfB Friedrichshafen | Generali Sportarena (DVL-live.tv, 1-Kamera-Produktion)

Play-downs (Modus: „best of three”)
Spiel 3:
06.04. | 19:30 | CV Mitteldeutschland – Netzhoppers KW-Bestensee | Jahrhunderthalle Spergau

Play-off-Halbfinale (Modus: „best of five”)
Spiel 2:
06.04. | 20:00 | TV Ingersoll Bühl - BR Volleys | Großsporthalle Bühl (DVL-live.tv)
06.04. | 19:30 | VfB Friedrichshafen - Generali Haching | ZF Arena Friedrichshafen (DVL-live.tv, 1-Kamera-Produktion)

Spiel 3:
10.04. | 19:30 | BR Volleys - TV Ingersoll Bühl | Max-Schmeling-Halle
10.04. | 19:30 | Generali Haching - VfB Friedrichshafen | Generali Sportarena (DVL-live.tv)

mögliches Spiel 4:
13.04. | 20:00 | TV Ingersoll Bühl - BR Volleys | Großsporthalle Bühl
13.04. | 19:30 | VfB Friedrichshafen - Generali Haching | ZF Arena Friedrichshafen

mögliches Spiel 5:
17.04. | 19:30 | BR Volleys - TV Ingersoll Bühl | Max-Schmeling-Halle
17.04. | 19:30 | Generali Haching - VfB Friedrichshafen | Generali Sportarena

Play-off-Finale: 21. April bis maximal 9. Mai

Der Link zu den Play-offs

(DVL)