Beach EM 2013: Ludwig/Walkenhorst gewinnen erstes deutsch-deutsches Duell – Bieneck/Großner mit erfolgreichem Auftakt
Erfolgreicher Auftakt für die deutschen Duos Victoria Bieneck/Julia Großner und Laura Ludwig/Kira Walkenhorst bei der Beach-Europameisterschaft in Klagenfurt/AUT. Bieneck/Großner besiegten im ersten Spiel des Tages die Italienerinnen Cicolari/Constantini mit 2:0 (21:16, 21:17) und legten damit schon den Grundstein für das Erreichen der K.O.-Runde. Im ersten deutsch-deutschen Duell der EM setzten sich Ludwig/Walkenhost gegen Karla Borger und Interimspartnerin Elena Kiesling mit 2:0 (21:11, 21:15) durch. Teil zwei der deutschen Duelle findet um 17 Uhr zwischen den Teams Katrin Holtwick/Ilka Semmler und Jana Köhler/Anni Schumacher statt.
Mit Greta Cicolari stand Bieneck/Großner gleich in der ersten Partie die Beach-Europameisterin von 2011 gegenüber, doch dem variablen Spiel des deutschen Teams, hatte auch sie nichts entgegenzusetzen. Wenig überraschend hatten Bieneck/Großner im Vorfeld die 21-jährige Silvia Constantini, die bei der EM ihr Debut auf der internationalen Bühne gibt, als Schwachpunkt ausgemacht und versuchten dadurch schon den Spielaufbau der Italienerinnen zu stören. Die Folge war eine frühe 7:3-Führung für das deutsche Team, die allerdings durch die guten Aufschläge von Cicolari zunichte gemacht wurde (7:6). Im Anschluss stabilisierten Bieneck/Großner ihre Abwehr, zogen erneut davon (11:6) und entschieden den ersten Durchgang mit zwei indirekten Assen für sich. (21:16)
Im zweiten Satz verlief die Partie zunächst völlig ausgeglichen. Zwei Fakeblocks von Victoria Bieneck sorgten für eine 2:0-Führung, die aber erneut durch die guten Aufschläge von Cicolari egalisiert wurde (4:5). Beim Stand von 16:16 gelang Bieneck/Großner quasi die Vorentscheidung des Spiels, nachdem sie eine lange Rallye mit einem Punktgewinn abschlossen und damit auch die Gegenwehr der Italienerinnen brachen. Ein weiteres Ass sorgte schließlich für den ersten deutschen Erfolg bei der EM (21:17). „Es war ein Gegner, bei dem wir uns schon ein gutes Gefühl für Block und Abwehr holen konnten“, sagte Julia Großner nach dem Gewinn und ergänzte: „Im zweiten Satz sind wir geduldig geblieben und hatten hinten raus einen guten Endspurt. Es ist immer gut, wenn man nicht in den dritten Satz muss.“ Trainer Tilo Backhaus war ebenfalls zufrieden mit der Leistung. „Die Mädels haben die Taktik gut umgesetzt und variabel von unterschiedlichen Orten aufgeschlagen.“ Indes gab Victoria Bieneck schon einen Ausblick auf die kommenden Gegner Dumbauskaite/Povilaityte/LTU. „Jetzt kommt Litauen, da wollen wir natürlich gewinnen. Aber es ist ein „ekeliges Team“, wir müssen unser eigenes Spiel machen.“

Foto eventoLive: Mit einem Sieg startete auch das Duo Bieneck/Großner in die EM in Klagenfurt.
Das erste deutsch-deutsche Duell des Tages entschied das Duo Ludwig/Walkenhorst mit 2:0 für sich und freute sich am Ende über den gelungenen Einstand in Klagenfurt: „Es war gut, dass wir in Los Angeles (Grand Slam Long Beach) nicht gespielt haben, dadurch fühlen wir uns jetzt richtig fit. Wir haben noch mal viel an Bewegung und Technik gearbeitet, fühlen uns jetzt stabiler.“ Das bekam vor allem zu Beginn des ersten Satzes Elena Kiesling zu spüren, der die Aufregung bei ihrer EM-Premiere deutlich anzumerken war. Ludwig/Walkenhorst nutzten dies aus und sorgten frühzeitig für klare Verhältnisse im ersten Satz (9:3, 15:6), der durch ein Ass entschieden wurde. Im zweiten Durchgang präsentierte sich den Zuschauern zunächst ein ausgeglichenes Bild (13:12). Einer stark auftrumpfenden Kira Walkenhorst, die mit druckvollen Aufschlägen und starker Präsenz, den Ton am Netz angab, konnten Borger/Kiesling aber auch mit einer deutlichen Leistungssteigerung, nichts entgegensetzen. Am Ende entschied ein Monsterblock von Kira Walkenhorst (21:15) das Spiel und sorgte für zufriedene Gesichter bei Ludwig/Walkenhorst. „Wir haben viel Aufschlag trainiert. Es ist gut, den Anlaufrhythmus zu unterbrechen, dann klappt auch Block/Abwehr ganz gut“, analysierte die Matchwinnerin anschließend die Partie.
Das Fazit von Karla Borger und Elena Kiesling fiel ebenfalls deutlich aus, wenn auch in die entgegengesetzte Richtung: „Das war Mäuschen- und Häschenvolleyball“, waren sie sich schnell über die eigene Spielweise einig, um zum Schluss noch etwas genauer zu werden: „Kira und Laura haben stark angefangen, wir waren zu zurückhaltend und vorsichtig. Das war unsere erste gemeinsame Turniersituation.“ Die Chance auf Wiedergutmachung haben sie bereits am morgigen Tag. Dann treffen sie auf das schwedische Duo Grawender/Lundqvist. Ludwig/Walkenhorst spielen ebenfalls gegen ein Team aus dem Norden Europas, denn auf sie warten die Finninnen Nystrom/Nystro.