Beach-EM: Sensationssieg über Weltmeister – Erdmann/Matysik souverän

Beach-EM: Sensationssieg über Weltmeister – Erdmann/Matysik souverän Das sind die "Weltmeister-Besieger"! Lars Flüggen (links) herzt Alexander Walkenhorst nach dem Sensations-Erfolg gegen die Niederländer Brouwer/Meeuwsen.

Sensation durch Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst: Das erst kürzlich neu formierte Duo bezwang die Weltmeister Brouwer/Meeuwsen (NED) in einem packenden Spiel 2:1 (14-21, 21-17, 15-13) und ist auf dem besten Weg, sich als Gruppensieger direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren. Gleiches gilt für Jonathan Erdmann/Kay Matysik, die beim 2:0 (21-18, 21-18) gegen die Österreicher Müllner/Wutzl auch in ihrer zweiten Partie ohne Satzverlust blieben.

„Weltmeister-Besieger“! So dürfen sich ab heute Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst bezeichnen. Im ersten Satz merkte man dem DVV-Duo noch die Nervosität an, die Niederländer setzten sich dank leichterer Fehler (vor allem in der Annahme) souverän im ersten Satz durch. Satz zwei begann mit einem „Monsterblock“ von Walkenhorst und dies war ein Zeichen. Denn der Respekt war abgelegt, das deutsche Duo spielte frech im Angriff, punktete konstant aus der Annahme und hatte immer wieder Punktchancen. Das nagte an den Weltmeistern, denen Ende des Satzes ungewohnte Fehler in Aufschlag und Angriff unterliefen. Der dritte Satz blieb bis zum 10-10 umkämpft, dann sorgten zwei direkte Aufschlagwinner von Flüggen für die entscheidenden Breaks. Und so war es der erst 23-jährige Flüggen, der den zweiten Matchball per Angriff versenkte.

Parallel auf dem Center Court mussten Jonathan Erdmann/Kay Matysik nicht nur gegen die einheimischen Müllner/Wutzl, sondern auch gegen das Publikum antreten. Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel sorgte ein Block von Erdmann sowie ein Annahmefehler von Müllner für klarere Verhältnisse (12-9). Routiniert hielten die WM-Dritten diesen Vorsprung bis zum Satzende. Satz zwei verlief entspannter, denn nach zwei Minuten hieß es bereits 5-0. Zwar schlichen sich dank des hohen Vorsprungs einige Fehler und Nachlässigkeiten im Spiel der deutschen Nummer eins ein, gefährdet war der Satz jedoch nicht. Erdmann sagte im Anschluss: "Es war richtig heiß. Die Stimmung war gut, allerdings für Österreich. Hier Center Court zu spielen, ist natürlich etwas ganz Besonderes, ich hatte kurzzeitig Ohrenschmerzen, weil es so laut war. Sie haben sich gewehrt, es waren schöne Abwehraktionen dabei. Unsere Taktik ist voll aufgegangen, wir waren auf ihre Bälle vorbereitet. Ron (Gödde, Anm. d. Red.), unser Scout, hat uns die Videos vorbereitet, darauf haben wir unserer Taktik aufgebaut. Morgen haben wir das vermeintlich schwerste Spiel gegen Russland. Aber das wollen wir auch gewinnen, um Gruppenerster zu sein."

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