Beach-EM: Männer-Duos mit perfektem Start - Vier 2:0-Siege
Vier Spiele, vier Siege! Die DVV-Männer-Duos sind bei der EM in Klagenfurt/AUT hervorragend aus den Startlöchern gekommen und haben mit ihren Auftaktsiegen den Grundstein für das Erreichen der Ko-Phase gelegt. Dabei gaben Jonathan Erdmann/Kay Matysik, Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif, Markus Böckermann/Mischa Urbatzka und Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst nicht einen Satz ab. Die fünf Frauen-Duos spielen allesamt am Nachmittag ihre zweiten Gruppenpartien.
Den Anfang machten Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst, die sich mühelos 2:0 (21-10, 21-15) gegen Kufa/Hadrava (CZE) durchsetzten. „Die CZE haben nicht ihr bestes Spiel gemacht. Aber es waren auch schwere Bedingungen, sie haben den Sand über Nacht aufgelockert. Sie hatten Probleme in Annahme und Zuspiel, da tut sich Kufa im Angriff dann schwer“, analysierte Walkenhorst nach Spielende. Doch das lag natürlich auch am deutschen Team, das jeweils perfekt in die Sätze startete (4:1 und 4:0) und den Tschechen damit frühzeitig den Zahn zog. Der Block von Walkenhorst sowie das druckvolle Aufschlagspiel des DVV-Duos sorgten für klare Verhältnisse. Lediglich im zweiten Satz kam beim Stand von 11:9 so etwas wie Hoffnung bei den Unterlegenen auf. Für EM-Debütant Flüggen ein perfekter Auftakt: „Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, aber das gehört dazu. Ich genieße es einfach, wir haben keinen Druck. Diese Teilnahme ist der Bonus für die guten Ergebnisse in den letzten Wochen.“
Die WM-Dritten Jonathan Erdmann/Kay Matysik taten sich etwas schwerer in ihrem Auftaktspiel, landeten am Ende aber nach dem Motto „ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss“ auch einen 2:0-Sieg (21-18, 21-19) gegen Stiekema/Varenhorst (NED). Dabei erspielte sich das National-Duo stets einen Vorsprung (11-7 in Satz eins oder 19-15 in Satz zwei), von dem es am Ende zehrte. „Wir haben in beiden Sätzen viele Chancen liegen lassen. Das hat in den letzten Tagen im Training besser geklappt. Wir sind erst einmal froh, dass wir 2:0 gewonnen haben und guten Mutes, dass die Sicherheit morgen wieder da ist“, meinte Matysik.
Foto CEV: Auch Alexander Walkenhorst (im Angriff) konnte sich mit Partner Lars Flüggen über den ersten EM-Sieg freuen.
Etwas Respekt hatten Markus Böckermann/Mischa Urbatzka vor dem ersten Spiel in der „Ostblock-Gruppe“ schon, doch der erwies sich als nicht angebracht. Das 2:0 (21-18, 21-17) gegen die Ukrainer Popov/Samoday war zu keiner Zeit gefährdet. Von Beginn an lagen Böckermann/Urbatzka in den Sätzen (7-3 im ersten, 7-1 im zweiten) vorne, auch wenn sich die Ukrainer als hartnäckig erwiesen und heran kämpften. Mehr zu schaffen, machten die Begleitumstände wie das tropische Wetter und das Turnier in der Vorwoche: „Die Sonne drückt ganz schön. Bei längeren Ballwechseln muss man schon mal durchpumpen“, so Urbatzka und Böckermann ergänzte: „Morgen geht es gegen die neue Kombination aus Russland. Ich habe schon noch etwas Jetlag, habe heute zwischen 3 und 5 Uhr wachgelegen. Aber das wird von Tag zu Tag besser, gut das wir das erste Spiel gewonnen haben. Jetzt kann ich ruhiger schlafen.“
Das sollten auch Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif tun können, denn sie landeten den klarsten Erfolg. Das 2:0 (21-8, 21-8) gegen die überforderten Niederländer Spijkers/van Dorsten glich einer Demütigung. Bereits mit ihren Aufschlägen stellte das DVV-Duo die „unfertigen“ Niederländer vor große Probleme, kam einmal ein Angriffsaufbau zustande, war der Block von Dollinger oder die Abwehr von Windscheif Endstation. Dementsprechend zufrieden fiel das Urteil der Sieger aus: „So kann es weitergehen. Morgen müssen wir gegen Spanien ran, das wird aber nicht einfach. Bei dem harten Sand können auch die Spanier hoch springen und draufhauen“, meint Windscheif.
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