Beach-EM: Frauen-Medaille ist sicher – Holtwick/Semmler und Ludwig/Walkenhorst im Halbfinale

Beach-EM: Frauen-Medaille ist sicher – Holtwick/Semmler und Ludwig/Walkenhorst im Halbfinale Ilka Semmler (links) zeigt es an: Die DVV-Teams haben eine EM-Medaille in Klagenfurt sicher.

Die deutschen Beach-Volleyball Teams werden bei der Beach-EM in Klagenfurt/AUT definitiv die 28. Medaille gewinnen. Katrin Holtwick/Ilka Semmler und Laura Ludwig/Kira Walkenhorst erreichten das Halbfinale und könnten sogar – wie 2003 und 2010 – für ein rein deutsches Frauen-Finale sorgen. Holtwick/Semmler schlugen in ihrem Viertelfinale die Griechinnen Arvaniti/Karagkouni sicher 2:0 (21-19, 21-13), Ludwig/Walkenhorst setzten sich gegen van der Vlist/Wesselink (NED) mit 2:0 (21-15, 22-20) durch. Im Halbfinale warten auf Holtwick Semmler die Spanierinnen Liliana/Baquerizo (3. August um 9.05 Uhr), auf Ludwig/Walkenhorst die lokalen Heroes Schwaiger/Schwaiger (AUT, 10.05 Uhr)

Für Holtwick/Semmler wäre es die zweite EM-Medaille. 2010 hatten sie beim „Heimspiel“ in Berlin das deutsche Finale gegen Sara Goller/Laura Ludwig verloren. Dagegen ist Ludwig eine der erfolgreichsten Europäerinnen mit zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze (allesamt mit Sara Goller). Für ihre neue Partnerin Walkenhorst ist die EM in Klagenfurt dagegen Premiere.

Im ersten Satz lagen die an eins gesetzten Holtwick/Semmler stets in Front und bauten diesen maximal au f16-12 aus. Doch auch damit war die Entscheidung nicht gefallen, da insbesondere die erfahrene Arvaniti dagegen hielt und zum 18-18 ausgleichen konnte. Ein Semmler-Block zum richtigen Zeitpunkt sowie eine Abwehr von Holtwick sorgten für Satzbälle, den zweiten verwandelte Semmler per Lineshot. Der zweite Satz war eine deutliche Sache, verlief aber bis zum 16-13 einigermaßen ausgeglichen. Dann punktete nur noch das DVV-Duo und punktet fünfmal per Aufschlag, Abwehr und Block in Folge. „Die Bedingungen sind extrem. Unsere Erfahrung hat uns heute sehr geholfen, bei dieser Atmosphäre auf dem Center Court. Ich hatte auch im ersten Satz als es knapp war nie das Gefühl, dass wir diesen aus der Hand geben“, so Semmler. Und Holtwick wagte schon einmal einen Ausblick auf das Halbfinale gegen die Spanierinnen: „Die letzten Begegnungen gegen die Spanierinnen waren alle eng. Das wird morgen ein Kraftakt.“

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Foto eventolive.it: Mit Kampf ins Halbfinale: Laura Ludwig (hinten) und Kira Walkenhorst.

Ludwig/Walkenhorst erwischten gegen die Niederländerinnen zunächst einen „Traumstart“ (4-0), dieser war beim 5-5 jedoch zunichte gemacht. Doch das zermürbte das DVV-Team nicht, im Gegenteil: Nach einem Block von Walkenhorst gegen van der Vlist sorgten drei weitere Breaks in Folge für das vorentscheidende 12-7. Zwar wehrten die Niederländerinnen noch drei Satzbälle ab, den vierten versenkte Ludwig jedoch kompromisslos. Im zweiten Satz zeigten Ludwig/Walkenhorst echte Nehmer- und Kämpferqualitäten. Aus einem anfänglichen 0-3 wurde ein 5-4 und auch ein 15-19 nach zwei Walkenhorst-Fehlern bedeutete nicht den Satzverlust. Vier Punkte in Folge, darunter natürlich eine unwiderstehliche Ludwig-Abwehr, brachten den Ausgleich, ein Block von Walkenhorst den ersten Matchball (21-20). Und diesen verwandelt Ludwig per Super-Reflex: Einen harten Angriff von Wesselink bringt sie einarmig über das Netz, der Ball segelt in hohem Bogen in die hinterste Ecke des gegnerischen Feldes. Ludwig sagte: „Den ersten Satz haben wir sehr gut durchgezogen, im zweiten Satz haben die Niederländerinnen gut aufgeschlagen und uns unter Druck gesetzt. Unser Taktikwechsel war erfolgreich.“ Und zum Halbfinale gegen die Schwaigers: „Ich habe Bock auf den Center Court gegen Schwaiger/Schwaiger – Riesenbock!“


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